| |
Angst-Forum Angstzustände, Panikattacken und Stress - diese Probleme berühren Millionen von Menschen täglich. Für Betroffene und ihre Angehörigen ist es wichtig darüber reden zu können. Dieses Forum will einen Raum dafür schaffen. Ein Herzliches Willkommen an Alle!
|
|
|
| Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen |
| Autor |
Nachricht |
Kleine

Anmeldungsdatum: 04.12.2007 Beiträge: 228
|
Verfasst am: 23.12.2009 23:10 Titel: Ein Kind verändert die Welt |
|
|
Hallo hab mich lange nicht mehr gemeldet, da ich viel um die Ohren habe.
- 2008 war für mich echt das Jahr des supergaus, nie war die Angst so groß und ich so verletzbar.
Nur unter Zwang gelang es meinem Mann und meinem letzen Freund Kai mich einem Arzt und Psychologen vorzustellen. Immer wieder drängten sie mich zu diesem Kerl und jedesmal diese Angst.
Nach ewig erscheinenen Gesprächen schien es doch zu helfen meine Vergangenheit zu ordnen. Aber bevor ich weiter über meine Vergangenheit reden konnte kam die nächste Katastropfe. Ich war Schwanger, was sollte ich den nun mit einem Kind und dann noch Frauenarzt, KH, Kinderarzt Kiga, Schule u.s.w.. Am liebsten wäre ich tot umgefallen.
Zum Glück gehen meine Wünsche immer nur seeeehr schleppend in erfüllung.
Am absoluten tiefpunkt angekommen machte mir Kai nun klar das ich nicht mehr verlieren konnte. Also hab ich mich mit meinem Psychodoc zusammen gesetzt und er hat mir einen Frauenarzt ausgesucht. Den hat er auch gleich geimpft wegen der Angst. Mein Mann hat mich jedesmal begleitet und immer gut aufgepasst.
Durch die Schwangerschaft bin ich in der Arbeit gesperrt worden und hatte nun viel Zeit, so konnte ich mich öfters mit Kai und dem Psycho treffen und immer wieder die Zukunft durch gehen, wegen Entbindung und Kind aufziehen. Ich hatte echt angst das ich als Mutter voll versage.
Alle zusammen suchten wir denn die Klinik aus, und auch die wurden geimpft. Durch komplikationen wie zuwenig gewicht und Mineralstoffmangel musste ich schon in der Schwangerschaft ins KH und die haben sich wirklich mühe gegeben. Ich hatte immer das gleiche Personal und die waren total nett. Wichtig war aber auch das ich im KH eine Psychologin zugeteilt bekam die mich jedesmal wenn ich in Panik geriet wieder beruhigte und mir half. Ich hab mich immer wieder in ihren Arm ausgeheult, auch als der Zwerg da war.
Als der Zwerg da war wollte er patu nicht trinken und nach zwei Tagen ging sein Blutzucker in den Keller. Die Schwestern mussten nun alle drei Stunden den Blutzuckerwert kontrollieren. Nachdem ich beim erstenmal aus den Latschen kippte hollten sie den Kleine jedesmal aus dem Zimmer und ich saß auf dem Bett zuheulen. Das gute dabei war das sie mich nie allein gelassen haben, wenn mein Mann nicht da war kam die Psychologin und erklärte mir das ich mir keine Sorgen machen müsste. Sie nahm mich immer in den Arm und tröstete.
Erst im Gespräch mit meinem Psychologen konnte ich erkennen wieviel mühe sie sich im KH gemacht hatten und das es mit vorbereitung nicht schlimm ist ins KH zugehen.Er half mir auch mit dem Kinderarzt. Da brauch ich ja nun wirklich keine Angst mehr vor haben, aber dennoch nimmt dieser viel rücksicht auf meine Angst ihm gegenüber.
Auch als der Zwerg ins KH musste wegen Kuhmilchunverträglichkeit haben sie für mich diese Vorbereitungen getroffen. Anschließend haben ich im Gespräch erkannt das ich immer nur das "schlechte" erzählt habe und die lustigen ereignisse verschwieg. Ich versuche nun mich auf die Positiven Dinge zu konzentrieren und siehe da sie vermehren sich.
