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hello, my name is ...

 
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jack



Anmeldungsdatum: 27.09.2006
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 27.09.2006 22:06    Titel: hello, my name is ... Antworten mit Zitat

hallo alle zusammen.

nachdem ich etwas im netz zum thema panikattacken recherchiert hab bin ich (glücklicherweise) auf dieses forum gestoßen.
ich hab bereits einige threads hier gelesen und finde mich bzw. meinen zustand in vielen wieder.

seit ca. 3 jahren leide ich unter panikattacken, allerdings ist mir das erst seit 2 wochen wirklich bewusst. es handelt sich um die ganz typischen symptome: beim einkaufen, im auto, im restaurant, im flugzeug ... bekomme ich panik (kribbeln im bauch, puls wird schneller, schweissausbruch, beklemmungsgefühl, atemnot) und will nur noch "raus" weil ich angst habe umzukippen - genau das, was viele von euch hier schon oft beschrieben haben. bis vor kurzem hatte ich das sehr selten und habs immer als "kreislaufproblem" abgetan. allerdings haben sich diese zustände nun doch gehäuft und ich bin zum arzt, genauer gesagt zu jeder menge ärzte. mir gehts gut, blut, herz und schilddrüse sind ok. schließlich landete ich beim neurologen, der mir dann die augen öffnete...

nun muss ich mich mit dieser neuen, doch sehr ungewohnten situation auseinandersetzen und irgendwie mit dem ganzen klarkommen. ich bin definitv nicht gewillt, diese krankheit über mein leben bestimmen zu lassen und ich kämpfe fast täglich dagegen an. ich suche bewusst alltagssituationen die bei mir diese panik ausbrechen lassen und wehre mich dagegen - auch wenns manchmal echt die hölle ist. das klappt auch ganz gut, aber dennoch ist die angst mein ständiger begleiter. medikamente nehme ich keine, ich versuch mich viel abzulenken und mache sport. morgen nehme ich zum ersten mal am "entspannungstraining" beim neurologen teil.

es tut gut zu wissen dass man mit diesem problem nicht alleine ist und es tut noch besser zu wissen dass man es beseitigen kann. über ratschläge, tipps oder auch einfach nur ein bisschen konversation würd ich mich freuen.

ach ja. ich bin 30, single (falls das was zur sache tut).

viele grüße,
jack
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Waldemar



Anmeldungsdatum: 03.01.2006
Beiträge: 65

BeitragVerfasst am: 29.09.2006 06:41    Titel: Antworten mit Zitat

hi jack!

und herzlich willkommen im forum...

die beste empfehlung, die ich Dir geben kann ist: eigne Dir eine Entspannungstechnik an, die Du täglich anwendest!

Der Neurologe ist da auf dem richtigen Weg... nimm die Sache ernst und übe täglich!

Viel Erfolg für dich

Waldemar
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jack



Anmeldungsdatum: 27.09.2006
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 14.03.2010 09:50    Titel: keep the faith Antworten mit Zitat

so, nach 3,5 jahren melde ich mich mal wieder zu wort. ich denke, das was ich zu erzählen hab könnte dem ein oder anderen hier etwas mut machen.

