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Angst-Forum Angstzustände, Panikattacken und Stress - diese Probleme berühren Millionen von Menschen täglich. Für Betroffene und ihre Angehörigen ist es wichtig darüber reden zu können. Dieses Forum will einen Raum dafür schaffen. Ein Herzliches Willkommen an Alle!
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binchen
Anmeldungsdatum: 11.10.2008 Beiträge: 3
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Verfasst am: 11.10.2008 17:29 Titel: Angst vor Krankheit und Tod |
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Immer wieder hatte ich (44, w.) in meinem Leben mit Depressionen und Ängsten zu kämpfen, die letzte Zeit ging´s mir eigentlich ganz gut, ich konnte vor ca. einem halben Jahr meine Antidepressiva absetzen und war relativ stabil. Da ich wegen eines traumatischen Erlebnisses bei der Geburt meines Sohnes seit 8 Jahren nicht mehr beim Frauenarzt war, aber seit einiger Zeit unter Wechseljahresbeschwerden leide, beschloss ich, zu der Frauenärztin in meinem Wohnort zu gehen.
Schon bei der Erstuntersuchung nötigte sie mich mehr oder weniger zu einem HPV-Test (IGEL-Leistung) und stellte einen Knoten in meiner linken Achselhöhle fest, den ich vorhernoch nie ertastet hatte und auch bei den unzähligen Abtast-Versuchen nachher nie feststellen konnte. Sie überwies mich zur Mammografie. Bis zu dem Mammografietermin lebte ich eine Woche lang in fast nicht zu kontrollierender Todesangst, vor Allem war mir der Gedanke, meinen kleinen Sohn allein lassen zu müssen wegen einer tödlichen Krebserkrankung, unerträglich. Glücklicherweise wurde bei der Untersuchung ausser leicht geschwollenen Lymphknoten aber nichts gefunden. Nach vier Wochen bekam ich dann einen Brief meiner Ärztin, es wäre beim Abstrich ein leicht entzündlicher Befund aufgetreten und ich sollte einen Termin in 2 Monaten vereinbaren. Als ich leicht beunruhigt in der Praxis anrief, teilte mir die Frauenärztin mit, bei mir sei eine Infektion mit High-risk-HPV-Viren festgestellt worden. Da ich mich vorher im Internet schlau gemacht hatte, wusste ich, dass damit eine erhöhte Wahrscheinlichkeit einer Gebärmutterhalskrebs-Erkrankung einher geht und bekam Angst. Beim nächsten Termin einen Tag später, den ich wg. dieser Angst ausgemacht hatte, teilte sie mir mit, mich in Zukunft möglichst engmaschig kontrollieren zu wollen und empfahl mir zusätzlich, als ich sie nochmals auf meine Neigung zu Angst und Depression hinwies, mich im Krankenhaus prophylaktisch ausschaben zu lassen, da ich ja, weil ich "etwas fülliger" bin, "der Typ für Gebärmutterkrebs" wäre.
Danach ging ich wie betäubt nachhause und seitdem ist kein Tag vergangen, an dem ich nicht permanent Angst davor hatte, an Krebs zu erkranken und sterben zu müssen, begleitet von extremen Schuldgefühlen meinem kleinen Sohn gegenüber, ihn durch meinen frühzeitigen Tod zu traumatisieren.
Leider sind im Moment sowohl mein Psycho-Arzt, als auch meine frühere Frauenärztin in Urlaub, so dass ich nicht mit Ihnen darüber reden kann, mein Mann will von der ganzen Sache auch nichts hören und geht einfach darüber hinweg. Vielleicht könnt Ihr mir ja sagen, was ihr von dieser ganzen Geschichte haltet und wie ich am Besten damit ungehen kann?
