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Angst-Forum Angstzustände, Panikattacken und Stress - diese Probleme berühren Millionen von Menschen täglich. Für Betroffene und ihre Angehörigen ist es wichtig darüber reden zu können. Dieses Forum will einen Raum dafür schaffen. Ein Herzliches Willkommen an Alle!
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Nudl Gast
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Verfasst am: 14.03.2008 17:24 Titel: Huhu |
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Hallo mein Name ist Vivien und ich bin 21 Jahre alt.
Ich habe schon einen langen Weg hinter mir und scheint nie enden zu wollen. Ständig entdecke ich neues an mir, was mich stört und es mir immer schwerer macht mit dem Alten erstmal fertig zu werden.
Ich bin seit ich etwa 13 bin depressiv, wusste das aber nicht. Ich habe immer gemerkt das etwas nicht mit mir stimmt, aber was wirklich los was wusste ich nicht. Ich hatte seit ich eben 13 wahr kein Lebenswillen/Lebensmut mehr. Wollte nicht merh da sein und habe mich unglaublich gehasst. Aber verschiedene Faktoren haben dazu beigetragen, dass ich trotzdem so weiter leben konnte. Keiner in meiner Familie oder in meinem Umfeld hat gemerkt, wie schlecht es mir immer ging und ich wollte das auch nie.
Mit 18 lernte ich meinen jetztigen Mann kennen, der aus der Nähe von Hamburg kam und ich lebte am Bodensee. Diese Fernebziehung hat in mir Trennungsängste hervorgerufen, die ich seit klein auf habe, aber keiner es wirklich gemerkt hat. Mit jedem Abschied wurde es schlimmer, da wir und nur alle 4-6 Wochen für ein WE sehen konnten. Nach etwa 7 Moanten war ich so weit, dass ich mich umbringen wollte...dieser ständige Schmerz und die Tatsache, dass dies noch lange kein Ende haben sollte, da ich noch mitten in der Ausbildung steckte, trieben mich dazu genau pläne zu schmieden, wie ich mien Leben beenden wollte. Ich war immer öfter in apatischen Zuständen...wo ich irngedwie das gefühl hatte, meine Körper für kurze Momente verlassen zu können und auf das Häufchen Elend herab zu sehn was ich war.
Die Liebe zu meinem Mann hat mich jedoch die Notbremse ziehen lassen. Ich hab ihm erzählt was los ist und habe mich entschieden mein Leben komplett zu ändern. Ich brach meine Ausbildung kurz vor der schriftlichen Prüfung ab, was meine Eltern, die das ganze nicht(bisher immernoch nicht wirklich) verstehen konnten und wollten. Ich zog dann nach in den Norden und wir heirateten. Ich dachte damit würde es mir besser gehen und ich wäre wieder glücklich. Ich begann eine neue Ausbildung und musste diese nach einem Jahr unterbrechen...da es mir immer schlechter ging. Ich hatte so schlimme Trennungsängste, dass mien mann morgens nicht in die Arbeit gehen konnte. Diese Verlustängste machten mic hso kaputt, das ich wie gesagt nach dem einen Jahr Ausbildung für 6 Wochen stationär in eine Klinik musste. danach ging es mir viel besser. Doch ich entschied noch ein weiteres Jahr Pause zu machen, um mich zu erholen und an mir zu arbeiten.
Jetzt bin ich stolze Mama von einem 4 Moante alten Sohn.
Ich war schon lange nicht mehr stark depressiv trotz vieler Hürden. Aber meine Ängste wachsen mit jedem Tag.
Die Trennungsängste hab ich mal im Griff und mal nicht. Seit meiner Schwangerschaft haben ich extreme Angst vor Dunkelheit..wir müssen sogar ein Nachlicht haben, da ich anfang schlimm zu fantasieren wenn es stockfinster ist und ich bekomme schlimme Panik. Ich habe ein sehr geringes Selbstbewusstsein und deshalb traue ich mich viele Dinge nicht und habe unnormale Angst vor vielen Dingen wie telefoinate führen oder was auch immer....
