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Angst-Forum Angstzustände, Panikattacken und Stress - diese Probleme berühren Millionen von Menschen täglich. Für Betroffene und ihre Angehörigen ist es wichtig darüber reden zu können. Dieses Forum will einen Raum dafür schaffen. Ein Herzliches Willkommen an Alle!
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julie
Anmeldungsdatum: 21.01.2007 Beiträge: 4
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Verfasst am: 21.01.2007 23:36 Titel: Es gibt doch Hilfe ;-) |
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An alle, die mehr oder weniger mit Angst und Panikattacken umgehen müssen. Es gibt Hilfe. Ich hatte selbst 15 Jahre Angstattacken oder Agoraphobie in mehr oder minder schweren Ausmaßen. Ich kenne das Gefühl der Machtlosikeit und die Angst davor wahnsinnig zu werden, und oder die anschließende Depression, die Macht über sich und sein Leben zu verlieren. Ich habe mich stets geweigert psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen, da ich mir sicher war, ich bin unheilbar krank. Somit habe ich mich die letzten acht Jahre nicht mehr zum Arzt getraut. Im Sommer letzten Jahres kam ein Magengeschwür dazu, dass mich zwang zum Arzt zu gehen. Der sagte ich solle das Rauchen und den Alokohl weglassen und das würde schon. Die Blutwerte waren sehr gut, was mich zwang darüber nachzudenken, was mir wirklich fehlt. Ich hatte einen Job, der mich wahnsinnig unter Druck gesetzt hat, dazu die Verantwortung für ein achtjähriges Kind. Somit kam arbeitswechsel nie in Frage. Im Dezember wurde es so schlimm, dass ich nicht mehr mal mein Kind von der Kita abholen konnte. Die ständige Angst vor Magenblutungen oder Durchriss war allgegenwärtig. Somit MUSSTE ich 4 Wochen Urlaub nehmen und bin fast verzweifelt. Mein Vater hat mich dann zur Psychologin getragen
Sie verschrieb mir für sofort Lorazepam und für später(da die Wirkung erst nach 1-2 Wochen eintritt) Paroxetin. Lorazepam war schwierig und die Nebenwirkungen für mich wahnsinnig gewöhnungsbedürftig. Nach ca. 3 Wochen wirkte Paroxetin. Ich war albern und wurde täglich mutiger. Mittlerweile habe ich meinen Job gewechselt (Keine Ausreden, JEDER kann das) und fühle mich wie neugeboren. Paroxetin macht nicht abhängig (sagt auf jeden Fall Frau Doktor) und kann eine ganze Weile genommen werden. Lediglich die Abesetzung muss ärztlich überwacht werden. Mittlerweile traue ich mir sogar zu, die Dosis zu verringern. Allerdings meint Psychologin ich habe einen natürlichen Serotoninmangel und das ist biologisch. Also nicht verrückt. und ich nehme es weiter. An alle, die das selbe Problem haben: Ich hatte genauso Angst vor Medikamenten, wie Ihr. Die Lebensqualität, die ich jetzt gewonnen habe, ist ein Geschenk. Auch Paroxetin hatte Nebenwirkungen, die mich haben zweifeln lassen: Müdigkeit, Schwindel, Übelkeit, etc. Der Weg dahin, wo ich jetzt bin, war es wert. Ich fühle mich wieder als Mensch und sogar jegliche Magenbeschwerden sind seit ca. einer Woche wie weggeblasen. Ich kenne die Verzweiflung und Machtlosigkeit, und würde gern mit meinem Posting einigen Mut machen, Eigenverantwortung im Kampf gegen die Angst als Pflicht zu machen. Ich habe auch sehr lange alles auf Umstände geschoben. Schreibt mir mails,oder wir treffen uns auf einen Kaffee im Bodenseeraum wenn ihr noch fragen habt. Ich wäre froh gewesen, mir hätte jemand, der die Symptomatik kennt, zugehört, als jemand, der sagt, stell Dich deinen Ängsten. Das geht nämlich nicht immer ohne weiteres;-)
Ich bin KEINE Ärztin oder sowas. Aber ich denke, wir sind "nachwievor"gleichgesinnte.
Allen viel Glück und Liebe und Energie auf eurem Weg.
Glg Julie |
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Verfasst am: Titel: Anzeige |
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tucktuckei
Anmeldungsdatum: 29.01.2007 Beiträge: 6 Wohnort: Kiel
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Verfasst am: 31.01.2007 17:04 Titel: |
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danke das du deine geschichte uns erzählt hast,
das kann einem echt wieder mut machen.
ich gratuliere dir das du das geschafft hast.
und dich nicht aufgegeben hast. |
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julie
Anmeldungsdatum: 21.01.2007 Beiträge: 4
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Verfasst am: 04.02.2007 23:22 Titel: |
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Oh. Das ist sehr nett
Gerne wieder  |
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medow
Anmeldungsdatum: 09.01.2007 Beiträge: 10
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Verfasst am: 05.02.2007 10:46 Titel: |
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| HI, mir ging es ganz genau so. Ich habe auch Paroxetin genommen. Nach 3 Wochen war die Angst zu 95% weg und es kam auch keine weitere Panikattake, dafür aber enorme Nebenwirkungen (Schwindel, dauerhafte Müdigkeit, Potenzprobleme, totale Unlust). Mitlerweile habe ich Paroxetin seit sei 3 Tagen abgesezt und versuche mein Leben ohne Psychopharmika zu meistern. Klar habe ich nun deutlich mehr Angst und kleinere Attacken, aber die Beiträge hier haben mir MUT gemacht. Ich dachte mir, egal was kommt, wenn das so viele schaffen, werde ich es auch versuchen. Macht auf keinen Fall den Fehler wie ich, plötzlich PSychopharmika zu nehmen, wenn Ihr nichts anderes versucht habt. Es gibt keine Garantie dafür, dass es ohne dieses zeugs geht. Bei vielen helfen nur Medikamnet. Aber viele haben auch den MUT es ohne zu Probieren. Diesen wünsche ich viel Glück auf dem Weg zur Lebensqualität |
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