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Freundin unterstützen bei Angsterkrankung?
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sott



Anmeldungsdatum: 20.04.2007
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 20.04.2007 17:12    Titel: Freundin unterstützen bei Angsterkrankung? Antworten mit Zitat

Hallo alle zusammen,

ich benötige einige Tips von euch, die schonmal eine Angsterkrankung mitgemacht haben. Ich versuch jetzt erstmal ein paar Dinge zu erklären:
Meine Freundin hat seit ~6-9 Monaten eine Angsterkrankung und war auch schon in einer Klinik. Nach dem Klinikbesuch ging es ihr auch wieder besser und ihre Panikattacken verschwanden komplett. Allerdings bekommt sie seit 1-2 Monaten wieder welche, eigentlich hätte sie schon längst einen Therapheut suchen sollen, damit ihre Therapie hier wieder weiter gehen kann.
Ehrlich gesagt ich kann diese Krankheit nicht wirklich nach voll ziehen. Habe zwar schon viel darüber gelesen, aber kann mir das Ganze doch nicht so vorstellen. Demnach weiß ich leider auch nicht was ich tun kann.

Sollte ich ihr nun Helfen einen Therapeut zu finden?
Gibt es irgendwelche Dinge die ich tun kann, wenn sie eine Panikattacke bekommt?
War jemand den ihr kennt vielleicht in einer ähnlichen Situation und könnte mir ein paar Tips geben?
Sollte ich sie mehr unterstützen oder sie weniger unterstützen, damit sie lernt die Dinge alleine regeln?

Ich will meiner Freundin ja auch nicht zuviel vorweg nehmen, ich meine sie muß ja lernen mit einer Situation zurecht zu kommen. Ich weiß sie kann es aber in letzter Zeit schwinden die guten Vorsätze.

Ich hoffe jemand kann mir ein paar Tips geben.

Grüße sott
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Waldemar



Anmeldungsdatum: 03.01.2006
Beiträge: 65

BeitragVerfasst am: 20.04.2007 18:47    Titel: `dranbleiben... Antworten mit Zitat

Hallo sott,

danke für Deinen Beitrag hier im Forum.

Meiner Meinung nach solltest Du Deine Freundin weiter motivieren, damit sich Ihre Lage wieder stabilisiert. Aber nicht überpacen! Klasse finde ich, dass Du für sie da sein willst!

Wenn Du ihre Angst nach"fühlen" willst, um verstehen zu können, was in etwa die Empfindungen einer Angstbetroffenen sind, könntest Du Dir zum Beispiel vorstellen dass Du auf einem Seil balancieren müßtest(!), das in 100 Meter Höhe über einem Abgrund gespannt ist...

Für Deine Freundin ist aber vielleicht schon der Besuch eines Restaurants dieses Seil in 100 Meter Höhe.

Geh´mit ihr regelmäßig spazieren, ohne Druck, am besten im Wald oder so... Ich kann mir auch vorstellen, dass sie in der Therapie Entspannungstechniken erlernt hat, motiviere sie diese wieder regelmäßig anzuwenden...

Sich schon mal nach einem Therapeuten/einer Therapeutin umzuschauen, halte ich auch für sinnvoll.

Auf jeden Fall: unterstütze sie bitte weiterhin. Und nimm`es ihr nicht `krumm, wenn sie aufgeben will - sie hat Angst in diesem Moment. Sei für Sie da, wenn sie Dich braucht und wenn Du es willst.

Wir können auch gerne mal telefonieren, wenn Du das möchtest.

Viele Grüße
Waldemar
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Elli



Anmeldungsdatum: 28.03.2007
Beiträge: 1219
Wohnort: Bayern

BeitragVerfasst am: 20.04.2007 19:40    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo sott, ich finde es ganz, ganz toll das du in dieser wohl schweren Zeit bei deiner Freundin bist und sie unterstüzt, echt super!!! Wink Ich hatte nicht das Glück, mein Exmann hatte sich noch lustig darüber gemacht und nur gemeint " na dann geh doch wieder zu deiner Psychotante". Er konnte damit überhaupt nicht umgehen, konnte es nicht verstehen. Es ist ja auch schwer es zu verstehen, aber du zeigst ja sehr viel Verständniss, das ist schon super!!!! Ich wünsch euch beiden ganz viel Glück und Kraft,alles erdenklich Gute, LG. Elli
_________________
es ist schon schlimm genug die Erfahrung mit Angstzuständen machen zu müssen, jedoch eine große Hilfe nicht ganz allein zu sein , in dem man sich evtl. austauschen kann! Dies geht eben nur mit Betroffenen!
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Annelore



Anmeldungsdatum: 19.04.2007
Beiträge: 84
Wohnort: Wörnersberg

BeitragVerfasst am: 20.04.2007 21:28    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Scot

Ich denke auf jeden Fall,dass es für Deine Freundin hilfreich ist,wenn Du für Sie da bist und Sie dabei unterstützt etwas dagegen zu unternehmen,beschreib doch mal die Ängste Deiner Freundin,wenn Du kannst.
Ich selbst habe auch seit ich junge Frau war hin und wieder Ängste,hab es aber bis jetzt immer auch ohne medikamentöse und ärtzliche Hilfe wieder hinbekommen.
Gruss
Annelore
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sott



Anmeldungsdatum: 20.04.2007
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 21.04.2007 11:25    Titel: Antworten mit Zitat

Vielen Dank euch allen für eure Tips.

@Waldemar: Das mit dem spazieren gehen ist eine gute Idee. Vielleicht überrede ich sie ein wenig Sport zu machen. Allerdings arbeitet sie auch und ist abends ziemlich fertig. Aber ab und zu spazieren gehen ist sicherlich nicht schlecht, das Wetter ist ja zur Zeit auch wirklich super. Hoffe nur das ich sie irgendwie überredet bekomme.

@Elli: Ich muss auch sagen, das ich schon ab und zu genervt bin. Was vermutlich auch verständlich ist, wenn man nicht verstehen kann was mit dem anderen los ist. Angsterkrannkung geht ja mit Depressionen einher und ich kann irgendwie das Ganze nicht gleich durchschauen. Bzw ist es so das ich viel auf mich beziehe, wenn es meiner Freundin nicht so gut geht. Klar es hat meistens nichts mit mir zu tun, aber für mich ist das auch nicht leicht. Trotzdem lieb ich sie ja und möchte mit ihr zusammen sein, weshalb ich sie auch so gut es geht unterstützen möchte.

@Annelore: Es ist schwierig die Ängste zu beschreiben, meine Freundin hat es auch schon versucht. Die Ängste verändern sich auch ein wenig, also inzwischen sind ihre Panikattacken nicht mehr so schlimm. Meistens soll es mit einer leichten Halluzination angefangen haben, ein leichter Schatten in einem Raum der immer größer geworden ist. Schweißausbrüche, Verkrampfungen (sogar so sehr, das sie zwei Tage fast komplett im Bett lag weil sie sich kaum bewegen konnte), .... Ich hab auch gehört, das eine Angsterkrannkung komplett geheilt werden kann, zumindest theoretisch. Aber wie genau kommst du mit den Ängsten klar, ich meine wie bekommst du es hin, ohne Hilfe den Ängsten zu entfliehen. Meine Freundin hat erst wieder solche Panikattacken, als die Medikamente langsam zur neige gingen und sie noch immer kein Therapheut gesucht hat. Vielleicht hast du ein Tip den ich meiner Freundin sagen kann.
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