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Angst-Forum Angstzustände, Panikattacken und Stress - diese Probleme berühren Millionen von Menschen täglich. Für Betroffene und ihre Angehörigen ist es wichtig darüber reden zu können. Dieses Forum will einen Raum dafür schaffen. Ein Herzliches Willkommen an Alle!
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mondeo
Anmeldungsdatum: 20.01.2007 Beiträge: 40
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Verfasst am: 12.04.2007 15:30 Titel: Hallo Moeni! |
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Sorry hab erst heute gesehen, dass du zurück gepostet hast! Also ich wohne in NRW, im südlichsten Teil. Sorry, Leutz, nehmt es mir nicht für übel, aber meiner Meinung nach in eine stationäre Therapie sollte jemand gehen, dem es total beschissen geht, der suizid gedanken hat, der nicht mehr schlafen kann, der so ziemlich gar nix mehr kann und nicht so wie bei mir.
An dich Moeni:
Habe also folgende beschwerden, oft Magenschmerzen etc, sonst eigentlich nix, aber dadurch resultiert, dass ich angst habe eine schlimme krankheit zu haben. Kann man sowas in einer TK behandeln?
Musstest du auch vorher 4 Tage stationär wohin gehen, zwecks befund?
Gruss
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Jacky
Anmeldungsdatum: 06.04.2007 Beiträge: 49 Wohnort: Nähe Bonn
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Verfasst am: 12.04.2007 17:59 Titel: |
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hallo mondeo
leider muss ich dir in dem punkt wiedersprechen wo du sagtest, dass nur absolut "kaputte" menschen in eine stationäre therapie gehen. dem ist nicht so!
damals hat mir die stationäre therapie sehr gut getan. mir ging es zwar mies, aber weder hatte ich suizidale absichten , noch sonst irgendwas.
ich denke, dass viele menschen solche vorurteile haben was den stationären aufenthalt betrifft. das wird sehr schnell mit der zwangsjacke, also auch mit der geschlossenen abteilung in verbindung gebracht. das ist aber absolut falsch.
ich will ehrlich sein, auch ich dachte damals dass stationär etwas für die richtig bekloppten sind. ich denke die erfahrung hat mich da eines besseren belehrt. dort ist man (ich drücks mal vorsichtig aus) unter gleichgesinnten. diese menschen dort verstehen dich einfach und oft werden daraus wunderbare freundschaften.
die stationäre therapie hat folgende vorteile: ein komplette neues und somit neutrales umfeld kann sehr guttun. man hat dort keinen stress, ect, man hat viel zeit zum nachdenken was sehr von vorteil sein kann.
damit möchte ich dir nicht unbedingt zu einer raten, sondern dieses vorurteil aufheben und dir vielleicht somit auch einen anderen weg aufzeigen.
liebe grüße
jacky _________________ Die Angst will erkannt, erfahren und verstanden werden, bevor sie sich zurück nimmt |
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mondeo
Anmeldungsdatum: 20.01.2007 Beiträge: 40
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Verfasst am: 12.04.2007 19:15 Titel: Danke Jacky! |
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Ich glaube gut, dass du da recht haben kannst, dass man da mal so richtig abschalten kann. Viele sagen, dass ihnen diese Therapie sehr gut getan hat, nur ich habe irgendwie folgende Ängste, dort hin zu gehen (habe mir vor kurzem eine Broschüre über die Klinik zu schicken lassen):
- Ich komme mit einem alten Mann / vollkommen abgedrehten auf ein Zimmer komme (mit abgedreht meine ich, dass der mich nicht schlafen lässt, oder nachts schnarcht, dass sich die Balken biegen)
- Dass ich in der Zeit da oben total eingesperrt bin, nichts mehr machen darf, damit meine ich, kein Internet (nicht nach Hause, auch nicht am Wochenende),
-dass ich dann auch dort nicht geheilt werden kann
-dass ich meinen arbeitsplartz verliere, oder meine Kollegen (arbeite mit 7 Kollegen zusammen) über mich herziehen, wenn ich wieder komme, können die ganz gut
- dass ich mit leuten zusammen kontakt bekomme, die von einer schlimmen krankheit geheilt worden sind (habe angst krebs zu bekommen oder schon zu haben, wegen den ständigen magenschmerzen, wobei das fast ausgeschlossen ist, so mein hausarzt)
- dass meine ehe darunter leidet
.....
deshalb versteh mich nicht falsch, aber ich würde manchmal echt gerne in eine Tagesklinik.
Vielleicht kannst dú dir ja auch mal folgende situation vorstellen, will mal ein bisschen aus meinem leben schreiben, evtl. kannst du dir daraus schon einen zusammenhang mit den magenschmerzeb bilden ??
Also....
ich bin 22 Jahre alt. Mein Vater ist vor knapp 8,5 Jahren nach sehr langer Alkoholsucht gestorben. Ich habe Ihn damals aus der ersten etage in den krankenwagen getragen. Vorher ist meine Mutter ausgezogen und ich bin danach bei meinen Großeltern aufgewachsen.
2002 im September stellten sie bei meinem Großvater Magenkrebs und Metastasen im ganzen Körper fest, er ist dann im Oktober gestorben.
Danach habe ich die hälfte von dem Haus vererbt bekommen. Nun wohnen meine Frau, meine demenzkranke Oma und ich zu hause.
