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Angst-Forum Angstzustände, Panikattacken und Stress - diese Probleme berühren Millionen von Menschen täglich. Für Betroffene und ihre Angehörigen ist es wichtig darüber reden zu können. Dieses Forum will einen Raum dafür schaffen. Ein Herzliches Willkommen an Alle!
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Heike21
Anmeldungsdatum: 18.12.2008 Beiträge: 1
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Verfasst am: 21.12.2008 19:28 Titel: Angst etwas falsch zu machen |
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Hallo brauche auch mal Euren Rat!!.Zu mir ich bin 3fach Mami ;OP Schwester und war bzw bin immer für alle eine große Hilfe gewesen. Immer aktiv, immer dabei, immer super funktioniert, klemmte bei einem meiner Freunde was, stand eine Trennung an oder kriselte es einfach irgendwo, bei mir konnte man immer Kraft holen! Dies alles änderte sich zum ersten Mal, als mein damalig 10 Monate alter Sohn in unsreren Gartenteich fiel, ich ihn rausfischte und er auch keine bleibenden Schäden behielt ! Gottes Hand war über uns , über ihn und hat mir zum ersten Mal die Endlichkeit des Seins mit voller Wucht klar gemacht. Mir ging es dann immer schlechter, von Sinustacchycardien über jede Menge Extrasystolen, Panikattacken und verkriechen zu Hause, hab ich alles durchlebt, aber auch überlebt! Nur deshalb weil mein Partner immer zu mir stand und ich daraus viel Kraft schöpfen konnte. Aber meine Kräfte waren woll längst aufgebracht, was ich mir einfach nicht zugestehen konnte ! Nachdem ich mein Leben, durch viele andere Schicksalsschläge privater und finanzieller Not ( Firma meines Mannes Insolventetc. ) hab ich mir Hilfe gesucht. Die Dame bat mich als erstes mal niederzuschreiben, was mir in den letzten Jahren Kummer bereitet hatte. So schnell wie ich zwei DIN A4 Seiten vollgeschrieben hatte, so schnell wurde mir auch klar, das es nur zu verstädlich war, dass ich da stand wo ich war! Nun kurz und gut, ich habe wieder mit kleinen Schritten zurück ins Leben gefunden, und heute habe ich meinen Job gekündigt, weil ich Angst habe Fehler zu machen. Mir ist noch keine Fehler ( kein schwerwiegender Fehler ) passiert, aber im OP kann ich mich nicht erst einmal beruhigen und dann weiterarbeiten. da geht es auf Zeit und ich bekam immer mehr Panik etwas falsch zu machen. Es Hat mir keiner angemerkt unter welchem Stress ich gearbeitet habe, ich habe mich der Angst zwar gestellt aber gesagt hab ich keinem etwas. Der Druck wurde für mich so gross, dass ich zitternd in den OP bin, zitternd morgens zum Dienst, bis ich jetzt gekündigt habe. Meine Kollegen haben dies überhaupt nicht verstanden, ihnen habe ich private Organisationsprobleme angegeben.
Nun kann ich einen neuen Job beginnen, in der Notaufnahme Unfallkrankenhaus, einerseits freue ich mich, andereseits hab ich schon jetzt wahnsinnige Versagensängste in mir. Ich weiß nicht was ich machen soll. Natürlich stelle ch mich meinen Ängsten, aber ich habe keine Zeit in meinem Beruf , mich erst einmal zu beruhigen bevor ich arbeite..was kann ich tun ? Ich würde so gerne wieder in meinem Beruf weiterarbeiten.
Dies alles ist ein Zeitraum von ca. 11 Jahren mit etlichen Tiefen und Ängsten, aber Hurra ich lebe noch!?
Hab Angst auch depressiv zu werden, wo ich von Grund auf ein lustiger humorvoller Mensch bin ( das mögen die meisten auch an mir!!)
