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Jeder Tag ist eine Qual!

 
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gangstagirl



Anmeldungsdatum: 16.11.2006
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 16.11.2006 17:59    Titel: Jeder Tag ist eine Qual! Antworten mit Zitat

Ich fing voriges Jahr mit meiner Schulischen Ausbildung an. Hatte aber oftmals keinen bock auf schule und blieb lieber zu Hause. Am ende des Schuljahres blieb ich auf Grund meiner vielen Fehltage sitzen. Doch wie sollte ich es meinem Vater erklären? Das wäre eine große Enttäuschung für ihn. Doch ich versuchte es ihn zu verheimlichen. Seitdem Quälte mich nur die frage „wie bring ich ihm das bei?“ Zu diesem Zeitpunkt hatte ich ein 5 wöchiges Praktikum in einem autohaus. Das war dieses Jahr im Juli. Ich saß wie immer vom Computer, doch plötzlich fing es an. Ich bekam starkes Herzstechen, trank daraufhin viel damit sich mein Blut verdünnte, doch irgendwie stimmte etwas nicht. Es war an diesem Tag sehr warm, und es könnte doch passieren, dass ich hier mitten im Autohaus einfach so umkippe, und keinen Interessiert es oder sie lachen sogar noch darüber, dachte ich mir….. daraufhin fuhr meine mom mich zum Arzt. Der konnte sogar sehr niedrigen Blutdruck feststellen und meinte, dass ich kurz vor einem Kreislaufzusammenbruch stünde. Ab dem Zeitpunkt fing alles an. Am nächsten tag, dachte ich, es wäre wieder so, und meine mom musste mich schnellstmöglich abholen. Als ich zuhause war ging es mir sehr schlecht. Mir ging es abends immer schlechter. Meine mom ging einkaufen. Doch nun war ich allein. Was wenn ich umkippen würde und keiner würde es bemerken? Also steigerte ich mich in die sache so krass rein, dass sogar der notartz kommen musste. Mir war furchtbar übel und ich litt an Durchfall. Aber alle werte waren normal. Und als sie da waren ging es mir schon viel besser.
Am nächsten tag fuhr ich gleich zu meinem Hausarzt welcher 30 km von mir entfernt war. Doch ca 10 km vor meinem ziel fühlte ich mich immer schlechter. Als wir ankamen ging es mir so schlecht, dass wieder der Krankenwagen kommen musste. Mir wurde schwindlig, ich zitterte sehr stark am ganzen körper und ich fing an zu weinen. Ich wusste ja nicht, was mit meinem Körper geschieht. Im Krankenhaus bestand dann der verdacht auf einen Hirntumor. Es war einfach nur die Hölle. Zu hause angekommen ging es mir immer noch schlecht. Das änderte sich die nächsten tage auch nicht. Ich konnte ja nicht mal auf Toilette gehen, ohne angst zu haben umzukippen. Somit waren die nächsten 2 Wochen eine Qual für mich. Ich Verlor in der kurzen Zeit 7 kg. Als nächstes stellten sämtliche ärzte fest, dass mir nichts fehlt und ich körperlich in Ordnung sein. Da viel mir erstmal ein Stein vom Herzen. Doch die symthome waren immer noch da. Somit suchte ich einen Psychologen auf , welcher mir nur irgendwelche tabletten mitgab und meinte, ich seil ok, aber ich solle mich nicht immer in irgendwelche krankheiten reinsteigern. Also versuchte ich seitdem das ganze in den Griff zu bekommen, jedoch erfolglos. Die Panikattaken werden zwar nicht mehr so schlimm wie die ersten beiden, es hat trotzdem mein gesamtes leben verändert. Wenn man das überhaupt noch leben nennen kann. Meistes stelle ich mir schon nach dem aufstehen die fragen „Geht es mir heute schlecht“? „Hab ich Kreislaufbeschwerden“? „Werde ich bis um drei durchhalten, oder muss ich die schule wieder eher verlassen“? Diese fragen gehen mir den ganzen tag durch den Kopf. Vor allem, wenn ich in der schule sitze. Ich gehe nicht mehr gerne einkaufen, aus angst, es ginge mir nicht gut und ich käme nicht rechtzeitig in meine Wohnung zurück, obwohl diese nur 5 min entfernt ist. Ich kenn nicht mehr mit in Discotheken fahren, die nicht in der Umgebung sind. In die Alpen zu fahren, um dort zu snowboarden geht auch nicht mehr. Ich habe auch angst nicht zwischen panicattake und wirklichen kreislaufproblemen unterscheiden zu können. Dann denke ich jedes Mal, was ist, wenn es doch keine leichte Panicattake ist, sondern ich wirklich kurz vorm umkippen bin? Was, wenn mich dann alle leute doof anglotzen und keiner hilft mir? Jeder Tag ist für mich zur Mutprobe geworden. Meine Freunde nehmen die sache nicht für ernst, und mein Vater macht sich noch lustig darüber. Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Kann auch nicht mehr in den Urlaub fahren. Bis vorhin dachte ich ja, dass man nur allein vom reinsteigern nicht umkippen kann, doch vorhin hab ich auf einer seite gelesen, dass eine Frau dann ständig umkippt ist und auch teilweise erbrochen hat und sie alle auslachten. Das macht die Sache nicht gerade einfacher - im Gegenteil. Hoffe nur, dass ich morgen bis zur Fahrstunde durchhalte.

