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moddi



Anmeldungsdatum: 30.03.2008
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 30.03.2008 18:49    Titel: hallo allerseits! Antworten mit Zitat

Ich habe mich heute hier registriert. Erst mal ein paar kurze Worte über mich: bin knapp über 30 und lebe im Rhein-Main Gebiet (leider alleine). Seit dem ersten März studiere ich hab lange vorher schon eine Ausbildung gamacht, war allerdings lange arbeitslos. Angst habe ich seit ca. 8 Jahren. Das letzte Jahr war wirklich gut. War fast ansgtfrei.... bis gestern! Ich war bis letztes Jahr im September ca. 7 Jahre Benzodiazepinabhängig mit Mischkonsum Alkohol und Drogen (Kokain). Diesen Mist habe ich (hoffentlich) hinter mir. Seit der Zeit im September, wo ich 3 Monate in einer Klinik war, mache ich das erste mal wirklich und richtig eine Psychotherapie. Das alles lief bisher überaus gut. Der Kern meiner Ansgt ist ganz simpel: ist unser Wille, unser Wollen wirklich frei, oder nur eine Illsusion? (stichwort: Determinismus, Laplacescher Dämon). Wenn unser Willen nicht frei wäre, also nur ein Resultat nach dem Muster Ursache und Wirkung, dann würde alles was passiert prinzipiell vorher bestimmt sein. Seit dem "Urknall". Ich wäre für meine Handlungen nicht mehr verantwortlich und keinerlei moralischen Maßstäbe hätten mehr gültigkeit. Nach dem Motto: ich trage sowieso keine Verantwortung für mein Tun! Das alles hat für mich einen sehr manipulativen Charakter. Letzlich ist diese Frage schon lange eine Streit in Naturwissenschaft, Philosophie und Religion. Es gibt dort durchaus verschiedene Meinungen. Für mich klingt allerdings die "starke Deterministische" Position sehr plausibel. Seit gestern Abend bin ich aufgrund dieser überlegungen in meinem Inneren wieder richtig "zuammengekracht". Was vielleicht eine wichtige Frage für mich ist: warum hat dieses Thema eine solche Relevanz für mich und ist mit fast unerträglicher Angst überladen? Ich habe in meinem Leben schon früh grosse Probleme mit meinem Willen gehabt. Ich konnte manchmal Dinge nicht tun, selbst wenn sie noch so banal waren. Ist heute teilweise immer noch so. Ein kleines, sehr bezeichnendes Beispiel: ein Staubsauger steht ca. 2 Wochen im Blickfeld zwischen couch und Fernseher. Ich gucke mir das jeden Tag an und denke mir: räum das scheiss Ding endlich weg. Das stört dich doch massiv! Für so ein scheiss brauch ich 2 Wochen!! Auf der anderen Seite habe ich mir seit letztem Jahr schon bewiesen das wenn ich etwas will, kann ich es auch (wenn die Rahmenbedingungen stimmen). Ich habe einen Entzug erfolgreich hinter mich gebracht und die 3 Monate in der Klinik durchgehalten. Trinke keinen Alkohol mehr und fasse Drogen nicht mehr an. Mache seit 10 Jahren erstmals wieder Sport. 2-3 mal die Woche. Habe durch eiserne Disziplin 14 Kilogramm abgenommen (Umstellung der Ernährung). Bin Student und mache endlich in meinem Leben was ich WILL! Was verlangt diese Angst noch von mir? Oder bin ich das? Mich richtet das alles zu Grunde. Bin sehr nahe an der Grenze des erträglichen....

Ansgtlevel (1-10) : 9,6! Und das permanent!

Wünsche allen noch einen schönen Abend und hoffe das es mir bald besser geht.

gruss
moddi
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Nudl
Gast





BeitragVerfasst am: 31.03.2008 09:22    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo moddi. Danke für deinen Mut von deiner Angst zu erzählen.

Sag bist du gläubig? Glaubst du an Gott oder etwas in der Richtung?

Ich persönlich glaube an Gott und glaube das er uns die Entscheidungsfreiheit gegeben hat damit wir lernen eigenständig und selbstständig zu werden und die Wahl haben etwas aus unserem Leben zu machen oder eben auch nicht. Das enpfinde ich als Chance, denn nur ich entscheide! Aber manchmal empfinde ich es auch als Last...aber das kennt sicher jeder.
ich glaube nicht, dass alles vorbestimmt ist. Weißt du, wenn du dich aufs Sofa setzten würdest und warten würdest, dass der Staubsauger verschwindet...würde es nicht passieren. Du musst aus eigenen Antreib und aus eigener Entscheidung losgehen, das Ding packen und weg damit!
Ich sehe das so...


Ich bewundere dich auch wegen deiner Disziplin und wegen deinem doch auch starken Willen. Das ist leider bei mir Anders. Ich beginne Dinge und mache sie oft nicht zu Ende weil mir meine Ängste im Weg stehen..oder ich mir selber.(14 Kilo weniger würden mir au gut tun Wink )


Ich wünsche dir alles gute und hoffe auch das du bald wieder gesund bist bzw. es dir besser geht!

Grüßle Nudl
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