Meine demenzkranke oma ist ziemlich nervend, und ich bin der meinung, dass es von ihr kommt, denn sie ruft am Tag ständig, stellt jeden tag etwas anderes an, mal schüttet sie den vogelsand in die toilette, mal stellt sie den eimer vom toilettenstuhl ins treppenhaus, dass es stinkt usw.
Mir ist aufgefallen, dass wenn ich auf der arbeit bin, alles im grünen bereich ist, und sobald es langsam auf halb 4 rückt, meine magenschmerzen so langsam anfangen. Bin ich woanders (schwiegereltern etc, dann habe ich keine Magenschmerzen, sobald es dannn richtung zu hause geht, geths wieder los....
Soweit dazu, vielleicht kannst du dich jetzt mal in meine lage versetzen..
gruss
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Jacky
Anmeldungsdatum: 06.04.2007 Beiträge: 49 Wohnort: Nähe Bonn
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Verfasst am: 12.04.2007 21:22 Titel: |
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hallo mondeo!
Ich verstehe was du meinst.
Ich möchte trotzdem gerne versuchen dir ein paar von deinen Ängsten zu nehmen.
1. du bist nicht gefangen dort. du kannst jederzeit wieder gehen. festhalten darf dich niemand, es sei denn du hast suizidale absichten
2. natürlich gibt es auch blöde bettnachbarn , aber wenn dich dieser/diese so gewaltig stört, ist das umziehen in ein anderes zimmer auch möglich
3.diese klinik ist da um dir zu helfen, nicht um dir zu schaden.
4. das andere menschen dir etwas über krankheiten ect erzählen können, passiert dir auch "draussen". da man sich ja mit der zeit dort kennen lernt, teilt man sich ja auch mit seinen ängsten mit. somit kann man drum bitten (sollte man auch!) dass man dich mit gewissen themen einfach nicht belasten darf.
5. natürlich kann man auch nach hause. an feiertagen, wochenenden und besuch ist selbstverständlich auch erlaubt. es ist kein knast dort . du bist ein erwachsener mensch und nur DU entscheidest
6. du schreibst ja nicht gerade gute sachen über deine kollegen. deswegen denke ich, dass vielleicht auch genau da die auszeit angebracht wäre. man ist ja ständig unter druck und das tut nicht gut. du bist übrigens nicht dazu verpflichtet denen solch einen aufenthalt mitzuteilen.
vielleicht sind evtl ja auch die kollegen an deinem jetzigen gesundheitsstand schuld. ich kenne viele die wegen mobbing ect kapputt gemacht wurden. kannst ja mal drüber nachdenken.
ich möchte dich keinesfalls zu einem aufenthalt dort überreden. ich möchte dir wie gesagt nur ein wenig darüber erzählen. wenn du irgendwann mal meinst es geht nicht mehr oder so, dann weißt du ja wo du hinkannst und welche möglichkeiten du dort hast. vielleicht hab ich dir ja ein wenig deine ängste nehmen können.
ich wünsche dir alles erdenklich liebe
eine liebe umarmung sendet dir
jacky _________________ Die Angst will erkannt, erfahren und verstanden werden, bevor sie sich zurück nimmt |
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mondeo
Anmeldungsdatum: 20.01.2007 Beiträge: 40
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Verfasst am: 12.04.2007 22:32 Titel: Da könntest du recht haben Jacky! |
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Meine Kollegen, vorallem 2-3 sind nicht so der reißer. Wenn man mal Krank ist (bin 22 Jahre alt, habe autoschlosser mal gelernt, bin dann leider versetzt worden), machen sie eine riesen welle, als ob sie noch nie krank waren. Ich war letztes Jahr, 2,5 wochen krank gewesen, und dieses Jahr aufgrund des Magens 2 wochen, ich denke, das ist jetzt nicht all zu viel, aber sie ziehen über einen her, das kotzt mich so an. Die werden zwar nicht raus kriegen, was ich genau habe, aber wenn unser meister den gelben schein von der klinik bekommt, dann wissen die das innerhalb von 2 stunden. Gerade der grösste hetzer, dem geht es selbst net all zu gut, der hat 4 wochen auf verdacht auf blutkrebs krank gefeiert und meinte, er hätte gar nix mehr arbeiten wollen auch nach den 4 wochen net, ist doch irgendwie abnormal. Jedesmal wenn einer krank ist, hetzt der rum, "wie lange will der denn noch feiern, das gibts doch gar net, der hat doch nix" etc...
Vorher, da wo ich gelernt habe, da war das lange net so, da war auch ein gepflegtes kollegiales verhältnis, da wurde mal ein spaß gemacht, wenn einer sich ne magenverstimmung wegen muscheln oder so geholt hatte, dann war das aber auch gut, und hier ist es das krasse gegenteil. auch werde ich hier irgendwie net so wirklich gefordert, im gegenteil, unterfordert. Ich habe einen Realschulabschluss, der passabel ist, habe eine guten ausbildungsabschluss, und jetzt schraube ich den ganzen tag an verkehrszeichen, das kann es doch net sein. ich meine am anfang hat es ja noch spaß gemacht, da war dann jeden tag etwas anderes zu machen nur mitlerweile kotz der job mich voll an, man muss mich bremsen, damit ich net zu viel mache.
Ich habe, so wie du meinst, bestimmt zu viele vorurteile zu dieser klinik, nur wie gesagt ich würde am liebsten in eine tagesklinik, um damit ich manchen problemen aus dem wege gehen kann (nach hause, zimmer nachbarn etc)
Vielen dank für deine unterstützung
*freu*
Gruss
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