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Angst-Forum Angstzustände, Panikattacken und Stress - diese Probleme berühren Millionen von Menschen täglich. Für Betroffene und ihre Angehörigen ist es wichtig darüber reden zu können. Dieses Forum will einen Raum dafür schaffen. Ein Herzliches Willkommen an Alle!
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willleben
Anmeldungsdatum: 17.05.2007 Beiträge: 5
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Verfasst am: 24.06.2007 21:00 Titel: Hört es irgendwann mal auf? |
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| Ich leide eigentlich schon ewig (ca. seit 1992) unter Panickattacken, bloß waren sie anfangs bloß außerhalb der Wohnung, also wenn ich in Disco oder Kneipe war. Dann hab ich mir ein paar Cola-Bierchen gegönnt und dann wars gut. Ich wußte auch ewig nicht, was überhaupt mit mir los war. 1999 habe ich dann in Kind bekommen. Ich bin seitdem alleinerziehend und dann gingen meine Attacken so richtig los. Nirgendwo fühlte ich mich sicher, selbst zu Hause fand ich keinen "Schutz" mehr. Ich hatte das Gefühl total krank zu sein und fürchtete meine Kleine nicht versorgen zu können. Ende 2000 bin ich dann in der Psychiatrie gelandet. Ich durfte meine Tochter mitnehmen. Sie wurde tagsüber betreut und ich muß sagen ich habe dort sehr viel gelernt und war sehr beruhigt, als ich erfuhr, wievielen Menschen es so geht wie mir. Ich war dort 6 Wochen stationär und 6 Wochen in der Tagesklinik. Ich wurde dort mit Aponal (Doxepin) behandelt und zusätzlich mit Tafil (Alprazolam). Tafil wurde während des Aufenthaltes wieder abgesetzt und Aponal habe wurde auf meinen Wunsch mit Fluoxetin ausgetauscht, da ich durch Aponal extrem müde und fett wurde. Im Sommer 2002 habe ich dann die Medis abgesetzt weil es mir soweit ich mich erinnere gut ging. Doch leider hatte ich im Oktober des selben Jahres plötzlich wieder eine extreme Attacke mit anhaltenden Angszuständen, so daß ich Fluoxetin wieder nahm. Aber irgendwie bin ich trotzdem seitdem meine AZ nicht mehr los geworden. Mal mehr, mal weniger. Ich habe sie bis Februar diesen Jahres weitergenommen, in niedriger Dosis (20mg). Im Sommer letzten Jahres hatte ich dennoch schlimme Attacken, so daß die Dosis erhöht wurde auf 60 mg. Da mein Psychiater nicht greifbar war, als es am extremsten war, bin ich zuerst zu meinem Hausarzt, der hat mir Fluspi-Spritzen verordnet und die halfen mir auch nach zwei Tagen. Aber wie gesagt, wirklich losgeworden bin ich meine Attacken nicht. Im Februar habe ich die Tabletten dann auf eigenen Wunsch abesetzt, da sie mir ja gegen die Angst eh nicht halfen und ich zudem Ausschlag bekam, der für keinen Hautarzt nachvollziehbar war, aber evtl. von den Medis kommen konnten. Und ich mittlerweile bis auf 100 kg zugenommen hatte, was evtl. auch mit den Medis zusammenhängen könnte. Angstzustände waren da wie eh und jeh, mal mehr, mal weniger und bei Bedarf nahm ich immer mal wieder ne halbe Alprazolam. Allerdings bin ich wesentlich schlechter gelaunt, seit ich die Medis nicht mehr nehme und könnte für jeden Scheiß heulen. Nun ist im Mai ein Bekannter von mir kurzfristig an Lungenkrebs gestorben (im Dezember ist erst mein Papa gestorben, womit ich auch noch lange nicht fertig bin) und danach bin ich irgendwie wieder total ausgetickt. Panickattacken ohne Ende. Da mein Psychiater mal wieder keinen Termin so kurzfristig hat und ich keine Lust habe dort ewig zu warten, bin ich wieder zum Hausarzt und habe mir dort Fluspi geben lassen. Die auch wieder half - glaube ich jedenfalls - ist zwar trotzdem dauernd dieses unbehagliche Gefühl da, aber nicht so gravierend. Nun habe ich vor drei Wochen die letzte Fluspi bekommn (waren drei Stück) und mir geht es wieder sau schlecht. Gestern Abend wars plötzlich wieder die Hölle. Ich nahm eine halbe Alprazolam. Heute morgen ging es genauso weiter. Ich nahm 1/2 Bromazepam. Half aber beides nicht wirklich. Ich will mich auch nicht ewig mich Medis zudröhnen. Ich habe solche Angst. Meine Tochter ist inzwischen 8 Jahre und hat sich Gott sei Dank super entwickelt, aber dennoch mache ich mir wahnsinnige Gedanken um sie. Was wird aus ihr, wenn ich wieder total austicke? Wir wohnen ganz alleine im Haus (ist das Haus meines Vaters in dem ich schon seit 1995 wohne, ich habe es übernommen und meine Geschwister ausbezahlt .... ist auch noch einiges zu regeln). Ich habe Angst vor allem. Bilde mir im Moment wieder sämtliche Krankheiten ein und habe furchtbare Angst verrückt zu werden. Mir ist schwindlig, mir ist übel. Mein Herz rast und ich höre es im rechten Ohr schlagen. Es ist der reinste Horror, ich könnte die Wände hochrennen. Ich habe solche Angst meinen Beruf nicht mehr ausüben zu können und wieder Sozialfall zu werden. Das Haus abgeben zu müssen und und und. Besteht eigentlich die Chance mit dieser Krankheit irgendwann mal glücklich zu |
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joeli
Anmeldungsdatum: 17.01.2007 Beiträge: 112
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Verfasst am: 24.06.2007 21:42 Titel: |
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hallo willleben
hmm, erstmal weiß ich nicht so recht was ich sagen soll, bin traurig wenn ich lese wie es anderen menschen ergeht, ich denke wir alle die in diesem forum schreiben sind richtig hier... ich kann dir sehr gut nachempfinden, ich bzw wir alle haben uns bestimmt schon mehr als einmal gefragt warum grade ich, wann hört das auf, wieso???? ich denke das kann uns niemand beantworten, nur unsere seele und erinnerungen selbst..