Ich möchte nicht das mein Kind Angst vor Menschen hat, daher bin ich überall mit ihm hin. Das war wirklich nicht leicht und verbergen kann ich es vor dem Zwerg auch nicht immer. Mit den letzten Monaten schien es mir aber immer leichter die Angstschwelle zu übertretten und auch mal den Zwerg abzugeben.
Ich habe noch immer Angst, aber ich kann damit leben. Ich kann mich ihr stellen und den Menschen die sie auslösen, denn diese Menschen sind völlig egal. Alles was zählt ist das mein Zwerg ein selbstbewusster kleiner Junge wird und was die andern wollen ist mir egal. Ich bin nicht allein und auch wenn es für mich immer noch schwer zuglauben ist da sind Leute für die bin ich die Welt.
Ich bin mir nicht sicher ob sich jemand diesen langen Text durch liest, oder ob es jemanden hilft aber nach diesen Erfahrungen, Gesprächen und zusammenhalt geht es mir wieder besser. Ich weiß nicht für wielange und ich weiß nicht ob es wieder schlechter wird, aber ich weiß das ich nur diese Zeit mit dem Zwerg habe und ich genisse sie nun ganz und gar.
Eure Kleine _________________ Für die Welt bist du irgend jemand, aber für irgend jemand bist du die Welt. |
|
| Nach oben |
|
 |
Google
|
Verfasst am: Titel: Anzeige |
|
|
|
|
| Nach oben |
|
 |
Michi69
Anmeldungsdatum: 09.07.2006 Beiträge: 921 Wohnort: Nürnberg
|
Verfasst am: 27.12.2009 16:03 Titel: Re: Ein Kind verändert die Welt |
|
|
Hi Kleine mit Zwerg,
na warum sollte sich diesen Text denn keiner durchlesen??
Ich habs zumindest getan,und,
zunächst Hut ab.Das liest sich alles richtig gut,auch wenn ich mir vorstellen kann das das ganze sehr schwer gewesen sein muß.Ein Kind ansich zu bekommen bedeutet unendliches Glück und Freude aber auch Kummer und Sorge.Das ist normal.Hat der Zwerg dann noch wie bei euch ges.Problems,dann wirds immer heftig.Ich denk du hast das alles prima gemeistert und ich drück fest die Daumen das diese Unverträglichkeit wieder vergeht.
Was die Angst betrifft so find ich es supi das du damit umgehen kannst.Ich denk einmal gelernt kannst du immer wieder davon zehren......
Weiter so......
Schön das du solche Freunde,deinen Partner und die richtige Klinik mit all ihrem Personal ausgewählt hattest.Das ist glaub ich wirklich sehr wichtig.
Ich hoffe ihr hattet ein schönes Weihnachtsfest und rutscht gut ins neue Jahr.
Ich hab Weihnachten Panisch rumgebracht,leider konnte mir auch ein erneuter 10wöchiger Klinikaufenthalt nicht helfen.Ich weiß nicht warum ich mich so furchtbar schwer tue.Gut es ist wieder viel schlimmes passiert dieses Jahr,ich mußte derbe Verluste ertragen,eine Op auf die ich Hoffung gesetzt hatte wurde abgelehnt weil zu Risikoreich...ect....dann wollt ich halt auch nicht mehr leben,da hab richtig Scheiße gebaut,naja ich habs überlebt.Scheinbar wollen die mich dort oben noch nicht.Nunja,mein nächster Versuch heißt Hypnose.........ein Versuch ist es wert,zudem bin ich nun im Traumatologischen Zentrum in Behandlung.Ist alles noch in den Kinderschuhen.....fängt erst an....schaun wir mal..
