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Angst-Forum Angstzustände, Panikattacken und Stress - diese Probleme berühren Millionen von Menschen täglich. Für Betroffene und ihre Angehörigen ist es wichtig darüber reden zu können. Dieses Forum will einen Raum dafür schaffen. Ein Herzliches Willkommen an Alle!
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Doreenk
Anmeldungsdatum: 10.05.2009 Beiträge: 2
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Verfasst am: 10.05.2009 17:27 Titel: Brauche Bitte eure Hilfe... |
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Hallo an euch allen.
Ich heisse Doreen und bin 21 Jahre alt.
Ich bin hier bei euch gelandet weil ich unbedingt Hilfe bezüglich meiner Mama brauche und hoffe ihr könnt mir irgendwie helfen.
Ich werde probieren mal zu beschreiben warum ich hier bin:
Meine Mama ist 43 Jahre alt und leidet seit ca. 13 Jahren an Depressionen. Bis vor gut einem Jahr konnte sie damit ganz gut umgehen und ihr Leben und den Alltag trotzdem gut meistern.
Vor einem Jahr hat es angefangen, das ganz schlimme Angst und Panikattacken aufgetreten sind.
Sie war mit Ihrem Hund spazieren gewesen, wie immer, und da hatte sie einen Zusammenbruch, Herzrasen, schwitzen, Panik,zittern sodass sie sich grade noch in ihre Wohnung schleppen konnte..
Mit diesem Vorfall hat es angefangen.
Es wurde immer schlimmer, sie konnte nicht mehr raus gehen unter Menschen, nicht mehr Einkaufen, nicht mehr Spazieren, nicht mehr Autifahren, noch nicht mal mehr mit dem Hund raus. Sie bekommt Kreislaufattacken, Luftnot, regelrechte Panikattacken, sie könnte umkippen..Es macht ihr alles Angst, unter Menschen...
Zu diesen Panikattacken kommen eben viele Körperliche Symptome hinzu..
Schweissaubrüche, Herzrasen, zittern, die Beine werden weich wie Gummi..
Im groben mal zusammengefasst, sie kann im Moment nichts mehr machen, saß 1 Jahr nur zuhause,alle Versuche raus zu gehen scheiterten..
Sie hat vieles probiert, war bei vielen verschieden Pychologen, selbst beim wunderheiler war sie gewesen. Nichts half!
Ihr Arzt hat ihr irgendwelche Beruhigungstropfen verschrieben von denen sie schon abhängig ist..
Wir beschlossen das es so nicht weiter gehen kann und sie meldete sich zur Kur an. Es wurde genehmigt.
Meine Mama ist jetzt seit Dienstag in Bad Kösen in der Burgenlandklinik und ihr Zustand verschlechtert sich extrem! Sie hatte in den 5 Tagen schon 3 Kreislaufzusammenbrüche, wird mit ihrem Therapieplan und den Tagesablauf so gefordert, das sie glaubt jeden Moment umzukippen weil sie es Kräftemäßig nicht schafft. Sie hat ein Zimmer ganz oben, muss morgens aufstehen, zum rauchen muss sie durch die Klinik, über den Hof zu einer Raucherinsel, essen gehen in einer riesigen Mensa am letzten Tisch.. Die Untersuchungen sind durchs ganze Gebäude verteilt, sie ist so überfordet,das sie mich jeden Tag weinend anruft und sagt ich soll sie nach Hause holen.. Sie hat 2 mal schon eine Tablette bekommen gegen angst, die sie so ausser Gefecht gesetzt hat, das ich dachte sie ist nicht mehr klar bei Sinnen. Mundtrockenheit, Müdigkeit, beim erzählen ein totales leiern der Stimme und auch Gedachnissmäßig nicht mehr so klar.
Es war unsere letzte Hoffnung, das es ihr mit der Kur besser ginge, aber im Moment sehe ich kein erfolg. Sie hat 4 Wochen Kur genehmigt bekommen..
Ich weiss nicht weiter, sie ruft mich an und will nach Hause..
Was sollen wir tun?
Sie nach Hause holen, das es dann so weiter geht wie vorher?
Das sie am Leben nicht mehr teilnehmen kann und nur noch zuhause bleiben kann?
Ist es normal das es ihr jetzt die Tage wo sie da ist, schlechter geht, als hier?
Sind diese Tabletten ungefährlich, sollte sie die überhaupt bekommen?
Wie können wir ihr helfen ,was sollen wir tun?
Wenn wir sie nach Hause holen würden, welche Möglichkeiten gibt es noch, um sie zu heilen bzw. ihre Angst zu behandeln?
Habt ihr erfahrungen von der Klinik von der ich sprach?
Ihr merkt ich bin verzweifelt aber ich weiss nicht was wir als Familie tun sollen? Ich hoffe das ihr mir helfen könnt, mir ein paar Ratschläge und Auskünfte geben könnt?
Vielen dank schonmal
LG eine verzweifelte Tochter |
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Google
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Verfasst am: Titel: Anzeige |
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Ulli
Anmeldungsdatum: 09.03.2009 Beiträge: 54 Wohnort: Niedersachsen
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Verfasst am: 11.05.2009 07:34 Titel: |
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Hallo Doreen,
Das es deiner Mutti so schlecht geht tut mir sehr leid..........
