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Angst-Forum Angstzustände, Panikattacken und Stress - diese Probleme berühren Millionen von Menschen täglich. Für Betroffene und ihre Angehörigen ist es wichtig darüber reden zu können. Dieses Forum will einen Raum dafür schaffen. Ein Herzliches Willkommen an Alle!
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casyjopaya75
Anmeldungsdatum: 21.03.2007 Beiträge: 27
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Verfasst am: 23.03.2007 10:56 Titel: |
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Hallo michi
es ist toll, immer wieder post zu bekommen, dass eine Antwort kam:-) Hierfür nochmal danke! Also ich nehme seit 2 Jahren Opipramol (Insidon) ein. Als ich vor 2 Jahren ebenfalls ganz schlimm erkrankt war, hat es mir mit der Zeit geholfen. Ob es nun von den Medis kam, oder aber, weil ich , wie du vorgeschlagen hast, das Rausgehen geübt habe, mag ich nicht zu beurteilen. Ich habe das damals so üben müssen, wie du grad schreibst. Immer schrittweise. Mein Therapeut hatte mir da meine Aufgaben erstellt, die ich dann täglich ausführen musste, halt immer 2 oder 3 schritte weiter, stehen bleiben, auch wenn die Angst gross wird, nicht zurücklaufen oder schauen. Meine Mutter hatte mir damals dabei sehr geholfen, auch meine Schwägerin. Es war schön, dass die Hilfe damals so gross war, denn allein hätte ich es gar nicht ausprobiert. Heute weiss ich, dass ich das wieder so üben muss, aber irgendwie ist ein Rückfall schlimmer finde ich, weil es sehr deprimierend ist, dass es wieder da ist. Ich versuche, mir selbst ganz viel Mut zuzusprechen, vielleicht gelingt es mir, gleich mal los zu gehen.
Was deine Frage angeht, wie es in der Notaufnahme abläuft, geht das schnell zu erzählen. Zunächst schilder ich meine Beschwerden, aber sehr schnell merken die Ärzte, dass es psychisch bedingt ist und holen einen diensthabenden Psychologen. Unser Krankenhaus hier hat nämlich eine psychatrische Station. Meist geht es dann immer gleich ab. Der Psychologw wartet, bis ich mich bisschen beruhigt habe, geht auf meinen "Anfall" nicht ein, sondern spricht erst, wenn ich ruhig bin. Am Ende des Gesprächs, geht es mir kurzzeitig so gut, dass ich sogar allein zurück nach Hause kann (ich wohne allerdings schräg gegenüber, aber immerhin). Mehr läuft eigentlich nicht ab. Obwohl ich die Symptome von Angst / Panik ausreichend kenne, hilft es mir enorm, wenn ein Facharzt mir sagt, dass nichts passiert. Mir fehlt also meistens nur eine ruhige Stimme, ein paar beruhigende Worte..
Ich habe auch - wie du - unmengen an Lügen erfunden, wenn ich irgendwo eingeladen war, um halt den wahren Grund zu verbergen. Innerhalb der Familie ist dies nun nicht mehr notwendig, was hilfreich ist. Meine Eltern kennen es ja seit Jahren, immerhin lag ich vor 10 Jahren in einer psychatrischen Klinik für 8 Wochen. Sie wussten, dass es immer wieder kommen kann. Ich habe dennoch versucht, anfangs das zu überspielen, weil ich weiss, wie sie damals alle darunter gelitten haben, mir nicht helfen zu können. Ich wollte sie halt nicht belasten. Aber das stänige Verstellen hat alles schlimmer gemacht, daher binde ich zur Zeit nach und nach wieder alle mit ein, auch wenn es immer noch ein schlechtes Gewissen macht. Denn wenn man ehrlich ist, so richtig verstehen kann es nur der, der es selbst schon mal spürte.
Und darum fühl ich mich hier gut, wenn ich alles offen schreibe, weil ich nicht allein bin. Klar hört man mal, dass es andere auch haben. Ich erfuhr z. B. , dass es mein Onkel und ein Bekannter der Familie auch hatten, zwar nicht so ausgeprägt, aber sie kennen die Angst.
So nun geht es mir grad bisschen besser. Liebe Grüße |
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Michi69
Anmeldungsdatum: 09.07.2006 Beiträge: 921 Wohnort: Nürnberg
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Verfasst am: 23.03.2007 11:03 Titel: |
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gugu,
na das ist schön......nun dann lauf mal Schritt für Schritt los.
Ich war zwar einkaufen aber nun hab ich Muffe die 3Stockwerke runter zu laufen und das restliche Zeug zu holen.Verrückt oder ,aber ich werd dann gleich runter gehen wäre doch gelacht.
Wenn ich mir das von dir durchlese ist es echt bei allen irgendwie gleich.
So nun wünsch ich dir mal viel Kraft´und ein schönes We.......und am Montag möcht ich wissen wieviele Schritte du geschafft hast..........wir schaffen das schonnnnnnnnnnnnnnnn
Grüßli Michi _________________ Ein langer Weg ein harter Kampf,egal welches Leben,alles macht Sinn,es ist halt mein Schicksal und nun bin ich wie ich bin. |
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