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Angst-Forum Angstzustände, Panikattacken und Stress - diese Probleme berühren Millionen von Menschen täglich. Für Betroffene und ihre Angehörigen ist es wichtig darüber reden zu können. Dieses Forum will einen Raum dafür schaffen. Ein Herzliches Willkommen an Alle!
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Brina
Anmeldungsdatum: 19.09.2006 Beiträge: 26 Wohnort: Ritterhude bei Bremen
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Verfasst am: 19.09.2006 19:11 Titel: Angst, nichts weiter als Angst |
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Hallo,
ich bin neu hier und ZIEMLICH verzweifelt! Hoffe ihr könnt mir helfen.
Erstmal muss ich damit anfangen das ich körperlich krank bin. Ich habe eine Schuppenpflechte mit Gelenkbeteiligung (Rheuma) und dadurch auch eine ganz schlimme Augenentzündung. Durch mehrere OP´s am linken, kranken Auge, bin ich jetzt auf diesem Auge blind. Habe mich damit abgefunden. Das Rechte Auge war bis vor kurzem gesund und nicht von dieser Entzündung betroffen. Bis letztes Jahr im September auch am rechten Auge eine Entzündung auftrat, die zum Glück nur kurzzeitig war und seit dem nicht wieder aufgetreten ist. ABER!!! Dadurch das das linke Auge nicht mehr so ganz will und der Augendruck sehr niedrig ist, kann es passieren das das rechte Auge sich mit dem kranken Auge sympathisiert und anfängt sich auch zu verabschieden. Das ist zum Glück nicht der Fall....aber ihr könnt sicherlich verstehen wie groß meine Angst ist, das ich irgendwann gar nichts mehr sehen kann. Ich bin 37 Jahre alt habe zwei Kinder die mich brauchen.
Meine Angstzustände und Panikattaken habe ich schon sehr früh gehabt. Da war ich grad mitte 20 als es anfing. Ich hatte Angst vor Krankheiten und das irgendwas schlimmes passiert. Konnte nur mit Licht schlafen. Habe vor ca. 9 Jahren eine Therapie gemacht, die auch wirklich erfolgreich war. Ich hatte Jahrelang ein unbeschwertes Leben, meine Krankheit im Griff und konnte so mein tägliches Leben leben. Das war sehr schön. Aber als letztes Jahr diese Entzündung im rechten Auge anfing, war es, als wenn ein Schalter umgelegt wurde und die ganzen Ängste kamen wieder. Ganz plötzlich! Das ist so schrecklich. Ich will das alles nicht mehr. Ich will doch nur glücklich sein. Ich habe schon so viel in meinem Leben durchgemacht (inkl. einer Scheidung), das ich denke...jetzt reicht es!
Bin seit April wieder in einer Therapie aber bis jetzt merke ich nicht das es irgendwas bringt.
Bitte helft mir, ich bin so verzweifelt.
Lieben Gruß Sabrina |
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Verfasst am: Titel: Anzeige |
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Waldemar
Anmeldungsdatum: 03.01.2006 Beiträge: 65
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Verfasst am: 20.09.2006 10:46 Titel: Re: Brina und @ALL |
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Hallo Brina,
schön, dass Du Dich hier im Forum mit Deinem Beitrag an der Diskussion beteiligst!
Ich richte meine Antwort auf Deinen Beitrag an alle, die das hier lesen:
... Du hast meiner Meinung nach 3 wichtige Worte genannt "... jetzt reicht es!"
Genau darum geht es. Die Wut die in diesem satz steckt, sollte dafür genutzt werden, um selbstverantwortliche Entscheidungen zu treffen!
Aus meiner eigenen Erfahrung heraus weiß ich, welche Macht in diesem satz steckt. Jedoch (wie immer im Leben) hat die sache 2 Seiten:
Seite A: wenn ich diesen Satz mit der Intention der verzweiflung verbinde, richtet sich die macht dieser 3 Worte gegen mich, weil ich verantwortung für mich und das, was mir im leben widerfährt abgebe. ich bin sauer und gebe, wem oder was auch immer, die Schuld an meiner Lage. Und hoffe somit auch auf Hilfe (die am besten von ganz allein und irgendwo her kommen soll, nichts kosten darf und natürlich schnell gehen muss...) von wem oder was auch immer. So bleibe ich in meinem (!) Elend stecken!
Seite B: wenn mich dieser satz "... jetzt reicht es!!!!" wachrüttelt und mich erkennen läßt, dass es an mir selbst ist, die richtige Entscheidung zu treffen, nämlich meine Wahrnehmung auf die Dinge im Leben zu richten, die ich (!) will (!), dann nutze ich diese Energie für die Verbesserung meines Lebens (was auch immer das für den einzelnen bedeutet).
Ich weiß, dass einige von Euch jetzt den Kopf schütteln werden und das, was ich hier schreibe als Unfug abstempeln werden. Und vielleicht sind einige von Euch jetzt auch wütend auf mich...
... egal. Mich haben diese 3 Worte aus meinem Elend (11 Jahre Angst und Panik) geführt.
Nur auf Hilfe von anderen zu hoffen ist zu einfach und funktioniert nicht!
Liebe Grüße an ALLE!
Waldemar |
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Brina
Anmeldungsdatum: 19.09.2006 Beiträge: 26 Wohnort: Ritterhude bei Bremen
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Verfasst am: 20.09.2006 17:52 Titel: Du hast vollkommen recht, Waldemar |
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Hallo Waldemar,
ich muss dir in jedem Wort, das du geschrieben hast, Recht geben. Es ist tatsächlich so, das man A auf die ersehnte Hilfe hoft aber B sie nur bekommen kann, wenn man sich dazu entschließt selbst irgendwas zu ändern. Nur WAS??? Das frage ich mich schon ganz lange. Denn, meine Krankheit ist Tatsache und ich muss mit ihr Leben. Ich habe ja auch die Krankheit bis hierhin akzeptiert, könnte aber nicht damit leben ganz blind zu werden. Dann lieber sterben.
Hast du einen Tipp, wo ich anfangen könnte???
Herzliche Grüße
Sabrina |
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Waldemar
Anmeldungsdatum: 03.01.2006 Beiträge: 65
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Verfasst am: 21.09.2006 07:31 Titel: Re: "... hast Du einen Tipp...?" |
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Hallo Brina!
probier es doch mal mit dem "Angst und Stress Online Coaching".
Auf www.angst-informationen.de findest alle Infos dazu und kannst Dich auch anmelden.
Für Dich, wie für alle anderen gilt: wer sich`s nicht leisten kann, macht kostenlos mit.
LG
Waldemar |
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