Angst-Forum
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Bin am Ende!!
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marypoppins01



Anmeldungsdatum: 05.03.2007
Beiträge: 20
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 28.03.2007 13:23    Titel: Bin am Ende!! Antworten mit Zitat

Hallo!!!

Ich hatte meine erste Panikattacke 1996...streßbedingt....danach war lange Ruhe.

Bis 2001 hatte ich Ruhe, als ich mich von meinem Mann getrennt habe und mit zwei Kindern alleine gelebt habe und auch arbeiten gegangen bin, war ich total ausgepowert und bin völlig zusammen gebrochen.
Ich hab dann einige Zeit bei meinen Eltern gelebt, habe eine Therapie angefangen.
Ich habe mich ein Jahr später wieder bekrabbelt...bin wieder arbeiten gegangen von zu Hause wieder ausgezogen, habe einen Mann kennengelernt, mit dem ich bis heute zusammen bin und wir haben auch eine gemeinsame Tochter inzwischen.

2003/2004 hatte ich viel Streß auf der Arbeit.....wurde gemobbt und bekam wieder erneute Angstzustände und Panikattacken.
Ich habe meinen Beruf aufgegeben........

Ich wurde dann schwanger, in der Zeit ging es mir komischerweise so gut wie nie, trotz, das es eine Risikoschwangrschaft war.
Ich habe mich nach anfänglichen Zweifeln wahnsinnig auf dieses Kind gefreut und hatte während der ganzen Schwangerschaft keine Angstzustände, es war wie weggeblasen.

Bis jetzt......

Seit Februar diesen Jahres geht es mir mehr als bescheiden. Ich habe beinahe jeden Tag oder Nacht Panikattacken...kriege kaum noch was gebacken, weil es mich so beschäftigt, weil ich so Angst vor der Angst habe.
Ich habe sogar eine ganze Woche nur im Bett gelegen, weil ich nur noch geweint habe und so müde und kaputt war, hab mich gefühlt wie eine alte Frau....
Ich hab mit der Therapeutin geredet, hatte mehrere Gespräche mit meiner Hausärztin.......die meint es sei burn out oder eine Depression.

Kurz und knapp gesagt, mir geht es immer noch nicht viel besser, aber ich funktioniere halt,mache meine Aufgaben, jeden Tag, mal gut mal weniger gut......trotzdem, die Lebensfreude ist weg.....ich fühl mich echt wie ferngesteuert und weiß gar nicht mehr was das alles so soll und habe tierische Angst, das es jetzt immer so bleibt......das ich irgnetwann durchdrehe...und was dann??????
Ich habe Angst, das ich meinen Kindern keine gute Mutter bin und das mein Lebensgefährte mich verläßt, wenn ich weiter so daneben bin...mir ist das auch peinlich, ich mein ich kenne Leute, die haben wirklich schlimme Sachen in ihrem Leben durch und die kommen irgentwie besser durch als ich.........wieso???
Hört sich doof an, aber manchmal denke ich ( oder im Moment sehr oft, das ich ein Weichei bin)
Deswegen rede ich auch mit niemanden darüber, versuche es so gut es geht zu verbergen.....

Lieben Dank fürs zu hören

Katja
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Waldemar



Anmeldungsdatum: 03.01.2006
Beiträge: 65

BeitragVerfasst am: 28.03.2007 14:16    Titel: Du... ein Weichei? Antworten mit Zitat

Hi Katja!

lese gerade Deinen Beitrag. Danke, dass Du Dich hier an der Diskussion beteiligst!

Wenn Du ernsthaft in Erwägung ziehst, Dich selbst mit einem "Weichei" zu vergleichen, dann wäre doch erst einmal zu klären, was genau ein s.g. "Weichei" ist...

Für mein Verständnis ist ein "Weichei" auf keinen Fall jemand, der trotz Angst und "Seelenschmerz" an andere denkt und für sie da ist...

Im übrigen: ich denke es ist keine gute Strategie, die Angst vor anderen (damit meine ich Partner, gute Bekannte, Freunde und Verwandte - jedem Fremden muss es wirklich nicht auf die nase binden) zu verbergen. Damit verbaut man sich selbst oft die Chance, dass einem Menschen, denen man etwas bedeutet, helfen können...

Bleib`stark!!! und sucht Dir "Verbündete", die Dir zur Seite stehen, wenn Du mal eine (wohlverdiente) Pause brauchst.