Der Gurnd aber warum ich mich hier angemeldet habe ist, dass ich momentan extreme Angst vor Vergewaltigung habe. Mir ist noch nie etwas zugestoßen, aber trotzdem habe ich immer größere Angst davor, dass mir sowas passieren könnte. Ich traue mich kaum noch alleine raus und mache ungern die Türe auf. ich habe als Jugendliche mal einen Film gesehn der eine Vergewaltigung zum Inhalt hatte und habe mal ein Buch gelesen von eienr frau der sowas und vielen anderen frauen mehrfach passiert ist. diese Bilder und auch das Gelesene gehen mir nicht aus dem Kopf. Ich entwickle zunehmen hass auf Männer, weil sie solche grausamen Dinge tun.
Ich habe Angst davor, dass wir irgnedwann Krieg bekommen und unsrer Männer in den Krieg gehen, der feind ins Lang kommt und wir frauen werden gefoltert und vergewaltigt wie es schon immer im Krieg passiert ist.
Und das schlimmste ist, ich bin ein Frau und kann es nicht ändern!!! Trotz das mein Mann kleiner ist als ich, ist er stärker, was mit zeigt, dass ich keine Chance hätte gegen einen Mann. Das macht mir Angst.
Ich weiß nicht woher diese starke Angst kommt und weiß nicht wie umgehen damit.
Vielleicht kennt das ja einer und kann mir Rat geben.
Viele liebe Grüßle Nudl |
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Google
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Verfasst am: Titel: Anzeige |
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Elli
Anmeldungsdatum: 28.03.2007 Beiträge: 1248 Wohnort: Bayern
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Verfasst am: 15.03.2008 06:49 Titel: |
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Hallo Nudl,
erst mal herzlich willkommen hier im Forum
Tja, was ich da so gelesen habe gefällt mir nicht so gut, das ist wirklich sehr traurig da du noch sehr jung bist
Ach erst mal herzlichsten Glückwunsch zum
Warst du denn nochmal beim Doc? Ich kann dir das nur raten, denn deine extremen Ängste sind schon recht speziell.
Ich weiß aus eigener Erfahrung das vieles mit der Hormonumstellung zu tun haben könnten. Die einen haben garkeine Ängste mehr, bei den anderen verstärkt sie sich. Das dauert eine Weile!
Ich verstehe auch deine Angst vor Krieg und Vergewaltigung. davor hätte wohl jede Frau Angst, ganz klar! Aber z.B. ist ein Krieg bei uns in Deutschland ziemlich unwahrscheinlich.
Ich kann dir echt nur raten, suche dir professionelle Hilfe, einen Therapeuten oder Neurologen.
Nimmst du denn Medikamente? Falls ja, bitte keine Namen schreiben, das dürfen wir hier nicht. Du kannst darüber in einer pm schreiben.
Nun wünsche ich dir erst mal ganz viel Kraft und Zuversicht,
ganz liebe Grüße, Elli _________________ es ist schon schlimm genug die Erfahrung mit Angstzuständen machen zu müssen, jedoch eine große Hilfe nicht ganz allein zu sein , in dem man sich evtl. austauschen kann! Dies geht eben nur mit Betroffenen! |
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hexchen

Anmeldungsdatum: 14.02.2008 Beiträge: 448
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Verfasst am: 15.03.2008 12:39 Titel: |
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Hallo Nudl,
ich freue mich auch, dass du den Weg hierher gefunden hast. Ich bin auch noch nicht lange dabei. Die liebe Elli hat es schon geschrieben, ich meine auch, dass du nochmal Hilfe suchen könntest bei einem Therapeuten.
