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Angst-Forum Angstzustände, Panikattacken und Stress - diese Probleme berühren Millionen von Menschen täglich. Für Betroffene und ihre Angehörigen ist es wichtig darüber reden zu können. Dieses Forum will einen Raum dafür schaffen. Ein Herzliches Willkommen an Alle!
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Legoer
Anmeldungsdatum: 30.09.2008 Beiträge: 2
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Verfasst am: 01.10.2008 21:29 Titel: Die Lösung liegt in uns....! |
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Zunächst möchte ich einmal umreißen, welche Faktoren bei mir (vermutlich) hauptsächlich eine Angst- und Panikstörung hervorgerufen haben.
Später werde ich darauf eingehen, wie ich es geschafft habe, diese fast komplett zu "besiegen".
Oder sollte ich doch besser sagen, wie ich es geschafft habe "meine Ängste anzunehmen"!?
Doch mehr dazu später.
(mögliche) URSACHEN:
Alles begann vor ca. 5 Monaten.
In meiner damaligen Beziehung kriselte es häufig. Der tägliche Umgang miteinander war geprägt von Misstrauen, Vorwürfen und Unsicherheiten dem Partner gegenüber.
Schließlich beendete sie die Beziehung. Meine, bis dato heile Welt (so dachte ich) brach komplett zusammen.
Ich konnte und wollte den Verlust des geliebten Menschen nicht wahrhaben. So überspielte ich den Schmerz (männertypisch) und ging dazu über alles zu verdrängen. Doch in meinem Unterbewusstsein arbeitete und bohrte es...
Zudem, so erfuhr ich durch Gespräche mit meiner Mutter, neigte ich bereits als Kind zu ängstlichen Verhaltensweisen.
AUSWIRKUNGEN:
Am 24.05.2008, einen Monat nach dem Ende der Beziehung, hatte ich meine erste Angst-/Panikattacke, die mich total aus meiner Lebensbahn geworfen hat.
Es begann mit unbekannter innerer Unruhe, angstvollen Gedanken und Schweißausbrüchen. In der folgenden Nacht erwachte ich am ganzen Körper zitternd, voller Panik den Verstand zu verlieren und durchzudrehen. Meine Ängste waren sehr diffus und für mich nicht zu identifizieren. "SCHOCK! Was ist bloß los mit mir!?", waren meine ersten Gedanken - sofern ich überhaupt in der Lage war, klar zu denken.
Am nächsten Tag war die permanente Angst noch immer da. Ebenso die immense innere Unruhe. Ich suchte wie ein Wilder nach Ursachen und Erklärungen im Internet und wurde durch die Geschichten, die ich dort gelesen habe nur noch mehr verängstigt und geriet in Panik, dass ich meinen Verstand verlieren könnte.
TIPP: Lest nicht zu viel im Internet. Es besteht die Gefahr, dass man sich noch mehr in seine ohnehin existierenden Ängste hineinsteigert, die Erwartungsangst vor der nächsten Attacke steigert!!!
Die folgenden Wochen und Monate drehten sich einzig und alleine um meine Ängste und Panikattacken, in die ich mich regelmäßig hineinsteigerte. Alles wirkte unwirklich und irreal auf eien gewisse Art und Weise. Dazu kamen mit der Zeit depressive Symptome. Ich befürchtete, nie wieder "normal" zu werden und wünschte mir nichts sehnlicher, als mein "altes, gutes Leben" zurück.
Johanniskrautpräparate (600-900mg) bildeten meine "vermeintliche Stütze".
DIE LÖSUNG LIEGT IN UNS!:
Mit der Zeit wurde die innere Unruhe immer schlimmer und unerträglich. Bis ich in einer Zeitschrift darauf gestoßen bin, dass Johanniskraut manchmal das Gegenteil (Unruhe, Ängste etc.) bewirken kann.
Also probierte ich es ohne jegliche Johanniskrautpräparate, die ich seit dem 14.07.2008 eingenommen hatte.
Siehe da: Die Unruhe verschwand zunehmend!
Sehr geholfen haben mir auch die Tiefensuggestionen von Dr. Arnd Stein.
Denn: Wer entspannt ist, kann keine Angst haben! Beides zusammen kann NICHT gleichzeitig auftreten.
Daneben scheint Entspannung eine zentrale Rolle zu spielen. Ausgedehnte Spaziergänge und anschließende Vollbäder waren sehr gewinnbringend - aber vor allem beruhigend.
Insgesamt begann ich damit, mich insgesamt gesünder zu ernähren. "Literweise " Kaffee, wie ich ihn früher in meinem Beruf trank, strich ich nahezu gänzlich aus meinem Leben.
Das Rauchen, wie auch Alkoholgenuss, dämmte ich ebenso weitestgehend ein.
Ein weiterer wichtiger Faktor ist der Sport.
Selten in meinem Leben war ich körperlich fitter als derzeit.
Lange Waldläufe tragen zur Entspannung bei und bauen Stresshormone ab. Ein netter Nebeneffekt ist ein "gestählter" Body, der dem Selbstbewusstsein nicht gerade schadet .
Gedanken.
"Man fühlt, wie man denkt."
Nichts könnte es treffender beschreiben.
Negative, angstvolle Gedanken führen zwangsläufig dazu, dass man sich schlecht und ängstlich fühlt.
Dies führt im Umkehrschluss dazu, dass man sich ausschließlich mit den negativen Phasen seines Lebens (die JEDER!!! Mensch hat) beschäftigt.
Nicht alles ist schlecht. Man fühlt sich NIE ganze Tage, Wochen oder Monate nur schlecht. Viele Dinge schafft man, diese sogar genauso gut wie vorher auch! Nur ist es wohl bei jedem, der unter Angst- und Panikstörungen leidet so, dass die negativen Phasen präsent sind.