_________________
ein kleines Glück....was kann das sein..... _________________ ein kleines Glück....was kann das sein..... |
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Google
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Verfasst am: Titel: Anzeige |
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hexchen

Anmeldungsdatum: 14.02.2008 Beiträge: 448
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Verfasst am: 22.12.2008 19:07 Titel: |
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Hallo Heike!
So den richtigen Rat hab ich auch nicht, ich weiß nur, dass ich immer sehr glücklich bin, wenn ich beim Arzt oder im Krankenhaus auf so einen lieben sorgenden Menschen wie Dich stoße! Die derben, an denen alles abprallt, stehen den Stress dort besser durch - aber die sind doch für die Seele nicht hilfreich ... ach, wie schade, wenn Du nicht weitermachen könntest!!!
Ich kann nur für mich sagen, dass ich jemandem, der gut zu mir ist, sehr viel leichter einen Fehler verzeihe! Ich mache ja selber welche ...
Aber verstehen kann ich Dich gut, denn ich habe auch oft diese Angst, was falsch zu machen. Und wenn, dann hängt es mir ewig nach. Wirfst Du Dir das noch vor mit dem Sturz in den Gartenteich? Aber wahrscheinlich ist es diese gesamte Überforderungssituation. Schwierig, was kann man da machen? - Es in einem ruhigeren Bereich zu versuchen, ist doch gar keine schlechte Idee. Vielleicht auch Stunden reduzieren. Nur Notfallaufnahme ist natürlich auch nichts Ruhiges, hm. Möchtest Du das denn gerne machen? Mal tief in Dich reinhorchen... was sagt Dir denn Dein Herz dazu? ...
Und vielleicht ist es auch besser, mit Arbeitskollegen zu sprechen darüber? Aber das kann ich nicht einschätzen. Du wärst dann damit nicht so alleine! Das nimmt auch ein bisschen Druck.
Aber erstmal wünsche ich Dir
schöne Weihnachten!!!
hexchen _________________ "Es gibt keine vollkommenere Unterwerfung als die, der man den Schein der Freiheit zugesteht." (Rousseau) |
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Yaoi:Store
Anmeldungsdatum: 09.07.2009 Beiträge: 13 Wohnort: Österreich
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Verfasst am: 10.07.2009 12:50 Titel: |
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Hallo an dich, Heike.
Gerade ich als Mensch, der sich selbst immer gleich die Schuld für alles gibt, sollte sich mal selbst an die Nase fassen, wenn ich das jetzt sage, aber...
Versuche das zu vergessen, was mit deinem Sohn passiert ist.
Schließlich ist er ja heil wieder rausgekommen und außerdem:
Sieh es mal von der anderen Seite.
Zwar mag dein Junge in den Teich gefallen sein, warum auch immer, jedenfalls scheinst du dir dafür die Schuld zu geben.
Aber, und das ist essentiell - du hast ihn da wieder rausgeholt und das sicherlich mit vollem Einsatz.
Fehler zu machen ist menschlich, also völlig normal, was dein Verstand sicherlich akzeptiert, nur dein Herz wohl nicht, nicht wahr?
Dennoch, versuche es.
Ich weiß, ich kann es mir wohl kaum vorstellen, da ich keine Mutter bin, aber wie oft habe ich schon gehört, dass es furchtbar anstrengend und Kräfte raubend ist, eine solche zu sein.
Du scheinst dein Kind zu lieben und das ist das Wichtigste.
Es war nicht deine Absicht, dass er dort hineingefallen ist und auch wenn ich mich wiederhole, aber: Du hast ihn da wieder herausgeholt.
Diese kleine 'banale' Ereignis sollte dir nicht dein Selbstvertrauen nehmen, wie schade das doch wäre ;)
Wo, wie hexchen bereits erwähnte, es doch viel schöner ist, einen aufbauenden Menschen im Krankenhaus gegenüber zu haben, als einen, der sich nicht wirklich um seine Patienten schert.
LG, Yaoi:Store _________________ Das Leben hat nunmal keinen Resetknopf. |
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