Ich möchte dir sagen, dass auch ich vor einigen Jahren so ähnliche Ängste bekam (zu allen möglichen anderen ), dass mich jemand überfallen und vergewaltigen könnte, vor allem, wenn ich allein mit dem Rad draußen war. Hab mich dauernd umgeguckt und gemeint, hinterm nächsten Busch kommt vielleicht gleich einer vor. Ich habe mich dann wie selbst beobachtet, weil ich merkte, dass da was merkwürdig dran ist. Denn ich hatte früher als junge Frau, nun bin ich 50, solche Ängste fast gar nicht. Und nun soll so einer Ollen plötzlich sowas passieren? Ich spürte, dass es etwas damit zu tun hatte, wie es mir ging. Aber was tun? Geändert hat sich das erst, nachdem ich in der Tagesklinik in Behandlung war (nachdem kaum noch was ging), wieder Vertrauen zu anderen Menschen finden konnte. Und auch mit meinem Mann einige Hühnchen gerupft. Ich meine im Nachhinein, es waren viele versteckte Aggressionen und auch Wünsche dahinter ...
Geblieben ist mein überstarkes Mitgefühl, wenn ich im Fernsehen von Krieg oder Vergewaltigung sehe, wenn es dann noch konkret wird, das hängt mir sehr lange nach. Dann kann ich nicht einschlafen und habe diese Bilder vor Augen. Ich mache sowas mittlerweile meist einfach aus. Zack, weg! Naja, wenn das mit allem so einfach wäre! ...
Ein gutes Wochenende
wünscht dir
das hexchen
(ach übrigens, gegen alles kann Frau sich nicht wehren, aber immerhin können wir kratzen, beißen, spucken, schreien ... ) |
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Gertraude

Anmeldungsdatum: 28.02.2008 Beiträge: 169
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Verfasst am: 17.03.2008 20:50 Titel: |
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Hallo Nudl,
als ich jünger war, hatte ich auch Phasen, wo ich gewisse Dinge, die ich im TV gesehen oder gelesen hatte, nicht verkraften konnte. Dazu gehörte auch Vergewaltigung von Frauen im Krieg. Es hat mich - nach längerer Zeit, in der ich mich fragte, wie halten das die Frauen aus, so "normal" zu leben, wo sich doch jederzeit solche Szenarien wiederholen könnten - dazu gebracht, mich mit den Hintergründen zu beschäftigen. Dazu gehörten dann solche Fragen wie: was ist in Männern anders als in Frauen, daß sie soetwas überhaupt tun können; wie waren wohl die Situationen, in denen Vergewaltigungen stattfanden; was macht es trotz all dieser schrecklichen Geschehnisse möglich, daß Männer und Frauen zusammenleben können und Familien gründen.
Diese Fragen (und viele mehr) beschäftigten mich viele Jahre lang und halfen mir, die Verhaltensweisen besser zu verstehen.
Auch ich hatte phasenweise nur Haß auf Männer, heute sehe ich vieles sehr viel differenzierter.
Um es mal sehr stark vereinfacht auszudrücken: Männer sind prinzipiell nicht so sozial denkend wie Frauen. Sie könne sich nicht so leicht in andere Wesen hineinfühlen. Das liegt wohl vor allem an ihrer ursprünglichen Aufgabe, die die Natur für sie vorgesehen hatte. Sie durften nicht zuviel "Mitleid" mit dem Gegner oder dem Beutetier haben, weil sonst die eigene "Sippe" bedroht war.
Ohne Frauen mit ihren sozialen Fähigkeiten (und abgesehen von der körperlichen Fähigkeit für Nachwuchs zu sorgen), wären Männer schon längst ausgestorben. Sie hätten sich einfach nacheinander abgeschlachtet. Leider steckt das immer noch in Männern, obwohl der Mensch heute so weit entwickelt ist, daß es eigentlich auf ganz andere Dinge ankommt...
Frauen sind Männern auch nicht "wehrlos ausgeliefert", wie Du vielleicht befürchtest. Sie haben nur ganz andere, viel feinere und verborgenere Strategien, um Männer zu "lenken". Im zivilisierten Leben kommen Frauen damit durchaus gut voran.