Liebe Grüße
Waldemar
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marypoppins01



Anmeldungsdatum: 05.03.2007
Beiträge: 20
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 28.03.2007 17:15    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Waldemar!

Lieb von dir, das du mir so schnell geantwortet hast.

Tief in mir drin, weiß ich auch, das du Recht hast.....aber im Moment ist es so wahnsinnig anstrengend " normal" zu denken.
In meinem Kopf mache ich alles schlimmer als es ist und wenn ich nicht gerade damit beschäftigt bin, mir lebhaft vorzustellen, das ich ja bald sterben oder schwer krank werde, dann habe ich Panik, das meinem Lebensgefährten, meinen Kindern usw. etwas schreckliches zustoßen könnte.
Es ist krank ich weiß, aber ich weiß nicht was ich tun soll, damit es aufhört.
Draußen ist das Wetter wohl super...die Sonne scheint es ist warm....Frühling....mich macht das traurig....kurios...ich weiß...ich wär froh es würde regnen.

Mit dem Hilfe holen, also aus meinem Bekannten und Verwantenkreis, dazu haben mir meine Ärztin und meine Therapeutin auch geraten......es ist für mich so wahnsinnig schwierig, weil ich ein Mensch bin, der immer lachend, fröhlich durch die Gegend läuft.....mir geht es immer gut ( scheinbar) machmal meine ich, ich bin schizophren....
wenn ich alleine bin, dann lache ich kaum...ich weine viel und fühl mich elend......aber ich traue mich nicht jemand das zu zeigen...auch mein Lebensgefährte kriegt das meistens nicht mit, da er viel arbeiten geht und wenn er dann mal zu Hause ist, setzte ich eine Maske auf......das passiert schon automatisch.....ich brauch mich da nicht für anzustrengen......wenn ich wieder alleine bin...fällt alles von mir ab......die einzige die mich oft weinen sieht ist meine kleinste Tochter, die wird im Sommer 2 Jahre.......

Also wie gesagt, für mich ist es schwer mir da Hilfe zu holen, ich tu mich schwer mit dem fragen und wenn mich einer fragt, ist ja immer alles in Ordnung, also sage ich.
In Wirklichkeit hätte ich so gerne mal Hilfe.....ich würde so gerne einmal ungeschminkt und traurig nach draußen gehen und mal ehrlich antworten :" hey mit geht es sch........"
ich weiß nicht warum ich mir das nicht eingestehe.......das ist auch ein Problem, über das wir in der Gesprächstherapie reden.

Leider habe ich mich mittlerweile von einem Rudeltier , sehr zu einem Einzelkämpfer gemausert.......ich habe mich von vielen Leuten abgewand und einfach den Kontakt abgebrochen......bin ein Stubenhocker geworden.

Die einzigen Menschen die ich regelmäßig um mich habe, ist meine Familie, also auch Mutter, Bruder usw....
aber da ich in ihren Augen eh immer ein " Problemkind" war , auch heute mit 31 Jahren....kann ich gerade vor ihnen nicht die Hüllen fallen lassen....denen muß ich ja immer beweisen, das ich es alles alleine kann. Ich weiß das das dumm ist.

Im Moment zeigt mir mein Körper und meine Seele nur sehr genau, das das so überhaupt alles nicht richtig ist.

Ich weiß auch nicht, ich finde im Moment alles so anstrengend.Mich beunruhigt es so, das diese Phase so lange dauert. Manchmal hab ich auch einen etwas besseren Tag zwischendurch....und am nächsten Tag bin ich wieder so down......


Danke fürs lesen

liebe Grüße

Katja
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jumpy



Anmeldungsdatum: 28.03.2007
Beiträge: 4
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: 28.03.2007 18:17    Titel: Re: Bin am Ende!! Antworten mit Zitat

alles hat ein ende, nur die wurst hat 2. was ich damit sagen will: da ist deine krankheit, die dir so zu schaffen macht.
aber keiner versteht dich ( sie versuchen es nicht einmal, ich kenne das zu genüge, da heißt es immer du mußt das und das machen, stell dich nicht so an, alles halb so schlimm, du bist keine gute mutter usw.)
wenn es anders ist, verzeih, aber ich habe halt diese erfahrung gemacht. es waren immer diese wohlgemeinten ratschläge.
die andere seite der (wurst).
du hast kinder, die du lieb hast, die dich lieben.
du bist ein wertvoller mensch und hast ein recht auf...liebe
die ängste zwingen dich dazu, dich mit dir selbst zu beschäftigen ( wer tut das schon)

