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Angst-Forum Angstzustände, Panikattacken und Stress - diese Probleme berühren Millionen von Menschen täglich. Für Betroffene und ihre Angehörigen ist es wichtig darüber reden zu können. Dieses Forum will einen Raum dafür schaffen. Ein Herzliches Willkommen an Alle!
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stardream Gast
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Verfasst am: 21.05.2007 22:48 Titel: das dach fällt mir auf den kopf |
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hallo zusammen
heute ich wieder einmal so ein tag, dass dach fällt mir auf den kopf... es scheint als hätte ich nichts im griff und könnte ich nichts, aber auch gar nichts wirklich positiv beeinflussen. seit heute morgen bin ich dauernd den tränen nahe. ich weiss nicht warum, aber ich möchte einfach weinen. trotzdem kann ich es nicht... heute abend war ich im zug unterwegs und da passierte es... lokstörung und lange wartezeit. sofort hatte ich angst. wollte raus, doch es ging nicht. ich fühlte mich allein und wollte einfach nur raus, nur raus an die frische luft. ich fühlte mich komisch, so als wäre ich nicht selber, als würde ich die welt als zuschauer von einer anderen welt aus betrachten. ich wusste für einen moment gar nicht mehr wer ich bin und wo ich überhaupt war. dies ist mir schon öfter passiert - dass ich mich nicht wie mich selber fühlte. es macht mir angst. warum? warum spüre ich mich selbst nicht mehr richtig? kann die psyche wirklich solches auslösen oder ist doch mehr dahinter?
als ich dann später zuhause ankam, ging ich in meine wohnung. wohne allein. ich fühle mich komisch. es wurde mir angst und bange. wie oft, bzw. immer in den letzten tagen, packte ich meine sachen und ging zu meinen eltern. da bin ich nun auch und werde wohl hier die nacht verbringen. alleine sein kann ich nicht. ich habe angst, dass ich im schlaf ersticken könnte oder am morgen nicht mehr aufwachen werde. ich habe eine eigene wohnung, da ich von meiner familie distanz wollte, da wir oft zoff hatten, da sie mir in alle entscheidungen dreinreden wollten. ich will dies nicht mehr. aber mir meinen ängsten kann ich keine richtige distanz hin kriegen. ich muss immer zu meinen eltern, weil ich die nächte alleine nicht aushalte und bei meiner familie bin ich zwar auch zuhause, jedoch fühle ich mich nicht wirklich so. ich bin dort von meinen gefühlen her eher ein gast, der zu besuch ist und nicht die tochter der eltern und die schwester der brüder. es ist so vieles passiert in den letzten jahren. so viele harte vorwürfe von wegen ich zerstöre unsere familie und das leben meiner eltern und geschwister. kann man dies, nur weil man entscheidungen selber treffen will und selber entscheiden will, wer nun mein partner ist, was ich tue oder was ich lasse....? muss ich mich wirklich immer rechtfertigen? es ist wie ein teufelskreis, der nicht zu brechen ist.
alles geht schief und ich weiss nicht wie ich meine situation ändern soll. freunde sind leider auch nur noch wenige vorhanden und diese will ich doch nicht auch noch mit meinen problemen belästigen.
liebe grüsse an alle
stardream |
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Michi69
Anmeldungsdatum: 09.07.2006 Beiträge: 921 Wohnort: Nürnberg
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Verfasst am: 22.05.2007 07:17 Titel: Re: das dach fällt mir auf den kopf |
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Huhu guten Morgen,
das Gefühl mit dem neben einem stehen kenn ich auch,ich bezeichne das immer als Unwirklichkeitsgefühl.Das ist total blöd,aber ich kann dir sagen das es mit Sicherheit an der blöden Angst liegt die das auslöst.Wenn ich wo bin und extrem angst habe,aber nicht aus der Situation raus kann bin ich dann hinter her stolz auf mich das ich es geschafft habe
.Zumindest bin ich nicht abgedreht und wechgerannt das ist ja schon mal was.
un du hast es auch geschafft.
Ich red dann in Gedanken immer mit mir selbst.Das sind so sätze wie.....mei Mädchen nu reiß dich ma zam,ich werd oft richtig wütend auf mich....manches hilft es wenn ich mich Gedanklich zur Vernuft zu rufen versuche.Manchmal .
Das mit dem weinen wollen aber nicht können,das hatte ich sehr lang auch,nach meiner psychosomatischen Kur konnt ich das,ich hab wirklich lernen müssen zu weinen.....schon irgendwie hammer.
Mit deiner familie ,so hast du Recht.Das ist dein Leben und mit wem du das teilst ist deine Sache.Wenn du zum schlafen zu deinen eltern fährst was ist da anders als in deiner eigenen Wohnung????Die pure Überlegung das jemand in der Nähe ist????Woher kommt diese Erstickungsangst???Konntest du da schon etwas herausfinden????
So ,dann wünsch ich dir mal viel kraft.Ich hab derzeit auch ne schlimme Phase,aber auch die werden irgendwann wieder besser hoffe ich zumindest
Liebe grüßli michi _________________ Ein langer Weg ein harter Kampf,egal welches Leben,alles macht Sinn,es ist halt mein Schicksal und nun bin ich wie ich bin. |
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stardream Gast
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Verfasst am: 22.05.2007 13:27 Titel: Besten Dank Michi |
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Hallo Michi
Ich danke dir für deine Mitteilung. Es ist gut zu sehen, dass es noch andere Personen gibt, welche das gleiche erleben. Für ist es oft ziemlich beängstigend wenn ich total neben mir bin....