Nur wenn die Zivilisation zusammenbricht und Gesetze immer weniger wert sind, kann dieses Gleichgewicht kippen. Sollte dieser Zustand irgendwann mal eintreten, ist sowieso alles zu Ende und es lohnt sich nicht mehr, weiterzuleben. Diese Gefahr besteht aber wohl glücklicherweise vorläufig in Europa nicht, die Menschen hier haben einfach materiell (zuviel) zu verlieren und ein wenig hat man wohl auch aus der Geschichte gelernt. _________________ Mit Wünschen sollte man vorsichtig sein
- sie könnten wahr werden. |
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Gertraude

Anmeldungsdatum: 28.02.2008 Beiträge: 169
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Verfasst am: 17.03.2008 20:57 Titel: |
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| Gertraude hat Folgendes geschrieben: |
Hallo Nudl,
als ich jünger war, hatte ich auch Phasen, wo ich gewisse Dinge, die ich im TV gesehen oder gelesen hatte, nicht verkraften konnte. Dazu gehörte auch Vergewaltigung von Frauen im Krieg. Es hat mich - nach längerer Zeit, in der ich mich fragte, wie halten das die Frauen aus, so "normal" zu leben, wo sich doch jederzeit solche Szenarien wiederholen könnten - dazu gebracht, mich mit den Hintergründen zu beschäftigen. Dazu gehörten dann solche Fragen wie: was ist in Männern anders als in Frauen, daß sie soetwas überhaupt tun können; wie waren wohl die Situationen, in denen Vergewaltigungen stattfanden; was macht es trotz all dieser schrecklichen Geschehnisse möglich, daß Männer und Frauen zusammenleben können und Familien gründen.
Diese Fragen (und viele mehr) beschäftigten mich viele Jahre lang und halfen mir, die Verhaltensweisen besser zu verstehen.
Auch ich hatte phasenweise nur Haß auf Männer, heute sehe ich vieles sehr viel differenzierter.
Um es mal sehr stark vereinfacht auszudrücken: Männer sind prinzipiell nicht so sozial denkend wie Frauen. Sie könne sich nicht so leicht in andere Wesen hineinfühlen. Das liegt wohl vor allem an ihrer ursprünglichen Aufgabe, die die Natur für sie vorgesehen hatte. Sie durften nicht zuviel "Mitleid" mit dem Gegner oder dem Beutetier haben, weil sonst die eigene "Sippe" bedroht war.
Ohne Frauen mit ihren sozialen Fähigkeiten (und abgesehen von der körperlichen Fähigkeit für Nachwuchs zu sorgen), wären Männer schon längst ausgestorben. Sie hätten sich einfach nacheinander abgeschlachtet. Leider steckt das immer noch in Männern, obwohl der Mensch heute so weit entwickelt ist, daß es eigentlich auf ganz andere Dinge ankommt...
Frauen sind Männern auch nicht "wehrlos ausgeliefert", wie Du vielleicht befürchtest. Sie haben nur ganz andere, viel feinere und verborgenere Strategien, um Männer zu "lenken". Im zivilisierten Leben kommen Frauen damit durchaus gut voran. Man darf auch nicht unterschätzen ,daß auch Männer seelische Geborgenheit und Anteilnahme brauchen, nur sind sie nicht so sehr in der Lage, diese auch zu geben oder das auch nur zuzugeben, weil sie oft glauben, das sei ein Zeichen von "Schwäche"...
Nur wenn die Zivilisation zusammenbricht und Gesetze immer weniger wert sind und stattdessen das "Recht des Stärkeren" regiert, kann dieses Gleichgewicht kippen. Sollte dieser Zustand irgendwann mal eintreten, ist sowieso alles zu Ende und es lohnt sich nicht mehr, weiterzuleben. Diese Gefahr besteht aber wohl glücklicherweise vorläufig in Europa nicht, die Menschen hier haben einfach materiell (zuviel) zu verlieren und ein wenig hat man wohl auch aus der Geschichte gelernt. |
_________________ Mit Wünschen sollte man vorsichtig sein
- sie könnten wahr werden. |
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