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Evi



Anmeldungsdatum: 13.12.2007
Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: 20.12.2007 22:00    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo liebe Mitleidenden.

Wollte mich kurz mal zurück melden. Nach einem halben Nervenzusammenbruch am Freitag habe ich mich am Samstag ins krankenhaus mit Muskelzentrum einweisen lassen. ich habe in der Notaufnahme geheult wie ein Schloßhund und so gezittert, daß sie mich gleich staionär aufgenommen haben. ich habe so Angst vor ALS oder Muskelschwund. 5 tage war ich da, lag neben ner 88 jährigen Frau, die übrigens auch vorm Sterben hat.

Folgende Untersuchungen wurden gemacht: Nervenwasseruntersuchung komplett, EMG (Muskelaktivität) , Kernspinn Kopf und Halswirbelsäule, ENG (Nervenleitgeschwindigkeit) Blut minimum 3 mal.
Ich bin kerngesund und habe GAR NIX. Nur nen Psychater habe ich wieder verschrieben bekommen.
Leider konnte ich den Psychatertermin, den ich vorm Krankenhausaufenthalt ausgemacht habe, nicht wahrnehmen, da ich da schon im Krankenhaus lag.
Gestern abend habe ich mich noch so gefreut auf zuhaus und was ich für weihnachten noch alles machen muss und heute komme ich heim. Als erstes Geschrei, weil mein Mann nix im haushalt gemacht hat, dann gleich wieder überfordert mit kind und hund. Dann muss mein Mann auch noch heut nacht arbeiten. Ich krieg schon wieder die krise. Mir ist alles zuviel.
Und dann kann ich kaum auf den Beinen stehen- meine Schienbeine sind wie Gummi- ganz schwer und Muskelzuckungen sind dazu gekommen. Resultat: wieder angst, daß die ärzte was übersehen haben. Dann lese ich wieder im internet, daß manche Muskelkranke erst eine diagnose nach 3 Jahren bekommen, wo es schon weit fortgeschritten ist.
Ich zitter nur noch und kriege es nicht hin mich zu entspannen.
Ok im krankenhaus war mein CK wert wirklich bissl hoch, aber hat sich im laufe des Aufenthalts wieder normalisiert, so daß die Ärzte meinten, es käme von Museklkater oder nem blauen fleck. Kann es denn alles Psyche sein, daß ich so schwach bin und das Gefühl habe, ich werde immer schwächer? Können sich so viele Ärzte irren oder was übersehen? Ich empfinde alles nur noch als sinnlos weil jede Reaktion meines Körpers für mich Warnung signalisiert. Bilde ich mir alles nur ein? ich glaub mein Mann verlässt mich bald- ich habe ihm versprochen: " nach dem Aids-Test, wenn der negativ ist, wird alles besser - nie mehr angst- pustekuchen!!! Dann habe ich gesagt: Nach dem EMG wird alles besser- nie mehr angst ---- und nun? Stehe ich wieder vor einem Scherbenhaufen.
Ich nehme nun antidepressiva und habe schlafmittel bekommen vom Psychater im Krankenhaus.
Habe übrigens nun auch noch Muskelzuckungen am ganzen körper bekommen- aber die Ärzte gehen nicht mehr drauf ein- ich bin da wo ich auch bei meiner Hausärztin war_ alles soll Psyche sein... könnt ihr mir helfen und das bestätigen?
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Julicia



Anmeldungsdatum: 03.12.2007
Beiträge: 26
Wohnort: Georgsmarienhütte

BeitragVerfasst am: 22.12.2007 21:02    Titel: Re: Muskelschmerzen Antworten mit Zitat

