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Angst vor schlimmen Krankheiten
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kruemmel



Anmeldungsdatum: 26.04.2007
Beiträge: 244
Wohnort: Baden-Württemberg

BeitragVerfasst am: 26.04.2007 22:30    Titel: Angst vor schlimmen Krankheiten Antworten mit Zitat

Hallo,
ich bin neu hier und gerade total verzweifelt.
Seit ca. 2 Jahren geht es mir echt übel und es wird immer schlimmer, manchmal auch besser.
Angefangen hat es, dass ich ein ziehen im Unterleib hatte. Es wurde Blinddarm, Frauenarzt, Leistenbruch usw. ausgeschlossen. Sogar die Darmspiegelung brachte nichts. Vorher hatte ich allerdings auch schon ein halbes Jahr Zahnschmerzen und musste über einen Zeitraum von 6 Monaten 3x Antibiotika wegen Lunge, Mandeln usw. nehmen. In dieser Zeit trat auch das erste Mal meine Herzbeschwerden auf. Beim Einschlafen bekam ich plötzlich 130 Puls und einen Blutdruck von 150 zu irgendwas. Nein, ich habe nicht geträumt oder so. Als ich am nächsten Tag zum Doc ging, sagte er mir manchmal merkt man sein Herz und bekommt Angst.
Nach einem halben Jahr ging mein Ziehen in der Leistengegend weg, oder das ich bis heute weiss, was es war. Danach hatte ich sehr oft Herzrasen, war auch bei einem Kardiologen, der hat auch nichts gefunden.
Dann zwickte mal der Bauch (meine Gedanken, O Gott, jetzt hast Du ein Magengeschwür), mal zucken die Beine, mal taten die Waden weh (jetzt kommt Trombose), mal der Kopf (Gehirntumor) usw. usw. .
Das alles bis Heute. Ach übrigens stellte man nach einem Jahr mäßiger Zahnschmerzen fest, dass ich eine Entzündung am Zahn habe. Ist mit einer Wurzelbehandlung hoffentlich erledigt. Aber seit ca. 2 Monaten pikst es schon wieder, der Zahnarzt sagt aber man sieht noch nichts auf dem Röntgenbild (ist noch zu früh). Jetzt habe ich Angst, dass da noch eine Entzündung ist und diese sich im Körper verteilt. (Herz).
Wegen allem renne ich ständig zum Arzt, weil ich Angst habe, ich könnte sterben und meine Kinder wären ohne mich.
Such dringend schon eine Psychotherapie, doch die Wartelisten sind lange.
Hat jemand ähnlich Erfahrungen gemacht und kann mir Mut machen, oder helfen?
Gruß kruemmel
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Verfasst am:     Titel: Anzeige

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wolpi



Anmeldungsdatum: 22.03.2007
Beiträge: 28

BeitragVerfasst am: 28.04.2007 07:00    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Kruemmel,

also, man sollte ja nicht von sich auf andere schließen, aber ich entdecke bei deiner Schilderung schon einige Ähnlicheiten und mein erster Gedanke war: ganz klare Überlastungszeichen!!!!


Und du hast dich bisher eindeutig richtig verhalten: körperlich Symptome wie Herz, Bauch, etc. müssen von Fachleuten abgeklärt werden. Wenn dann auch noch verschiedene Fachleute feststellen, dass keine Bedrohung vorliegt, dann musst du das Vertrauen entwickeln und ihnen glauben, damit du das Thema abhaken kannst.

Zu deiner Entzündung am Zahn würde ich dir Homöopathie empfehlen, die da gut Wirkung zeigt, bis dein Zahn behandelt wird.

Suche dir Informationsmaterial über die Angst. Lies die Infos dieser Site durch. Ich selbst habe ine gute Broschüre von meiner Hausärztin bekommen. Da kannst du vieles über die körperlichen Symptome einer Angst nachlesen und lernen, diese anzunehmen, ohne Angst vor einer tödlichen Krankheit zu haben.