Liebe Grüsse Binchen |
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Google
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Verfasst am: Titel: Anzeige |
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hexchen

Anmeldungsdatum: 14.02.2008 Beiträge: 448
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Verfasst am: 14.10.2008 14:09 Titel: |
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Hallo binchen,
was werden Dir denn da für Sorgen aufgebürdet!? Ich finde, das hört sich nach Panikmache an. Ich bin selber auch viele Jahre nicht mehr bei Ärzten gewesen wegen schlechter Erfahrungen. Vor allem mein damaliger Hausarzt suchte mehr und mehr nach Krebs. Das ist schwer, sich dagegen zu wehren. Im Nachhinein denke ich, dass er selber Probleme damit hatte und das auf seine Patienten umverteilt hat. Ärzte sind auch nicht perfekt, auch wenn sie gern so tun. Seit meinem Tagesklinikaufenthalt gehe ich wieder zu den wichtigen Arztterminen. Aber immer noch mit Argwohn.
Was mir schon nicht gerade gelungen vorkommt, ist, dass die Frauenärztin keinen Lymphknoten erkennen kann. Meine Güte. Sowas hat man bei kleinen Infektionen. Da muss man nicht gleich nach Krebs suchen, sondern nach der Infektion. Und was ich total heftig finde, ist die Sache, dass Du wegen einer "etwas fülligeren" Figur ein Typ für Gebärmutterhalskrebs sein sollst. Da müssten sich hier verdammt viele aber mal eben schnell ausschaben lassen ... unmöglich! Das ärgert mich total!
Wann kommt denn Deine frühere Gynäkologin wieder? Ich würde dahin gehen und mit ihr sprechen, was zu tun ist. Deine Sorgen sagen. Also, ich würde zu der anderen nicht wieder gehen. Die macht Dir unnötig viel Angst.
Angst vor Krebs hat doch jeder, ich auch. Aber ich mag nicht, wenn man damit unnötig terrorisiert wird. Kein Wunder, dass Du Dir Sorgen machst! Aber Du hast doch gar keinen Krebs!
Wie alt ist denn Dein Sohn? Lass Dir die Freude an Deinem Kind nicht nehmen von einer ängstigenden (oder selber ängstlichen ...) Ärztin!!!
Lieben Gruß vom hexchen _________________ "Es gibt keine vollkommenere Unterwerfung als die, der man den Schein der Freiheit zugesteht." (Rousseau) |
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Elli
Anmeldungsdatum: 28.03.2007 Beiträge: 1248 Wohnort: Bayern
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Verfasst am: 15.10.2008 08:07 Titel: |
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Hallo binchen,
zuerst mal möchte ich dich hier herzlichst Willkommen heißen. Bitte entschuldige die Verspätung.
Tja, deine Angst kann ich total gut verstehen. Ist ja auch der Hammer von dieser Ärztin Das liebe Hexchen hat mir schon viel vorweg genommen, ich sehe das genauso, kann ihr nur Recht geben.
Es ist ja auch völliger Blödsinn! Auch ich bin fülliger, deshalb bin ich noch lang kein Krebskanditat. Das hab ich auch noch nie gehört. Hm, bei mir war es ähnlich. Ich hatte 2 schwierige Geburten, bin danach zwar regelmäßig zur Krebsvorsorge, das war immer mit Angst verbunden. Dann war ich 3 Jahre garnicht mehr, hatte aber immer wieder Unterlaibsprobleme- ewige Periodenschmerzen, ähnlich wie Vorwehen. Ich sah mich auch schon auf dem Friedhof, dachte immer an meine Kinder, die ich dann alleine zurück lassen müßte. Vor 2 Monaten bin ich dann doch endlich mal zum Doc, ich bin fast gestorben vor Angst. Und was kann ich sagen,, alles okey,, Mein Gott war ich froh. seit dem sind auch die Beschwerden fast weg. Naja, die Mamog. steht noch aus, aber das mach ich auch noch obwohl ich davor auch totale Panik habe.