Was die Übernachtung bei meinen Eltern betrifft, so geht es wohl gerade um die Vermutung, welche du bemerkt hast. Wenn ich alleine bin, fühle ich mich auch alleine. Wenn ich zuhause bin, weiss ich dass jemand in der Nähe wäre, falls etwas passiert oder es mir schlecht gehen wird. Das sie es bemerken würden, mir helfen könnten, ich sofort Hilfe bei Ihnen suchen könnte. Wenn ich zuhause bin habe ich immer Angst, dass ich das nicht könnte. Sie evtl. nicht erreichen könnte, niemand da wäre, mir niemand helfen könnte.... Die Angst geht wohl aus meinem Asthma hervor. Es dauerte über 2 Jahre bis die Ärzte herausgefunden haben, dass ich unter Asthma leide. In dieser Zeit hatte ich fast täglich mit Atemproblemen zu kämpfen. Leider heute, trotz Medikamenten auch noch mehrmals pro Woche, aber dies wohl eher, da alles so fest in meinem Kopf sitzt, also psychisch bedingt. Aber was wirklich und tatsächlich der Auslöser für meine Ängste ist, dass weiss ich nicht. Es könnte ebenfalls die familiäre Situation in den letzten Jahren sein, die mich kaputt gemacht hat und dies sich jetzt nun in dieser Art und Weise äussert. Manchmal denke ich, dass ich gar kein eigenständiger Mensch bin, kann keine Entscheidungen fällen, haben immer und überall, wo ich mit anderen Menschen zusammen bin, Angst, dass ich etwas falsch mache, nicht akzeptiert werde.
Grüsse
Stardream |
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hodapp
Anmeldungsdatum: 18.05.2007 Beiträge: 57 Wohnort: Karlsruhe
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Verfasst am: 22.05.2007 15:21 Titel: |
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Hallo stardream vielleicht hilft es dir zu wissen das man Nachts nicht erstickt ohne es zu bemerken. Halte mal die Luft an dann merkst du wie stark der Atemreflex ist, ich denke wenn man Nachts keine Luft mehr bekommt wacht man sicherlich auf.
Was das alleine wohnen angeht kann ich dich beruhigen, das geht wohl allen menschen so das sie nicht gerne alleine sind. Es ist übrigens auch unnatürlich allein zu sein. Der Mensch ist auf eine Gruppe angewiesen. Wir brauchen einfach den Kontakt zu anderen: Gespräche, Körperliche Berührungen, zwischenmenschliche Beziehungen und Partnerschaften.
Auch ich habe zeitweilig vollkommen alleine gelebt ohne richtigen Kontakt. Es fühlt sich wirklich total mies an und das obwohl ich nicht unter Ängsten leide. Hier habe ich erkannt wie wichtig Familie, Freunde und Lebenspartner sind.
Ich kann deshalb verstehen das du immer wieder zu deinen Eltern gehst, obwohl du damit deinen Wunsch nach Selbstbestimmung aufgibst.
Die Lösung des Problems würde ich darin sehen das du versuchst dir Leute die du magst zu dir in die leere Wohnung einzuladen oder mehr mit anderen Freunden zu unternehmen. So kannst du ein Leben ohne deine Eltern aufbauen.
Ich hoffe ich kann dir mit meinen Ratschlägen weiterhelfen, ich weis das sich Lösungsvorschlage einfach anhören aber die Herausforderung ist es sie zu realisiern. Aber Du kannst es schaffen.
Ist dein Asthma vielleicht psychosomatischer Natur, hast du mal mit einem Therapeuten/Arzt darüber gesprochen?
Alles Gute Philipp  _________________ Enthaltsamkeit kann ein Segen sein, wenn man sie in Grenzen hält. |
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Michi69
Anmeldungsdatum: 09.07.2006 Beiträge: 921 Wohnort: Nürnberg
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Verfasst am: 23.05.2007 10:48 Titel: Re: Besten Dank Michi |
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Huhu Stardream,
also,das mit dem Asthma kann ich gut verstehen.Ich hab seit meinem 17Lebensjahr Asthma auf grund von Allergien.Es ist eine normale Körperreaktion das wenn man kaum Luft bekommt Angst hat.Psychisch wirds dann wenn man Angst hat keine Luft zu bekommen und da beginnt der Teufelskreis.Mein vorschlag wäre das du dir vom arzt einen PeakFowMeter verschreiben läßt,so kannst du kontrollieren wie gut deine Lunge funktioniert.Ich selbst hab so eins und es hilft mir.Ich weiß wann ich sprühen muß um eine akute Atemnot zu verhindern.Es ist zumindest beruhigend zu wissen das wenn die Werte im Normbereich sind ich erst gar keine Angst bekommen muß.
Was passiert wenn du dich überwindest alleine in der Wohnung zu bleiben und deine Panik auslebst????
Ich denk ne Therapie is wichtig für dich.Du kannst dich nicht abhängig machen deines Asthmas wegen nur auf die Gefahr in es könnte etwas sein.Ich hab die Erfahrung gemacht das ich selbst beim schlimmen Anfall,mein Spray benutzen kann und Hilfe holen kann,z.b Notarzt Arzt oder zumindest die Türe aufmachen kann.So schnell stirbt man nicht hat mal ein Therapeut in der Kurklinik an der Nordsee zu mir gesagt .Die angst verschlimmert das halt und ich weiß das ist wirklich furchtbar.Du hast einen Notfallspray?????
Was gedenkst du weiter zu tun ???
Wie schaut dein Tagesablauf aus??
Welche Angstsympthome hast du???
Allerliebste Grüßli michi  _________________ Ein langer Weg ein harter Kampf,egal welches Leben,alles macht Sinn,es ist halt mein Schicksal und nun bin ich wie ich bin. |
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