na jedenfalls sind meine sympthome seit 2008 komplett verschwunden, ich kann wieder alles tun und lassen, wie vorher. einkaufen, kino, konzerte...kein problem mehr. was hab ich dafür getan? mich mit dem ganzen thema auseinandergesetzt, eine gesprächstherapie und jede menge sport. im grunde musste ich "einfach" nur das vertrauen in meinen körper wieder erlangen. es ist das A und O zu wissen, was bei solchen attacken im körper vorgeht (chemisch und biologisch), und warum sie überhaupt ausgelöst werden. unheimlich wichtig ist dabei, nicht sein leben aufzugeben. ich bin auch in harten zeiten immer weiter zur arbeit, auf parties, einkaufen, ins kino, zum sport...auch wenn das oft die hölle war, so war es doch jedes mal ein erfolgserlebnis, es doch überstanden zu haben. mit der zeit desensibilisiert sich der verstand für diese situationen und man vergisst mit der zeit die attacken...weil man ganz einfach nicht mehr dran denkt, man weiß, dass nix passieren wird und vertraut auf seinen körper. genau das ist das ziel: innerlich sicher sein, dass nix passieren kann und einfach das leben leben. es ist leicht gesagt, das weiß ich natürlich. aber jedes erfolgserlebnis bringt euch näher zum ziel. deshalb müsst ihr unbedingt weitermachen, zu leben. nicht verkriechen, nicht aufgeben. aus erfahrung kann ich sagen, konfrontation hilft am besten. beweist eurem körper, dass er nichts zu befürchten hat. je öfter ihr das tut, umso schneller und besser akzeptiert auch euer verstand diese tatsache und "gibt ruhe".

das klingt jetzt alles so leicht dahergesagt. vor ein paar jahren hätte ich darauf auch mit "ja klar, wenns nur so einfach wäre" reagiert. aber genau so ist es. jedenfalls in meinem fall. der erfolg hängt natürlich auch vom wesen des einzelnen ab. der eine reagiert gut auf solche methoden, der andere muss vielleicht etwas sensibler anfangen. aber im grunde kann ich euch sagen: es ist garnicht so schwer - geschweige denn unmöglich - das ganze loszuwerden und wieder ganz normal zu leben.

was ich auch empfehlen kann ist eine gesprächtherapie. kam bei mir ganz gut an, vielleicht tats auch nur gut mal drüber zu reden.
und natürlich sport - der hilft ungemein. wer einen fitten körper hat muss nun wirklich keine angst haben, umzukippen Wink außerdem baut sport angst ab und schüttet endorphine aus. für mich ist es zusätzlich noch ein guter weg, den kopf etwas frei zu kriegen. es fällt nicht immer leicht, das ist mir klar. ich stand oft genug beim laufen alleine im wald und dachte, ich kippe jeden moment um. bin ich aber nie, und das ist gut zu wissen Wink

ich würde sogar so weit gehen zu sagen, dass mir diese krankheit gut getan hat. ich lebe jetzt wesentlich bewusster, gesünder und sportlicher. mit dem rauchen hab ich auch aufgehört. das klingt für dein ein oder anderen hier bestimmt unglaublich, aber mich hat die ganze sache etwas "wachgerüttelt", ich kümmere mich jetzt wesentlich mehr um körper und geist und fühle mich dadurch einfach besser.

jedenfall hoff ich, dass meine geschichte euch etwas hoffnung gibt. man kann diese krankheit loswerden, man sich nur damit auseinandersetzen und nicht den kopf in den sand stecken - auch wenn das oft sehr schwer erscheint. aber hier ist ganz klar der weg das ziel.

ach ja. ich hab in der ganzen nicht nicht ein einziges medikament genommen.
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curry



Anmeldungsdatum: 23.06.2009
Beiträge: 51

BeitragVerfasst am: 14.03.2010 12:42    Titel: Antworten mit Zitat

hey,
also das finde ich wahnsinnig gut zu lesen was du geschrieben hast.gratuliere dir dazu,das du so stark warst und bist! Smile

ich finde du hast vollkommen recht mit dem was du sagst.ist der eigene körper fit und du zeigst ihm das auch,wird es mit der zeit besser!ich habe damals auch aufgehört zu rauchen,als es bei mir anfing.momentan mache ich geräte unterstützte krankengymnastik,welche mir auch sehr gut tut.die habe ich vom orthopäden verschrieben bekommen.mein problem ist nur,meinen faulen arsch auch weiter zu bewegen.und ich hoffe diesmal werde ich auch danach noch weiter mit spotrt machen.

wie du schon sagst,auch wenn man angst hat,arsch hoch und jede situation meistern(auch wenn es schwer fällt)!aber das erfolgserlebnis ist dann um so schöner und besser!

mfg
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