Angstzustände und Panikattacken sind leidvolle Begleiter einer großen Anzahl von Betroffenen weltweit. Allein in Deutschland leiden ca. 8 Millionen Menschen unter Angst, deren Ursachen nicht erklärbar sind, bzw. deren Auslöser für Nichtbetroffene oder Außenstehende nicht nachvollziehbar sind.

Nicht selten werden deshalb Menschen, denen Angstzustände und Panikattacken zusetzen, als Simulanten angesehen. Auch das Selbstbild vieler Angstbetroffener geht in diese Richtung.

Zu unrecht! Denn man muss sich Folgendes klarmachen: die Ursachen für diese „unwirkliche“ Angst sind zwar nicht „greifbar“, bzw. die Situationen, in denen Angstzustände und Panikattacken von Betroffenen erlebt werden, sind für die Betroffenen selbst und vor allem für Nichtbetroffene unverständlich, aber die erlebten Symptome sind real!

Ein Beispiel: niemand kann wirklich verstehen (auch nicht der oder die Betroffene selbst), wie man bei einem so eigentlich angenehmen Ereignis wie dem Restaurantbesuch beim Lieblings-Italiener, plötzlich die Symptome eines Herzinfarktes wahrnehmen und erleben kann. Das Ganze wird noch unverständlicher, wenn bei der folgenden, ärztlichen Untersuchung keinerlei organische Unregelmäßigkeiten festgestellt werden…

Die Situationen, in denen Panikattacken und Angstzustände auftreten, sind ganz normale Alltagssituationen. So werden zum Beispiel PKW-Fahrten, Zug-Fahrten, Kaufhausbesuche, Seminare, Unterrichtsstunden, usw., usw., zur Tortur. Die Betroffenen erleben Todesängste in Momenten, die sie früher genießen konnten. Dieses Martyrium der Angst dauert für viele Betroffene oft viele Jahre. Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit dominieren den Alltag.

Als ehemaliger Betroffener, den selbst mehr als 11 Jahre lang Angstzustände und Panikattacken quälten, sage ich auch hier: Zu unrecht! Denn jede Betroffene und jeder Betroffene kann ihren bzw. seinen Weg aus der Angst finden, wenn die Entscheidung dazu fällt und Selbstverantwortung für die eigene Situation übernommen wird.

Diese Internetpräsenz will Betroffene und deren Angehörige motivieren, Wissen und Informationen vermitteln, Hilfestellung geben und Kontakte schaffen.

Allen Besuchern ein Herzliches Willkommen!

Waldemar-Bernard Paterok

6 Kommentare zu “Angstzustände und Panikattacken sind heilbar”

  1. am 29. Jul 2007 um 18:35 U.

    Hallo
    ich sehe es an, als wäre ich einer Eiswüste. Oder eine Festung, mit kleinen Gucklöchern?
    Ist hier der Zug abgefahren?
    Die Unterstellungen sind einzigartig. Und sehr belastend. Die Medien leisten beste Arbeit.
    Die Abgeschlossenehit von der Welt. Oder ist die Autarkie klar zu sehen?
    Wenn ich mich selbst festhalten will, droht mir, dass ich die Welt verliere?
    Oder existiere ich nur noch allein?
    Ein Mensch, der die Angst überbewertet, wird er nicht automatisch immer isolierter, jede Isolierung bedeutet doch dadurch noch größere Ausgegrenztheit, Ungeborgenheit.

  2. am 23. Aug 2007 um 20:59 manni

    wie haben sie es geschafft?

  3. am 12. Mai 2009 um 19:41 Eileen

    Ich lebte viele Jahre mit einer Alkohol kranken Mutter vor der ich Angst und liebe erfuhr, aber die Angst war woll stärker. Ich lebe schon so lange damit und es wird immer schlimmer trotz aller Therapie. Ich weiß nicht was jemand tun könnte oder sagen könnte das das alles ändern könnte?

  4. am 16. Apr 2011 um 15:15 Sebastian

    Hallo Waldemar,

    ich kann Dir nur zustimmen. Auch ich habe gedacht, mir könne nichts helfen. Habe eine Verhaltenstherapie gemacht, die mir zunächst half. Allerdings hilet das nicht lange an und ich begab mich für mehrere Wochen in eine psychosomatische Klinik.
    Jetzt geht es mir wieder gut und ich bin mittlerweile sogar dankbar für meine Ängste. Warum, das erzähle ich auf meinem Blog. Ich würde mich freuen, mich mit Dir einmal austauschen zu können.

    Viele Grüße.

    Sebastian

  5. am 21. Sep 2011 um 20:03 Anja

    Also,ich leide nun über 20 Jahren an der Angst;ich kann manchmal nicht aus dem Haus gehen;und wenn es mir dann einigermaßen gut geht und ich das Haus z.B. zu einkaufen verlasse dann packt mich die Angst aus heiterem Himmel;habe zig Verhaltenstherapieen hinter mir,sogar in der Tagesklinik war ich für 6 Wochen…Medikamente nehme ich auch(sonst würde ich sicherlich noch weniger klar kommen)ich glaube nicht mehr an eine Heilung…

  6. am 07. Mrz 2015 um 19:50 mitohnealles

    Ich hatte vor einem halben Jahr meine erste Panikattacke, lebe seither in Angst vor der Nächsten…Ihr kennt das ja. Alles was früher selbstverständlich war und Spaß machte, ist nun Überwindung. Manche Tage schleppe ich mich von der Arbeit heim und am nächsten Tag wieder hin. Zu mehr fehlt der Mut. Es gibt Wochen in denen ich fast beschwerdefrei bin, aber derzeit fühl ich mich wieder gefangen und gequält von meinen inneren Dämonen. Die Verhaltenstherapie hilft nur bedingt. Letztlich muss man selbst einen Weg finden, mit sich, seinen Gedanken und Dämonen umzugehen. Ich hoffe sehr irgendwann wieder unbeschwert durch das Leben wandern zu können, ohne ständig in mich hinein zu horchen…ich wünsche allen gequälten Seelen da draußen, dass ihr wieder Frieden findet!

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