Hallo Evi
Ich habe jetzt erst deinen Text gelesen und es macht mich ganz traurig, nein eher wütend, dass dein Mann so wenig Verständnis für dich hat.
Wie alt ist dein Kind noch mal ? Wenn ich mich recht erinnere noch sehr klein, oder?
Ich habe zwei Töchter (11 und 8 Jahre).Die Zeit ,als sie so klein waren, war der pure Streß. Ich fühlte mich auch oft total überfordert und mein Mann hat zwar nichts gesagt, war aber auch ziemlich genervt, dass ich ständig von ihm gefordert habe, sich genauso um die Kinder zu kümmern. Zu der Zeit hatte ich Gott sei Dank keine Panikattacken. Ich kann mir gut vorstellen wie das für dich sein muß zusätzlich noch die körperlichen Beschwerden zu haben.
Dein Körper schreit ganz laut um Hilfe. Scheinbar ist es sonst nicht möglich für dich, dir eine Auszeit zu verschaffen und dein Körper weiß sich nicht anders zu helfen.Kann es sein ,dass es dir schwer fällt deinen Mitmenschen, besonders deinem Mann zu sagen, das du dir mehr Unterstützung wünscht.
Ich kann mir schon denken, dass dein Mann meint,dass wäre doch alles mit links zu schaffen ,und dass du dich in seinen Augen nur anstellst. Glaub ihm das bitte nicht.Es ist völlig normal ,dass du dich auch überfordert fühlst und es gibt durchaus Männer, die ihren Frauen in so einer Phase helfen.
Ich kann mich noch gut an die Zeit erinnern als,ich das erste Mal diese schlimmen Panikattacken hatte. Ich habe mich gefühlt,als wäre ich der absolute Versager und alle anderen Menschen kriegen ihr Leben gut in
den Griff, nur ich nicht. Das zieht einen voll runter und das Selbstwertgefühl, dass eh nicht so stabil ist geht noch mehr kaputt.
Dein Mann drückt sich vor seiner Verantwortung und das ist echt schade. Am Besten du achtest mehr darauf ,wie es dir geht und sorgst gut für dich.
Du schaffst das bestimmt und wenn du Unterstützung brauchst bin ich für dich da.
Alles alles Gute und trotz allem schöne Weihnachten wünscht dir Iris
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Julicia



Anmeldungsdatum: 03.12.2007
Beiträge: 26
Wohnort: Georgsmarienhütte

BeitragVerfasst am: 22.12.2007 21:28    Titel: Re: Muskelschmerzen Antworten mit Zitat

Hallo Evi
Ich bins noch mal. Ich glaube ich bin etwas zu weit gegangen mit dem ,was ich über deinen Mann geschrieben habe,schließlich habe ich ja gar keine Ahnung ,wie ihr zueinander steht. Entschuldigung! Embarassed Embarassed
Tschüs Iris
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Evi



Anmeldungsdatum: 13.12.2007
Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: 22.12.2007 22:30    Titel: Antworten mit Zitat

nein nein du bist nicht zu weit gegangen. Razz Er ist jetzt 37 und ein sehr lebenslustiger kerle. er ist glaub resistent gegen alles!!! Er ist nie krank , hat nie schlechte laune, alles ist für ihn kein problem - umso mehr kann er sich nicht vorstellen, daß angst und depression krankheiten sind - für ihn isses einbildung. Er hat die fähigkeit relaxen zu können egal wo - ich nicht - dat versteht er nicht. Ich muss dazu sagen - er ist zwar immer bissl grob mit mir und versucht mir in den allerwertesten zu treten -damit ich mich nicht noch weiter runter ziehe und in meine krankheiten rein steigere. Er will nichts mehr im haushalt bei uns über krankheiten hören. Und meint er hilft mir damit- aber meine gedanken kreisen ja weiter drum und ich grübele weiter - aber das blickt er glaub net so ganz. Wink
Ich weiss aber dass er mir denkt damit zu helfen.
ABER er kümmert sich sehr rührend um den kleinen - gönnt mir auszeiten , also er füttert, wickelt, badet ihn -er kocht und putzt - er nimmt mir viel ab , nur will er mit mir nicht über das thema krankheiten sprechen und ich versuche eben meine angst vor krankheiten mit drüber reden zu ersticken- aber er hat recht - es funktioniert nicht -das verdrängen aber auch nicht.
Bei mir läuft das so ab , daß es mir ganz gut geht , bis ich wieder das gefühl der muskelschwäche ganz stark spüre und dann kriege ich herzrasen und schwindel. Weine ganz arg und mein körper kriegt muskelzuckungen und ganz weiche knie und arme , daß ich kaum stehen kann oder was anheben kann. Sind das Angstsymptome mit Somatisierungsstörungen? Das sagt mein arzt. Ist das eine panikatacke?
Ich habe doch nur ngst, daß eine krankheit nicht gefunden wurde. Bin ich ein hypochonder? Klingt danach oder? Aber kann man denn so muskelschwäche bei angst verspüren oder depression daß man nach der kleinsten bewegung schon so erschöpft ist?

