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Angst-Forum Angstzustände, Panikattacken und Stress - diese Probleme berühren Millionen von Menschen täglich. Für Betroffene und ihre Angehörigen ist es wichtig darüber reden zu können. Dieses Forum will einen Raum dafür schaffen. Ein Herzliches Willkommen an Alle!
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stardream Gast
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Verfasst am: 08.05.2007 15:55 Titel: Danke Thomas |
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Lieber Thomas
Ich danke dir für die sehr umfassenden Infos.
Ich weiss leider einfach nicht wie ich das ganze anpacken soll. Von ärztlicher Seite her wurden bisher ja keine Angstzustände diagnostiziert... Habe kurz mit meiner Mutter gesprochen gestern Abend und ihr davon erzählt. Sie sagt, dass sich dies alles wieder von selber lösen wird. Es brauche wohl einfach ein bisschen Zeit bis die Ärzte meine gesundheitliche Situation in Griff bekommen und wissen was das Problem wirklich sei. Sie sucht nach Gründen, welche meine Angstzustände auslösen und denkt, es werde nach Finden dieses Auslösers alles sofort wieder gut. Ich selber weiss keinen wirklichen Grund, bis auf das Asthma, aber ich denke nicht, dass alles so einfach ist wie sie es sich vorstellt. sie denkt, dass sich meine Probleme von einem Tag auf den anderen oder so wieder legen würden. Ich weiss es nicht. Ich bezweifle es.
Ich weiss nicht wie ich weiterfahren soll. Wie soll ich mit meinem Arzt sprechen? Was soll ich ihm sagen? Soll ich überhaupt mit ihm sprechen? Sind es wirklich Angstzustände? Oder ist es einfach eine gesundheitlich schlechte Phase (wobei es dauert ja schon länger an und wird immer schlimmer und meine Lebensqualität schränkt sich immer mehr ein)...
Alles Liebe
Stardream |
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*Steffi*
Anmeldungsdatum: 07.04.2007 Beiträge: 18 Wohnort: Bergheim bei Köln
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Verfasst am: 08.05.2007 16:58 Titel: |
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Noch einmal hallo!
Als erstes, ich verstehe gut, dass du jetzt nicht weißt, wie du das am besten angehst.
Zunächst einmal solltest du mit deinem Arzt darüber reden, ihm einfach alles erzählen, was du für Beschwerden und Befürchtungen hast, und dabei nichts auslassen, schließlich unterliegen Ärzte einer Schweigepflicht. Und Ärzte sind nun mal da, um dir zu helfen, also scheu dich nicht, offen mit ihm zu reden.
Sei nicht zu ungeduldig, denn deine Ängste werden sich nicht von heute auf morgen in Luft auflösen. Und vor allem werden sie nicht von selbst wieder verschwinden, vielleicht hast du mal eine Zeit lang Ruhe, aber sie werden wieder kommen. Deswegen musst du etwas dagegen tun!!! Ich finde es toll, dass du das jetzt anpackst. Auch solltest du immer nur kleine Schritte tun, eins nach dem anderen, zu hast schließlich keinen Zeitdruck. Lass dir so viel Zeit wie du brauchst, zu viel auf einmal erschöpft nur.
Deine Mutter hat recht damit, dass man, wenn man die Ursache seiner Ängste kennt, sie dann auch bekämpfen kann. Aber muss man diese Ursache erst einmal herausfinden, und die ist nicht immer von vornerherein klar. Deswegen gibt es Therapeuten, die dir damit helfen und langsam alles aufarbeiten.
Du schaffst das, davon bin ich fest überzeugt! Ja, das wird ein langer Weg werden, aber es lohnt sich!!! Schau mal:
Man möchte sich gerne so verhalten, keine Angst zu haben. Das Ziel ist, ohne Angst zu leben, und das kann man nur erreichen, wenn man zunächst die Dinge mit der Angst tut. Aber etwas trotz Angst zu tun, fühlt sich „falsch“ an, da man ja gewohnt ist, nach seinen Gefühlen zu handeln. Aber nur so kann man letztlich seine Angst in den Griff bekommen, und diese Angst wird noch eine Weile dein Begleiter sein, während du dein Verhalten bereits veränderst.
Im Augenblick hast du Angst, und du hast zwei Möglichkeiten:
-weiterhin Angst haben, grübeln, sich um die Zukunft sorgen, den Situationen aus dem Weg gehen, vor denen du Angst hast. Im günstigsten Fall verbleibt die Angst, um ungünstigsten Fall wird sich die Angst immer weiter ausbreiten.