das mit den medikamenten kenne ich zu gut, etliches habe ich ausprobiert, nun lebe ich ganz ohne, denn selbst vor medis habe ich eine mist angst, bzw vor den nebenwirkungen, bin so empfindlich.. jeder schmerz an meinen körper löst angst in mir aus.. aber warum, zu viel leid gesehen von anderen vielleicht, ich musste ein jahr im krankenhaus verbringen weil mein sohn todkrank war, ich habe andere menschen kommen und gehen gesehen, schreie gehört der personen, der angehörigen und dann mein eigenes leid von meinem sohn, jeden tag eine andere meinung der ärzte, er schafft es.... er schafft es nicht. ER HAT ES GESCHAFFT, er lebt, gott sei dank.. ich wollte ihm das beste leben bereiten, versprach es ihm, doch was ist jetzt, seit jahren habe ich die angst, panikattacken!! machmal kann ich nicht das haus verlassen..
du siehst es geht anderen ähnlich.. was ist denn los momentan bei dir?? vielleicht im umfeld,vor was hast du am meisten angst, deine tochter nicht mehr versorgen zu können, das haus zu verlieren, oder krank zu werden?? kannst du nachts schlafen??
liebe grüße. hoffe ich habe dir nicht zu viel geschrieben...
eigentlich wollt ich dich ja erstmal nur begrüßen. schmunzel |
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willleben
Anmeldungsdatum: 17.05.2007 Beiträge: 5
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Verfasst am: 24.06.2007 22:14 Titel: |
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Danke für die Antwort. Neee, Du hast doch nicht zuviel geschrieben. Ich freue mich.
Ich weiß nicht, was los ist bei mir. Wahscheinlich bin ich einfach zu einsam. Vielleicht ist es auch einfach alles. Der Tod meines Vaters, der Streß wegen der Erbschaft. Die viele Arbeit an dem Haus ..... und niemand der wirklich für mich da ist. Die größte Angst, die ich habe ist die, meine Tochter nicht mehr vesorgen zu können.Ich denke oft: sie ist so ne Liebe, sie hat es nicht verdient so eine bescheuerte, im mit sich selbst beschäftigte Mama zu haben.
Dein Schicksal hört sich aber so richtig hart an! Also wenn ich noch hätte um das Leben meiner Tochter bangen müssen, wäre ich wohl komplett ausgetickt. Sowieso würde ich sowas wahrscheinlich gar nicht verkraften. Das man bei so langem Krankenhausaufenthalt ne Menge scheiß mitkriegt, kann ich mir vorstellen. Ich selbst arbeite in einer Kinik, in der Strahlenklinik, da werden die krebskranken Menschen bestrahlt, bin zwar nur Schreibkraft, aber mir reicht durchaus was ich alles mitkriege!
Schlafen kann ich nicht so gut. Ich werde oft wach und kämpfe gegen die Angst. Morgens ist es allerdings am Schlimmsten. Der Tag fängt immer schon mit scheiß Angstzuständen an und immer kämpfe ich gegen mich selbst, ob ich nun zur Arbeit fahre oder nicht. Jedoch würde es mir zu Hause nicht besser ergehen, als auf der Arbeit, würde mich bloß noch unnützer fühlen. Ich gehe jetzt gleich ins Bett. Bin sehr müde, aber habe Angst vorm Schlafen gehen. Gestern war es wirklich besonder schlimm. Hoffentlich wird es diesmal eine gute Nacht.
