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Abby
Gast





BeitragVerfasst am: 10.06.2010 12:37    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Tabsi,

Zitat:
wie hat sich denn die angst bei dir bemerkbar gemacht???


Obwohl die Anfänge schon so lang her sind, weiß ich noch genau, wie es angefangen hat: ich hatte Angst, unter Leute zu gehen, die Schule war ab da ein Horror für mich (nicht von den Noten her, sondern wegen der Tatsache, dass ich unter Menschen mußte) und mit 18 ging dann gar nichts mehr und ich habe ein Schuljahr verloren, da ich fast ein halbes Jahr gar nicht mehr aus dem Haus konnte und über Monate täglich mehrere heftige Panikattacken hatte (ein paar Mal mußte sogar der Notarzt kommen, hat mich unter Valium ins Krankenhaus gebracht, weil ich keine Luft mehr bekommen habe; körperlich konnten sie natürlich nichts feststellen.). Zum Glück habe ich dann eine gute Therapeutin gefunden, die mich soweit wieder hergestellt hat, dass ich das Abi machen konnte.

Zitat:
Darf ich auch fragen was du für zukunftsängste hast...Beruflich,krankheiten,das alt werden....???


Eines meiner größten Probleme momentan ist die Tatsache, dass es finanziell bei uns momentan sehr düster aussieht: mein Mann hat vor einiger Zeit 2 Monate (!!!) vor Beendigung seines Studiums alles hingeschmissen und wir leben nun von Hartz IV. Die ARGE hilft mir nicht, da sie mich gegen meinen Willen als "arbeitsunfähig" abgeschrieben hat (wegen der Medis). Wollte mir selber einen Job suchen, aber alle meine Bewerbungen auf dem 1. Arbeitsmarkt sind gescheitert, weil ich wegen meinem Kind nicht flexibel einsetzbar bin. Durch diese ganze Situation ist mein Angstlevel, den ich eigentlich ganz gut auf einer Skala von 1-10 auf 3-4 halten konnte, nun wieder auf 7-8. Dazu kommt, dass ich sehr wütend bin auf meinen Mann: was würde ich darum geben, wenn ich ohne eine Krankheit mein Studium hätte machen können, und er schmeißt alles einfach so hin, weil er keine Lust mehr hat...

Ehrlich gesagt, ich denke immer öfter an eine Trennung...nicht falsch verstehen: wenn es (außer unserem Kind) noch etwas geben würde, was wir gemeinsam hätten, würde ich diese schwierige Phase wohl mit ihm durchstehen können. Aber da gibt es leider nichts mehr- und das schon längere Zeit.

Dazu kommt noch die Angst um meine Mutter, die nach dem Tod meines Vaters nun ganz allein in ihrem großen Haus hockt und auch nicht mehr die Jüngste ist. Der Tod meines Vaters hat mich schon aus der Bahn geworfen, aber wenn jetzt auch noch meiner Mutter was passieren würde...

Zitat:
Sorry wenn ich dich so überrumpel...!


Macht nichts, noch dazu hattest Du ja auch Recht mit Deinem Verdacht. Wink
Zitat:

Wünsche dir alles liebe...

Danke! Ich Dir auch.

LG,
Abby
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Verfasst am:     Titel: Anzeige

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stelo



Anmeldungsdatum: 19.07.2009
Beiträge: 37
Wohnort: RLP

BeitragVerfasst am: 22.06.2010 17:23    Titel: Antworten mit Zitat

hallo abby,

wie geht es dir? wie läuft deine therapie? ich hoffe gut und du bist auf dem weg der besserung. ich habe auch schon eine verhaltenstherapie gemacht, seit ca. 3 monaten bin ich ncht mehr beim therapeuten. im moment läufts super, hat mir sehr geholfen. dennoch habe ich auch des öfteren zukunftsängste, mit 25 jahren...

die geschichte mit deinem mann und dem studium klingt echt blöd. ich wäre an deiner stelle auch total sauer. kurz vor dem abschluss alles hin zu schmeißen nur weil man keinen bock mehr hat geht gar nicht! da kann ich deinen ärger verstehen, weil du gerne studiert hättest, die angst aber im weg stand. außerdem, er müsste doch auch mal an die zukunft eurer kleinen familie denken!? sucht er denn auch nach einem job, du schreibst nur, dass du die ganze zeit auf jobsuche bist?

wie steht er denn in punkto angst zu dir? unterstützt er sich, hilft er dir? kannst du mir ihm reden?

liebe grüße
steffi
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