-die Angst bewusst wahrnehmen, ihre Ursache ergründen, die Ursache verändern und zunächst mit der Angst in die Situation gehen, vor der wir uns fürchten, und mit ihr umgehen lernen. Mit der Zeit wird die Angst überwunden und man kann das Leben wieder genießen.
Jetzt musst du dich nur noch entscheiden, was du tun möchtest!
Liebe Grüße, Steffi _________________ Wer einen Sieg über andere erringt, ist stark.
Wer einen Sieg über sich selbst erringt, ist mächtig. |
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tstreiti@gmx.at
Anmeldungsdatum: 08.05.2007 Beiträge: 21 Wohnort: Salzburg
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Verfasst am: 08.05.2007 17:00 Titel: Ärzte geben selten diese Diagnose!!! |
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Ich glaube, mir hätte niemals jemand meine Diagnosen gestellt, wenn ich nicht selbst die Zügel in die Hand genommen hätte. Niemand nahm mich ernst. Viele Ärzte meinten, dass ich simuliere,... ! Das ist leider immer noch ein normales Schicksal, da viele Menschen (auch Ärzte) leider zu konservativ sind und nicht mit der Zeit gehen.
Um dich besser Unterstützen zu können, brauche ich ein paar Angaben zu deiner Person und Situation!
Wie alt bist du? Bist du m oder w? Woher kommst du? (die letzten zwei Fragen sind nicht wichtig, nur aus reinem Interesse, um mir ein Bild machen zu können)
Wann fing der Horror an (plötzlich oder schleichend)?
Seit wann hast du welche Symptome?
Wann wurde dir Asthma diagnostiziert?
Bei welchen Ärzten warst du schon, wann; was haben diese Untersucht beziehungsweise behandelt? Diagnose?
Kennst du ähnliche Symptome, wie sie nun sind, bereits aus deiner Vergangenheit (vielleicht leichter) oder sind diese komplett neu für dich?
Ich hätte noch eine Menge Fragen mehr, aber beantworte zuerst diese *(nur wenn du möchtest, klarerweise! Brauchst dir allgemein keine Sorgen zu machen, da ich dich nicht kenne und somit niemand, von dem du es nicht willst, etwas erfahren könnte. Ich bin mehr oder weniger ein anonymer Beiwohner, der dir eventuell aus Erfahrung helfen kann. Ich weiß wie es ist, wenn man verzeifelt ist und ich kann mich sehr gut in deine Situation versetzen.)
* und der Rest wird sich dann wahrscheinlich ergeben oder ich frage dann noch einmal nach!
Bis hoffentlich bald
Thomas _________________ Die Dinge sind wie sie sind! Immer zuerst den IST-Zustand annehmen/akzeptieren und erst dann nach und nach die unerwünschten Symptome,... herauskristallisieren und abarbeiten! |
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tstreiti@gmx.at
Anmeldungsdatum: 08.05.2007 Beiträge: 21 Wohnort: Salzburg
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Verfasst am: 08.05.2007 17:11 Titel: Ich kann Steffis Aussage nur unterstützen, ... |
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... möchte jedoch hinzufügen, dass es, wie Steffi sicher aus eigener Erfahrung kennt, sehr schwierig ist sich selbst einzugestehen, dass man eine psychische Beeinträchtigung hat, da dies gesellschaftlichbedingt sehr schwierig ist.
Ich finde es extrem wichtig alles genau abzuwiegen, sodass du dir bewusst eine Diagnose eingestehen kannst und dann nach und nach an deinen Problemen arbeitest.
Es wird nicht viel bringen, wenn du einfach genau das machst, was ich, oder ein anderes Mitglied des Angst-Forums schreibt. Meiner Meinung nach ist es viel wichtiger in dich heinzuhören, unter Berücksichtigung der Erfahrungsberichten, welche wir dir geben können, und zu schauen, was dir helfen könnte. Mach niemals blind, was der oder die sagt, nur weil du verzweifelt bist. Wiege ab und schaue, was für dich am Besten passt, auch wenn es in der momentanen Situation schwierig ist.
Bis bald
Thomas _________________ Die Dinge sind wie sie sind! Immer zuerst den IST-Zustand annehmen/akzeptieren und erst dann nach und nach die unerwünschten Symptome,... herauskristallisieren und abarbeiten! |
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