...ich leide seit 2000 unter Angstattacken und bin durch schlimme zeiten gegangen. Ich habe auch heute noch manchmal anfälle, aber ich weiß, es bringt mich nicht um. UNd du schaffst das auch, denn du wirst geliebt ...und liebe schafft raum, macht weit, macht empfänglich für die Schönen Seiten des Lebens. Und die gibt es immer noch....das habe ich erfahren drüfen....
ein paar tipps: gehe kreativ mit deiner angst um, mal e zeichne. gib der angst einen Namen, sprich mit ihr wie mit einem freund. Unsinn? keines wegs, ich hab gut erfahrunge damit gemacht
Schreib dir deine Angst von der Seele.
Also liebe dich etwas mehr.....
Jemand, der sich liebt ist:

Ein – verstanden mit sich und der Welt
Nimmt sich an, wie er ist
hat Vertrauen in sich
kann mit Fehlschlägen besser umgehen
hält sich für wertvoll
ist in der Lage, sich zu verzeihen
handelt verantwortungsbewußt
geht achtsam mit sich und der Umgebung um
übernimmt Verantwortung für sich
Damit kannst du Streß abbauen:

Tief einatmen, die Brust nach vorne wölben, die rechte Hand zur Faust ballen und in Höhe des Brustbeins (Thymusdrüse) rhythmisch auf die Brust klopfen. Entlocke deiner Kehle dabei ein tiefes „Ho ho ho“. Die Thymusdrüse steuert den Energiefluß in den Meridianen. Dieser wird durch das Klopfen verbessert.

vielleicht konnte ich dir ein wenig helfen


Reiner Very Happy
_________________
"Liebe das Leben und lebe die Liebe"
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marypoppins01



Anmeldungsdatum: 05.03.2007
Beiträge: 20
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 28.03.2007 21:23    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Reiner!!!

Ganz lieben Dank für deine Antwort.

Ist schon komisch, das du mir geantwortet hast,da du nämlich heute mittag zur selben Zeit hier online warst wie ich. Deswegen war ich auch neugierigerweise auf deiner Homepage, die mir übrigens gut gefällt.
Du bist auf dem Gebiet der Angst ja wohl ( leider) ein alter Hase und hast schon viele Erfahrungen gemacht.
Tut schon gut sich mit jemanden wie dir auszutauschen.

vielleicht hast du Recht, vielleicht sollte ich mal wieder schreiben ( hab ich früher viel getan) aber im Moment sitz ich in so einem Schneckenhaus und komm da nicht raus...dazu kommt noch die Angst, das es zusammenbricht, das ich mein wahres Gesicht zeige, das meine Mitmenschen nicht damit zurecht kommen......vielleicht verlassen werden???
Einer meiner größten Ängste ist auch, das ich Tabletten nehmen soll.Ich hatte mal welche und da war ich so neben der Spur...seitdem hab ich auch Angst davor......ich kann nicht mal Kopfschmerztabletten schlucken...aus Angst vor Nebenwirkungen.....
Wenn ich so eine richtige Panikattacke habe, würde ich mir am liebsten ne Spritze geben lassen, das es aufhört und ich zu Ruhe komme.....aber ich denke du kennst das alles.
Ja mit sich selbst auseinandersetzen....das ist so ne Sache
ich habe in meiner Therapie erkannt, das meine ständige Geschäftigkeit
daher kommt, das ich die Ruhe nicht haben kann, weil, da müßte ich ja mal nachdenken,vielleicht über mich???ein unagenehmes Gefühl.
Meine Attacken kommen auch immer in Ruhephasen, also habe ich mir angewöhnt kaum Ruhephasen zu haben........

Es ist total paradox, ich weiß eigentlich was los ist und warum, aber ich schaffe es einfach nicht das Problem an den Hörnern zu packen.....ich glaub ich bräuchte mal sowas wie einen Coach, der mich an die Hand nimmt und mir sagt wie ich erstmal was zu regeln habe.

Solange wie ich auf mich allein gestellt bin,wird es erstmal so weiter laufen befürchte ich.Das ist auch ein Grund, warum ich mich oft als Versagerin sehe...ich krieg ja nicht mal mein eigenes Leben auf die Kette......
Nur ich habe imme mehr das Gefühl das ich mein Leben verschenke, wieviele Tage habe ich jetzt schon vergeudet?Wegen so einem Blödsinn?? Ich werde das Gefühl nicht los, das mir das später mal sehr leid tun wird......kennst du das?

Viele lieb Grüße und einen schönen Abend

Katja
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