Ich denke die Angst vor dem Sterben ist völlig normal, besonders wenn wir unsere Lieben zurück lassen müßten. Ich bin mir jedoch ganz sicher das du keinen Krebs hast, ganz sicher nicht. Wenn möglich, lass es so bald wie möglich abklären und du wirst sehen,, Alles wird gut,,
Ich wünsche dir alles erdenklich Gute und Zuversicht, hab nicht soviel Angst, es ist bestimmt alles okey!
Liebe Grüße, elli
Ps. Huhu Hexchen, schööööön das du wieder hier bist  _________________ es ist schon schlimm genug die Erfahrung mit Angstzuständen machen zu müssen, jedoch eine große Hilfe nicht ganz allein zu sein , in dem man sich evtl. austauschen kann! Dies geht eben nur mit Betroffenen! |
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walburga73
Anmeldungsdatum: 02.04.2008 Beiträge: 285 Wohnort: Eschweiler
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Verfasst am: 20.10.2008 11:59 Titel: |
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Hallo Bienchen,
hab das auch hinter mir.Mein Pap liegt seit ca.3 Jahren immer so zwischen zwei und drei.Meine alte Ärztin hat das alle drei Monate kontrolliert und gut war.Aber die ist letztes Jahr in Rente gegangen und eine junge Ärztin hat die Praxis übernommen.Die Frau ist auch echt super nett,keine frage.Aber was hat die mich wahnsinnig gemacht wegen diesen Werten.Ich müsste unbedingt zur Konisation und wenn kein Kinderwunsch mehr bestünde sollte ich mir am besten direkt die ganze Gebärmutter entfernen lassen.
Ich war fertig.Nur noch Panik.
Ich bin dann zum Krankenhaus und hab ne Ausschabung bekommen.Und was war das Ende vom Lied?Diese HPV Viren hab ich garnicht,sondern nur ne chronische Entzündung!
Also Kopf hoch!Geh zur Not zu zehn verschiedenen Ärzten,aber lass dich nicht von einem so Wahnsinnig machen. |
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binchen
Anmeldungsdatum: 11.10.2008 Beiträge: 3
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Verfasst am: 21.10.2008 14:47 Titel: |
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@ hexchen, Elli & Walburga73:
Zuerst mal vielen Dank für eure einfühlsamen und aufbauenden Worte!
Irgendwie hat die Benachrichtigungsfunktion für Antworten zu meinem Beitrag hier nicht richtig funktioniert, heute hab ich dann mal reingeguckt und siehe da, gleich drei liebe Antworten, ich hab mich sehr gefreut.
Gerade heute konnte ich sie aber auch gut gebrauchen, denn heute war mein Termin bei meiner früheren Frauenärztin (wäre ich doch gleich zu ihr gegangen...), die sehr verständnisvoll reagiert hat und meine Ängste hinsichtlich des Krebses auch ein bischen dämpfen konnte.
Ihrer Meinung nach wird um den HPV-Test ein viel zu grosses Brimborium gemacht und sie sagte mir, dass dieses positive Ergebnis allein noch garnichts bedeuten würde und ein halbjähriger PAP-Test-Rythmus absolut ausreichen würde.
Die Sache mit "fülligere Frauen sind der Typ für Gebärmutterkrebs" habe ich vor lauter Aufregung ganz vergessen anzusprechen, dass das aber sozusagen diagnostischer Dünnpfiff ist, konnte ich trotz meiner Angst auch schon vorher fühlen.
Auf jeden Fall geht´s mir jetzt schon besser, nächste Woche habe ich noch einen Termin bei meinem Psycho-Doc, bei dem ich mir ein paar Tipps holen werde, wie ich mit der Angst am Besten umgehen kann, mal schauen, was er sagt.
@ hexchen: Mein sohn ist 7 und ich werde, wie du ja schreibst, mir die Freude an ihm von so ´ner blöden Ärztin nicht nehmen lassen.
Noch mal vielen Dank an Euch!
Liebe Grüsse Binchen |
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