So wie du es beschrieben hast so ging es mir auch allerdings hatte ich nie einen zusammenbruch!!!
Wenn deine Mutti schon bei so vielen Psychologen war was ist der Grund gewesen diese Therapien nicht weiter zu machen ?
Eigentlich kann ihr da nur ein Psychologe helfen ......ich selbst fange jetzt auch eine Therapie an !!
Sie muss sich klar werden das sie nicht alles abbrechen kann sonst sieht sie nie einen Erfolg
das sie mit Medis vollgepumpt wird ist klar wenn es ihr so schlecht geht.....
ich selber nehme Pflanzliche Beruhigungstropfen die ich über 4 Monate täglich 3-4 mal genommen habe .......ich muss sagen das es mir viel viel besser geht .........habe sie jetzt seit 2 wochen abgesetzt !!
Ihr (du) hilfst deiner Mutti nicht wenn du sie jetzt aus der Kur wegholst !!
Du solltest ihr sagen das sie nicht alles abbrechen soll sonst wird es immer schwieriger aus diesem Teufelskreis jemals rauszukommen!!
Ihr hilft nur eine Therapie ..........
Alles gute für deine Mutti und dich
LG Ulli |
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Elli
Anmeldungsdatum: 28.03.2007 Beiträge: 1242 Wohnort: Bayern
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Verfasst am: 11.05.2009 18:34 Titel: |
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Hallo Doreen,
erst mal finde ich es ganz toll das du dich so toll um deine Mutter kümmerst
Tja, wie ich sehe hat deine Mutter schon einiges hinter sich. Dabei muß ich mal fragen welche Art von Therapie sie denn gemacht hat.
Ich denke es ist ganz normal ( so beschissen es auch ist ) das es deiner Mama jetzt so schlecht geht- es ist alles dort neu und ungewohnt. Allerdings, so schwer es auch ist........die langen Wege in dieser Klinik haben sicherlich auch einen Sinn. Man muß sich bewegen, rausgehen.....auch wenn es nur kleine Schritte sind. Aber bei jedem Gang, egal wo hin bedeutet das ein Stück mehr Freiheit. Es ist super schwer, aber man kann es schaffen!!! Es braucht eben Zeit.
Die Klinik kenne ich leider nicht, ich denke sie ist aber gut dort aufgehoben, da sie ja trotz Therapeuten und zu Hause nicht alleine weiter kam.
Mit den Tabletten........naja, ich denke sie sollten erst mal das ganze Nervensystem beruhigen. Man ist ja durch die Angst ständig angespannt.
Zudem sind die körperlichen Symptome ganz normal bei einer Angst und Panikstörung. Auch wie es bei deiner Mutter anfing....mir ging es damals genauso. Bei mir war es im Kaufhaus, voll panisch nach Hause und dann konnte ich lange Zeit garnicht mehr einkaufen gehen.
Ich wünsche euch jetzt erst mal ganz viel Kraft und Zuversicht, nicht aufgeben.........das wird wieder, allerdings muß deine Mutter da auch mitarbeiten.
Alles erdenklich Gute, Elli  _________________ es ist schon schlimm genug die Erfahrung mit Angstzuständen machen zu müssen, jedoch eine große Hilfe nicht ganz allein zu sein , in dem man sich evtl. austauschen kann! Dies geht eben nur mit Betroffenen! |
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Enya
Anmeldungsdatum: 04.04.2009 Beiträge: 11 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 11.05.2009 19:49 Titel: |
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hallo doreen,
hmm, schwierige situation. bei mir war es vor vielen jahren ähnlich, ich habe meine wohnung auch nicht mehr verlassen können. allerdings habe ich nie medis genommen, egal wie schlecht es mir ging. werder zu hause, noch in der klinik. ich stehe medis da eher kritisch gegenüber und kann daher mich meinen vorrednern nicht so ganz anschließen. vielleicht solltest du dich einmal nach erkundigen, welche ausrichtung die klinik hat. welche therapiekonzepte dort vorgestellt werden, und ob diese klinik spezialisiert ist, auf solche patienten wie deine mutter. sollte dies so sein, so rufe doch einfach mal den behandelnden arzt an, und schildere ihm deine sorgen und änsgte, daran kannst du dann sehen, wie sie damit umgehen. ich denke eine gute klinik würde sich die zeit nehmen, dir das ganze zu erklären. fragt deine mutter nach den tabletten, oder werden diese ihr so verabreicht, ohne rücksprache und ohne aufklärung über die nebenwirkungen?
ich war insgesamt 5 mal in einer klinik und arbeite in einem heipädagogischen beruf und muß leider sagen, es gibt wirklich immer noch schlechte kliniken, unqualifizierte therapeuten.
ich habe einen aufenthalt abgebrochen, weil ich das dortige konzept völlig daneben fand, mir die behandelnde psychologin nicht wirklich den sinn und zweck der thera erklären konnte, und ich somit kein ziel für mich setzten konnte. ich bin dann nach hause gefahren und habe diesen schritt nie bereut. ganz im gegenteil. für mich war es wichtig, da ich glaube, dass meine einschätzung, mein wohlbefinden wesentlich zum erfolg einer solchen behandlung beiträgt.
ich kann dir nur empfehlen, nachzufragen und nachzuhacken.
eine alternative gibt es immer.
liebe grüße
enya |
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