Schreibt euch auf, was ihr schaffen konntet, ganz bewusst!
Verbietet euch negative Gedanken, ersetzt diese durch neutrale, bzw. positive Gedanken. Das benötigte bei mir einige Zeit und Training, funktioniert aber tatsächlich!
Mach es wie die Sonnenuhr, zähl' die schönen Stunden nur!
Ganz wichtig außerdem:
Nicht gegen die Angst ankämpfen, sondern steht dazu, erlaubt euch Angst zu haben!
Jeder Mensch hat Angst - jeder! (Selbst ein so hart wirkender Star wie "Bushido" leidet unter Angststörungen und steht ganz offen dazu, wie in seiner Biografie zu lesen ist!)
Nur unsere Angst hat im Moment, (ja, es ist nur eine Momentaufnahme) die Kontrolle über uns eingenommen.
Lasst die Angst zu als einen Teil von Euch!
Was man nicht bewusst bekämpft und dadurch ins Zentrum stellt, verfliegt nach und nach und verliert an Macht!
In all den Monaten habe ich versucht, nichts wegen meiner Angstproblematik aufzugeben. Nicht einen Tag habe ich Krank gefeiert, auch wenn es mir teilweise extrem elend ging. Doch nach dem Arbeiten war ich stolz darauf, es gepackt zu haben und stärker zu sein als meine Ängste. Außerdem trug die geistige Beanspruchung in meinem Beruf dazu bei, mehr und mehr den Gedanken zu verwerfen, nicht mehr alle Sinne beeinander zu haben. Wie sollte das geschehen, wenn ich geistig "normal" funktionierte!?
So schwer wie es klingt, lasst nicht die Angst euer Leben bestimmen - tut es selbst!
Dazu kam mein Glaube. Ja, Glaube an mich und an mein von Gott gegebenes Leben!
Die Vorstellung eine schützende Hand in jeder Lebenslage um, über unter, rechts und links von sich zu haben!
Wenn ihr keinen Ausweg mehr wisst, betet! Wirklich.
Zuletzt bearbeitet von Legoer am 02.10.2008 18:14, insgesamt einmal bearbeitet |
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Verfasst am: Titel: Anzeige |
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Michi69
Anmeldungsdatum: 09.07.2006 Beiträge: 921 Wohnort: Nürnberg
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Verfasst am: 02.10.2008 17:30 Titel: Re: Die Lösung liegt in uns....! |
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Hi ,
ich finds Klasse das du uns deine Situation und deinen Lösungsweg geschildert hast.
Ich beneide und bewundere dich zugleich das du es geschafft hast.respekt.
Ich schaffs nicht,eine Kathastrophe jagt die andere..........,ich komme aus edem karusell des Angsthabens nicht mehr raus,was ja auch nicht verwunderlich ist,sondern normal weil man Angst haben muß------
Laß uns mehr über dich wissen.
Dein mut und deine Kraft tut bestimmt vielen gut.
Liebe grüße michi _________________ Ein langer Weg ein harter Kampf,egal welches Leben,alles macht Sinn,es ist halt mein Schicksal und nun bin ich wie ich bin. |
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Legoer
Anmeldungsdatum: 30.09.2008 Beiträge: 2
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Verfasst am: 02.10.2008 18:10 Titel: |
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Auch ich bin erst ganz am Anfang, mein Leben in geordnete Bahnen zu lenken. Es werden sicher Rückschläge und Tiefphasen kommen. Das weiß ich und versuche es anzunehmen, was schwer ist. Dadurch nehme ich mir aber selbst jede Menge Druck und Erwartungsangst.
Wenn die Angst kommt - soll sie doch! Sie konnte mir bisher nichts anhaben und das wird auch in Zukunft so sein!
Beneidet nicht mich um meine Situation, sondern werdet selbst der "Architekt eures Glückes"!
Jeder, WIRKLICH JEDER, kann stärker sein als jede Angst!
Und kommen da auch unzählige Katastrophen, glaubt an euch!
Wie sagt Robert T. Betz in einem seiner Vorträge - "Angst ist nur ein Papiertiger"!
Liebe deine Angst, so absurd dies auch klingt, liebe sie und nimm sie an! |
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lecker-zaubern
Anmeldungsdatum: 19.10.2008 Beiträge: 6 Wohnort: Mülheim an der ruhr
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Verfasst am: 19.10.2008 10:54 Titel: |
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Hey,
also ich habe mir deine Geschichte durchgelesen und kann dieser total folgen. Mein Ex hatte sich auch nach 4 Jahren für einen 36 Jährigen Mann von mir getrennt. Kann sein das es mir deswegen so schlecht geht. Aber ich bin neu verliebt und das ist mir eigentlich wichtiger. Aber ob ich im inneren noch nicht alles verarbeitet habe?? _________________ Lieben gruss Patrick |
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Michi69
Anmeldungsdatum: 09.07.2006 Beiträge: 921 Wohnort: Nürnberg
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Verfasst am: 19.10.2008 14:30 Titel: Schön wärs |
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Doch ,ich beneide dich.
Zwar hab ich es auch schon versucht so zu nehmen wie du es beschrieben hast,aber ich schaffe des nur kurze Zeit....dann dreh ich hohl...grrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr....
Es liest sich toll doch die Realität ist für mich was anderes.....aber wer weiß........
Liebe Grüße Michi _________________ Ein langer Weg ein harter Kampf,egal welches Leben,alles macht Sinn,es ist halt mein Schicksal und nun bin ich wie ich bin. |
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