Falls ihr wisst, wie ich diesem Teufelskreis entkomme, dann bitte antwortet mir.
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Waldemar



Anmeldungsdatum: 03.01.2006
Beiträge: 65

BeitragVerfasst am: 17.11.2006 11:15    Titel: Eine Entscheidung treffen... Antworten mit Zitat

hi ganstagirl,

wie immer können wir nur dann veränderungen in unserem leben verwirklichen bzw. manifestieren, wenn wir die ENTSCHEIDUNG dafür treffen.

Mit Entscheidung meine ich aber nicht eine der halbherzigen Vorhaben, die wir so oft beginnen aber seltenst bis zum schluß "durchziehen".

Mit ENTSCHEIDUNG meine ich hier: der/die sich Entscheidende nimmt gedanklich das Ergebnis (Resultat, Wirkung) seines Vorhabens schon als gegeben wahr. das soll heißen, es gibt keine zweifel mehr an der Umsetzung des Vorhabens und: es gibt kein Zurück mehr.

In Deinem Fall, liebe ganstagirl, (wie bei allen Angstbetroffenen) heißt diese ENTSCHEIDUNG: ICH LEBE ANGSTFREI.

Deshalb hier mein rat für den ersten Schritt: laß`Dich ein letztes Mal von einem Arzt untersuchen, um nochmals auszuschließen, dass Deine Angstzustände und Panikattacken organischer Natur sind.
Wenn das geschehen ist mach Deinem Verstand endgültig klar, dass Dein Körper gesund ist.

Mir ist selber ist das damals gut gelungen, in dem ich mir bei einer sich ankündigenden Panikattacke in Gedanken folgende Worte lautlos, mehrfach "vorgebetet" habe:

ICH BIN GESUND. UND ICH BIN GELASSEN UND ENTSPANNT UND FÜHLE MICH GUT.

Sobald Dir das gut gelingt, ist es ratsam eine Entspannungstechnik (Progessive Muskelrelaxation und/oder Autogenes Training) zu erlernen und anzuwenden (!).

Dann löst sich vieles schon von alleine auf...

Melde Dich, wenn Du weitere fragen hast.

LG
Waldemar
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gangstagirl



Anmeldungsdatum: 16.11.2006
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 13.02.2007 14:29    Titel: Keine Angst mehr :) Antworten mit Zitat

Hello there!

Also ich glaube ich bin gerade dabei, es zu schaffen keine Angstzustände mehr zu bekommen. Ich habe noch nie irgendwelche medikamente oder so dagegen genommen ..... worüber ich auch stolz bin. (hab schon welche verschrieben bekommen)
Ich glaube, am meisten ham mir dabei meine Fraunde geholfen (sie konnten es teilweisezwar überhaupt nicht verstehen aber...)
sie nahmen mich auch überall mit hin und wenn ich fast wieder nah dran war panik zu bekommen, ham sie mich beruhigt und blieben dabei sehr gefasst..... das nimmt einem die Angst

Heute denk ich einfach nur: SCHEISSE MAN; DANN FÄLLST DU EBEN UM: NA UND? DAS IS SCHON SO VIELEN MAL PASSIERT. DANN KANN ICH WENIGSTENS IM BETT RUMCHILLN BIS ES MIR WIEDER BESSER GEHT: UND DARAN IST AUCH NOCH NIEMAND GESTORBEN. ALSO - IMMER SO DENKEN. DANN KLAPPT DES SCHON Cool

also einfach n bischen lockerer mit der ganzen sache umgehn Wink

LG @ all Cool
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