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Marlis



Anmeldungsdatum: 31.01.2010
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 06.02.2010 23:39    Titel: Hallo an alle! Antworten mit Zitat

Guten Abend!

Möchte mich hier auch ganz kurz vorstellen.
Habe mehr oder weniger durch Zufall hier auf diese Seite gefunden und dachte mir ich melde mich hier an um ein paar Erfahrungen auszutauschen und dem ein oder anderen vielleicht sogar ein bisschen weiterhelfen zu können.

Ich selbst wurde vor ca. 8 1/2 Jahren das erste mal von eigentlich unbegründeten Angstzuständen heimgesucht. In dieser Zeit bin ich viel zwischen 100ten von Ärzten, Psychologen und dem ein oder anderen Klinikaufenthalt hin- und hergerannt.

Mehr werde ich bei Gelegenheit gerne erzählen.

bis dahin,

schöne Grüße,

Marlis
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Elli



Anmeldungsdatum: 28.03.2007
Beiträge: 1242
Wohnort: Bayern

BeitragVerfasst am: 07.02.2010 09:19    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Morgen Marlis,

zuerst mal herzlichst willkommen im Forum

Ich sehe das du ja auch schon einiges an Arztbesuchen und Therapie hinter dir hast. Dazu hätte ich noch ein paar Fragen an dich, aber bitte antworte nur darauf wenn du das möchtest, okey?!

Wie und in welcher Situation waren denn deine ersten Angstzustände? Und welche Art von Therapie hast du gemacht?
Wie geht es dir heute damit?

Ups, soviele Fragen Embarassed Ich würde mich sehr freuen wenn du mir darauf antworten würdest.

Liebe Grüße, Elli
_________________
es ist schon schlimm genug die Erfahrung mit Angstzuständen machen zu müssen, jedoch eine große Hilfe nicht ganz allein zu sein , in dem man sich evtl. austauschen kann! Dies geht eben nur mit Betroffenen!
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Marlis



Anmeldungsdatum: 31.01.2010
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 07.02.2010 10:42    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Elli,

danke für deine Begrüßung!
Kein Thema, frag nur Wink. Am besten fang ich gleich von ganz vorne an. Angefangen hat alles ganz schleichend, konnte plötzlich nicht mehr schlafen. Hatte einfach Angst, vor was, weiß ich nicht genau. Jedoch wars am anfang noch ertragbar, da sich die Angstzustände nur zu Hause bemerkbar machten.
Irgendwann hatte sich der Spieß jedoch umgedreht und es fing auch in der Schule an. Dabei hat es sich dann die Jahre hochgeschaukelt und Panikattacken kamen dazu. Sie zu beschreiben ist etwas schwierig, aber ich denke einige von euch können sich bestimmt etwas darunter vorstellen. Meist kamen die dann bei irgendwelchen Menschenmengen, engen Räumen, öffentlichen Plätzen.. meist dauerten sie aber nicht viel länger als 10 Sekunden. Aber dieser Zustand hatte mich anfangs total überfordert. Es war plötzlich als wär man nicht zu 100 % im eigenen Körper und nicht an dem Ort, an dem man sich eben in diesem Moment befindet. Ja etwas blöd zu beschreiben.
Naja dann zu den vielen Therapien. Anfangs bin ich zwischen zig Therapeuten hin- und hergesprungen. So wirklich weiterhelfen konnte mir aber keiner.
Als ich dann irgendwann einfach nicht mehr in der Lage war zur Schule zu gehen, musste ich für ca. 4 Monate in eine Jugendpsychiatrie.
Nach der Therapie war Schule plötzlich wieder kein Problem mehr und ich dachte ich hatte es endlich geschafft. Kurze Zeit später kam jedoch der Rückschlag und das ganze Spiel fing wieder von vorne an.
Irgendwann sanken meine Leistungen dann so tief, dass ich die Schulstufe wechselte.
Nebenbei machte ich dann eine ambulante Therapie, die mir bis heute am besten geholfen hat. Denn vorher war es mir teilweise nicht einmal möglich auf einen Geburtstag, zum Einkaufen etc. zu gehen.
Und während dieser Therapie habe ich gelernt, alles Schritt für Schritt immer wieder zu versuchen.
Nachdem ich diese dann beendet hatte, konnte ich zwar wieder so ziemlich alles machen, was der Alltag so bot, aber natürlich war dies auch immer wieder eine Überwindung.

Puh, ganz schön viel Text Embarassed!
Ich hoffe du nimmst es mir nicht übel, aber deine letzte Frage werde ich dir später noch beantworten, sonst texte ich hier gleich alles zu!


schönen Sonntag noch!
Marlis
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Elli



Anmeldungsdatum: 28.03.2007
Beiträge: 1242
Wohnort: Bayern

BeitragVerfasst am: 08.02.2010 07:43    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Marlis,

schön das du so schnell geschrieben hast, lieben Dank dafür Laughing

Na da hast du ja schon einiges geschafft, sehr schön!!!!

Es ist gut das du es beschrieben hast.........Schritt für Schritt immer wieder versuchen und auch machen.

Ich denke das ist das a und o bei der Angsterkrankung. Auch ich hab es in der Therapie so gelernt und eine Neurologin sagte mir das vor 3 Monaten auch nochmal.Immer dran bleiben, üben, üben........

Ich würde mich freuen wenn du mir meine letzte Frage noch beantworten würdest Cool

So wünsche ich dir und allen anderen hier einen guten Start in die neue Woche.
_________________
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Marlis



Anmeldungsdatum: 31.01.2010
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 08.02.2010 10:00    Titel: Antworten mit Zitat

Hey Elli,

dankeschön!
Du sagst es, üben, üben und nochmals üben, ist die beste Therapie, auch wenn es einiges an Überwindung kostet.
Wie es mir heute geht - gut muss ich sagen, ich habe zwar desweiteren vorallem mit Winterdepressionen zu kämpfen, aber meine Angstzustände und Panikattacken habe ich mittlerweilen sehr gut im Griff.
Das heißt, alles was noch vor 2-3 Jahren unmöglich war, ist jetzt fast kein Problem mehr.
Klar manchmal kostet es schon noch überwindung, zB. eine Veranstaltung mit vielen Menschen zu betreten. Aber selbst die Panikattacken lassen mich mittlerweile "kalt", da ich sie einfach über mich ergehen lassen kann, da ich gelernt habe, dass mir nichts passiert, alles ok ist.

Deshalb kann ich allen nur den Rat geben, bleibt dran, auch wenn es schwer fällt, aber jedes noch so kleine Erfolgserlebnis ist es wert!


Viele liebe Grüße,
Marlis
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