Allles Liebe und weiter so...Grüße Michi
Euch alles Gute.. Grüße Michi _________________ Ein langer Weg ein harter Kampf,egal welches Leben,alles macht Sinn,es ist halt mein Schicksal und nun bin ich wie ich bin. |
|
| Nach oben |
|
 |
Elli
Anmeldungsdatum: 28.03.2007 Beiträge: 1242 Wohnort: Bayern
|
Verfasst am: 28.12.2009 19:06 Titel: |
|
|
Liebe Kleine,
auch ich hab deinen Bericht gelesen und finde es wirklich schön das du ihn geschrieben hast!
Ich finde es auch ganz, ganz toll das du so liebe Leute an deiner Seite hast. Auch das Klinikpersonal........wau......Hut ab!!! Da hattest du aber richtig viel Glück.
Du kannst sehr stolz auf dich sein mit dem was du schon alles geschafft hast. Und du wirst noch so einiges in deinem Leben meistern, allein schon für deinen Zwerg Ich wünsche es dir von ganzem Herzen!!!
Hi Michi,
ich hoffe du bist nicht böse wenn ich dir auch schreibe. Aber es macht mich schon total traurig das es bei dir immer noch nicht besser geworden ist. Darf ich fragen was du an Scheiße gebaut hast? Diese OP, wäre das die OP wegen der Gefäßschleife gewesen?
Ich finde es so super das du trotzdem nicht aufgibst. Somit wünsche ich dir auch von ganzem Herzen viel Erfolg für die Behandlung!!!!
Liebe Grüße Elli  _________________ es ist schon schlimm genug die Erfahrung mit Angstzuständen machen zu müssen, jedoch eine große Hilfe nicht ganz allein zu sein , in dem man sich evtl. austauschen kann! Dies geht eben nur mit Betroffenen! |
|
| Nach oben |
|
 |
Michi69
Anmeldungsdatum: 09.07.2006 Beiträge: 921 Wohnort: Nürnberg
|
Verfasst am: 29.12.2009 15:40 Titel: |
|
|
Hi Elli,
warum sollte ich böse sein??Ich hab dir nix getan,und das wir anderer Meinung sind ist normal.....zudem find ich auch das das nichts mit Kindergarten zu tun hat.
Was ich getan hab gehört hier nicht hin....ich wollt halt nicht mehr Leben....
Ja das wäre diese Op gewesen.ich würde in jedem Fall Taub sein ,das wäre etwas was sicher wäre neben den restlichen Risiken...also keine Chance....
Ich hoffe dir den Jungs und den Ninchens gehts soweit gut.Meins is ja tot.
Guten rutsch euch allen.
Grüße Michi _________________ Ein langer Weg ein harter Kampf,egal welches Leben,alles macht Sinn,es ist halt mein Schicksal und nun bin ich wie ich bin. |
|
| Nach oben |
|
 |
Elli
Anmeldungsdatum: 28.03.2007 Beiträge: 1242 Wohnort: Bayern
|
Verfasst am: 30.12.2009 20:34 Titel: |
|
|
Hi Michi,
nun ja, ich seh uns beide auch nicht mehr im Kindergarten ich nehm mal Rücksicht auf ,,die Neuen und jungen Mitglieder ,, hier im Forum.
Oh Gott, das ist schon total häftig mit dieser OP, ich hätte sie auch nicht machen lassen. Was gibt es denn jetzt noch für Möglichkeiten das es dir endlich mal besser geht? Weißt du, ich wünsch es dir so sehr!!!
Den Jungs und Ninchen geht es gut, was ist denn mit deinem passiert?
Und wie geht es denn deinen Lieben?
Noch kurz von mir. Mir geht es seit Sep.09 überhaupt nicht mehr gut. Ich hab mega Probleme mit meinem Magen....Psyche sowieso....hab auch total viel Angst das es was schlimmeres ist.  _________________ es ist schon schlimm genug die Erfahrung mit Angstzuständen machen zu müssen, jedoch eine große Hilfe nicht ganz allein zu sein , in dem man sich evtl. austauschen kann! Dies geht eben nur mit Betroffenen! |
|
| Nach oben |
|
 |
|
|
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben. Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.
|
|