Mein kleiner ist jetzt 20 Monate alt und ein kleiner sonnenschein, aber er wird sehr trotzig grad- müssen ihn immer bissl bremsen.

Wisst ihr was ich erfahren habe von meiner oma? Dass meine uroma, meine Oma und meine mama auch immer mal panikattacken haben - nicht regelmäßig aber immer mal. Meine Neurologin meint , das wäre vererblich. Vorallem unter frauen. Idea

Meine Hausärztin übrigens hat mir beim Psychater eine Therapie schon ab dem 2. januar 08 besorgt. Normal ein halbes jahr wartezeit- echt nett was? Habe den ganzen Januar Urlaub - hoffe dann gehts vorwärts - antidepressiva nehme ich ja schon.

Danke nochmal für eure lieben antworten und die hilfe. beruhigt mich sehr.
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Julicia



Anmeldungsdatum: 03.12.2007
Beiträge: 26
Wohnort: Georgsmarienhütte

BeitragVerfasst am: 23.12.2007 10:31    Titel: Re: Muskelschmerzen Antworten mit Zitat

Hallo Evi
Vielleicht ist es wirklich ganz gut , wenn der Partner einen wieder auf den Boden der Tatsachen holt, aber mein Gefühl dazu ist ein anderes.
Mein Nochmann war mit meinen Panikatacken auch überfordert. Er hätte es am liebsten gesehen, wenn sie einfach wieder verschwunden wären. Wahrscheinlich können wirklich nur die Menschen diese Ängste nachempfinden, die selber soetwas schon mal gehabt haben. Mein Nochmann hat immer zu mir gesagt ,dass ich mir selber Probleme schaffe ,wo keine sind. Ich glaube, ihm war das nur zu anstrengend ,und als ich dann eine Therapie gemacht habe, hat er das Problem nur bei mir gesehen.
Freu dich, dass das mit der Therapie so schnell klappt. Wenn du dich voll und ganz darauf einläßt wirst du sehr viel über dich lernen. Auch wenn du dir das heute noch nicht vorstellen kannst, wirst du irgendwann vielleicht froh sein, dass dir das alles passiert ist.
Ich bin heute wirklich froh, dass ich in der Therapie herausgefunden habe, dass ich viel zu wenig, besser gesagt gar nicht auf mein Bauchgefühl gehört habe. Das versuche ich heute anders zu machen und es klappt schon recht gut. Hätte ich vor 10 Jahren schon auf mein Bauchgefühl gehört hätte ich meinen Mann nie geheiratet.
Ich würde auch sagen, dass du Panikatacken hast und bei dir äußert sich das eben vermehrt über deine Muskulatur, weil du dich darauf am meisten konzentrierst. Bei mir ist es die Luftnot und bei einem anderen Schwindel.
Dein Körper will dir nur sagen, dass irgendwas in deinem Leben nicht so läuft ,wie es für dich gut und stimmig ist, und da wir sonst diese Dinge verdrängen würden ,muß er uns auf diese drastische Art wachrütteln.
Meine Mutter hat übrigens auch Panikatacken gehabt ,und es gibt durchaus soetwas wie eine erbliche Veranlagung. Dazu kommen dann noch andere Faktoren und schon ist man voll dabei.
Bitte Evi glaub mir das deine Symptome ,so schrecklich das auch im Moment ist (und das kann nur jemand mit ähnlichen Symptomen verstehen) völlig ungefärlich sind. Ich hatte übrigens auch mal solche Muskelzuckungen am ganzen Körper, so dass ich am nächsten Tag sogar tierischen Muskelkater hatte.
Ich hoffe ich konnte dir etwas helfen, denn es ist traurig, wenn niemand da ist ,der einen auch nur ein wenig versteht.
Liebe Grüße von Iris
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