Der Weg zum Therapeuten ist richtig. Bleib am Ball. Bis dahin: wer steht dir im Familien- und Freundeskreis bei? Hast du jemanden in deiner Familie, dem du di Angst um deine Kinder mittelen kannst, wenn dir was passiern würde? Versuche deine Lasten "zu verteilen", in dem du jemandem mitteilst. Gespräch mit anderen helfen, den Blickwinkel gerade zu rücken. Damit will ich sagen, dass Gedanken, die nur im eigenen Kopf kreisen leicht Formen annehmen, die so einfach nicht realistisch sind. Im Gepräch mit anderen findet man wieder zur Messlatte zurück und die große Angst kann genommen werden.

Gruß
Wolpi
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kruemmel



Anmeldungsdatum: 26.04.2007
Beiträge: 244
Wohnort: Baden-Württemberg

BeitragVerfasst am: 28.04.2007 14:30    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für Deine Worte, du hast mir wieder Mut gemacht. Ob ich jemanden zum Reden habe. Ist leider schwer, mein Mann ist nur noch genervt, wenn ich sage mir tut etwas weh und von meinen Ängsten spreche. Verständnis, oder verstehen kann er es nicht. Leider habe ich in meiner eigenen Familie nur noch eine Schwester und die ist schon lange der Ansicht ich sollte mich in Therapeutische Behandlung begeben.
Bei der war von Anfang an alles psychisch und die hat nie die Möglichkeit in Betracht gezogen, es könnte auch organisch sein.
Einen Therapeuten zu finden ist leider schwer und im Moment bräuchte ich so dringend jemanden zum reden und einer der mir hilft.
Vielleicht kann dieses Forum mir etwas helfen.
Sämtliche Psychotherapeuten mit Verhaltenstherapie haben Wartezeiten von einem halben bis ganzen Jahr.
Ich versuch über Museklentspannung und Bücher jetzt etwas zu erreichen, bis ich einen Therapeuten gefunden habe.
Freue mich auf weitere Nachrichten.
Gruß kruemmel
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Chi
Gast





BeitragVerfasst am: 24.05.2007 17:12    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo kruemmel,
wie gehts dir denn momentan so. ich habe gerade deinen Bericht gelesen.
Ich leide unter anderem auch unter den gleichen Symtomen wie Du.
Bin Jahre lang von einem zum anderen Arzt gerannt. Und nichts war. Man nennt diese Angst Hypochondrie. Ich kann dir den Tipp geben viel Sport zu machen, die Idee mit der Muskelentspannung ist auch super hab ich in einer psychosomatischen Klinik gemacht. Ich bin im moment auch auf der suche nach Betroffenen mit denen man sich austauschen kann, die Menschen die diese JKrankheit nicht haben können es nur schwer nachvollziehen. Woher kommst du und wie Alt bist Du. Ich heiße Sina und bin 21 aus Karlsruhe. Würde mich freuen
wenn du zurück schreibst. LG Sina
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kruemmel



Anmeldungsdatum: 26.04.2007
Beiträge: 244
Wohnort: Baden-Württemberg

BeitragVerfasst am: 24.05.2007 21:44    Titel: Hallo Chi Antworten mit Zitat

Ich bin 33 Jahre alt und komme aus der Nähe von Würzburg. Bin verheiratet und habe zwei Jungs. Das macht es eben noch schwerer.
Hatte keine super Kindheit und möchte dass meine Familie zu aufwächst wie man es sich wünscht. Spießig nämlich Mama, Papa und die Kinder. Jetzt habe ich natürlich bei allen Wehwechen Angst, ich könnte sterben und meine Kinder müssen ohne Mami aufwachsen.
Mittlerweile weiß ich selbst nicht mehr was was ausgelöst hat. Die Psyche die Beschwerden oder die vielen Beschwerden die Psyche.
Habe jetzt einen Arzt gefunden der Naturheilkunde und Psychotherapie macht. Wobei ich eigentlich nicht auf Spirituelles stehe oder daran glaube. Bin eigentlich voll der Tatsachenmensch.
Aber man nimmt irgendwann alles an, wenn es hilft.

Habe ein Buch über somatoforme Krankheitsbeschwerden gelesen und muss mich jetzt damit konfrontieren, dass es psychische Ursachen hat.

Wie geht es dir so? Hast du auch hauptsächlich Herzprobleme? (die eigentlich keine sind).

Gruß kruemmel
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