Gruß |
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Elli
Anmeldungsdatum: 28.03.2007 Beiträge: 1248 Wohnort: Bayern
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Verfasst am: 25.06.2007 21:27 Titel: |
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Hallo willeben,
ich hab gerade deinen Bericht gelesen und es macht mich traurig da ich eine ähnliche Situation habe. Ich stelle mich kurz vor. Ich bin Elli, 44, hab zwei tolle, leider auch sehr wilde Jungs, 8 und 9, bin seit 2 Jahren geschieden, mein Ex hat das Sorgerecht abgegeben da er und seine Trulle ihre Ruhe brauchen, die ganze Verantwortung liegt bei mir. Kein freies Wochenende, Halbtagsjob, Haushalt, Hausaufgaben....... Das kennst du sicher! Dazu noch Angstzustände und Depri. Ganz toll!!!! Aber irgendwie geht es weiter. Ich kenne das auch zu gut mit Medis und zunehmen. Allerdings kenne ich nichts von dem was du bekommen hast. Ich hatte nie Medikamente wegen der Angststörung genommen, leider kam im Feb. 07 eine fette Depression dazu und dann ging es leider nicht anders. Anfangs bekam ich Mirtazipan 15mg. hab ich überhaupt nicht vertragen, wurde noch unruhiger. Jetzt hab ich Paroxetin, tägl. 20 mg, ist auch nicht so toll, aber es geht. Habe auch schon 10 Kilo zugenommen, mega scheiße! Ich denke du hast eine mega Belastung, kein Wunder das es dir nicht gut geht. Darf ich fragen was mit dem Vater deiner Tochter ist? Du bist ganz sicher keine bescheuerte Mama, ich denke unsere Kinder können soweit damit umgehen. Wir haben uns das ja nicht ausgesucht. Ich will dich jetzt nicht noch mehr zutexten, ich würde mich aber sehr über eine Antwort freuen. Ich wünsch dir alles erdenklich Gute, liebe Grüße, Elli  _________________ es ist schon schlimm genug die Erfahrung mit Angstzuständen machen zu müssen, jedoch eine große Hilfe nicht ganz allein zu sein , in dem man sich evtl. austauschen kann! Dies geht eben nur mit Betroffenen! |
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willleben
Anmeldungsdatum: 17.05.2007 Beiträge: 5
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Verfasst am: 26.06.2007 20:36 Titel: |
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Hallo Elli,
schön, daß Du geschrieben hast. Wie lange hast Du denn schon die Angstzustände? Schon vor der Geburt der Kinder? Dein Ex scheint ja echt der Hammer zu sein. Also kümmert er sich wohl gar nicht mehr .... Der Vater meiner Tochter ist ein sogenannter "Sonntagsvater". Er nimmt sie dann und wann, ohne feste Zeiten, wann es ihm grad in den Kram paßt. Ich lasse ihn auch, ich habe keine Lust, ihn auf etwas festzulegen. Er hat wieder auch eine feste Freundin. Er holt meine Kleine so ungefähr 2 x monatlich vom Hort ab und geht dann mit ihr schwimmen oder ins Kino und bringt sie dann meist nach sieben Uhr wieder. Und dann nimmt er sie ab und zu mal sonntags, wenn er was mit seiner Freundin und der Kleinen unternehmen möchte, weil die Schwester seiner Freundin eine Tochter im Alter meiner Svenja hat.
Ich bin diese Woche krank geschrieben. Es ist ein auf und ab mit meiner Panik. Gestern morgen habe ich mir wieder eine Fluspi-Spritze geben lassen. Mein Hauszarzt meint, ich komme wohl nicht umhin wieder Antidepressiva zu nehmen. Am Donnerstag habe ich Termin beim Psychiater. Heute morgen ging es mir ganz ganz dreckig. Habe 1/2 Aprazolam genommen und mir ständig eine "Die Angst überwinden Kassette" reingezogen. Ich war wieder so nah dran mich einweisen zu lassen. Gott sei Dank habe ich bisher noch nicht gemacht. Ich hätte keine Ahnung, wie ich das mit meiner Kleinen regeln sollte. Ich habe auch Angst, daß ich dann noch mehr in den Angststrudel reinkomme. Es ist alles so auswegslos. Ich darf mich da nicht immer reinsteigern! Und keiner von meinem Bekanntenkreis kann es irgendwie nachvollziehen, daß ich nur da liege und nichts tue. Ich hätte weiß Gott genug zu tun zu Hause, aber ICH KANN NICHT! Ich merke jetzt auch wie die Angst wieder in mir aufzustiegen versucht. Werde mir wohl wieder irgendeine Medi einwerfen müssen. HOffentlich hilft sie dann auch! Hast Du gar keine Medis für Deine Angst bekommen?? Wie bist Du mit der Angst umgegangen. Schade, daß Du so weit weg wohnt. Ich wünsche mir immer jemanden in meiner Nähe, der mich versteht und dem es ähnlich geht. |
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