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Angst-Forum Angstzustände, Panikattacken und Stress - diese Probleme berühren Millionen von Menschen täglich. Für Betroffene und ihre Angehörigen ist es wichtig darüber reden zu können. Dieses Forum will einen Raum dafür schaffen. Ein Herzliches Willkommen an Alle!
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Marco
Anmeldungsdatum: 24.07.2007 Beiträge: 7
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Verfasst am: 26.07.2007 13:51 Titel: Lethargie in Alltag und Beruf |
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Hallo!
Um mich kurz vorzustellen, ich heiße Marco, bin 30 Jahre alt, selbständig und kämpfe seit meiner Jugend mit Minderwertigkeitskomplexen und Ängsten, die sich vor allem im Umgang mit anderen Menschen äußern. Dabei fällt es mir besonders schwer mich ganz natürlich zu geben, zu lachen oder mich vernünftig zu unterhalten. Das hat dazu geführt, dass ich lange die Öffentlichkeit soweit wie möglich gemieden und kaum was mit Freunden unternommen habe. Mittlerweile ist es so, dass sich dieses Problem darin zeigt, als dass ich auch körperlich ziemlich verkrampfe, wenn ich unter "fremden" Menschen bin. Also quasi alle außer meiner Lebensgefährtin und vielleicht noch meinen Eltern. Ich habe bereits eine Therapie hinter mir, die ich im Zuge des Selbstmordes meines Bruders vor 8 Jahren hinter mich gebracht habe, trage mich aber mit dem Gedanken wieder eine zu machen, bzw. bin z.Z. auf der Suche nach einem Therapieplatz. Ich nehme seit 2 Wochen auch wieder Medikamente. Damals war es Insidon und nun hat mir meine Hausärztin Paroxat verschrieben. Ich hab mich bereits im Netz schlau gemacht, da ich im Moment extrem mit Lustlosigkeit und Müdigkeit zu kämpfen habe. Ich hoffe allerdings, dass sich das bald legt. Es ist einfach sehr schwierig mich generell zu motivieren, da ich sehr zur Lethargie neige, was weder meinem Beruf noch meiner Beziehung gut bekommt. Arbeitstechn. geht dieses Jahr fast alles schief und ich mache mir ernsthaft Sorgen wie das weitergehen soll, zumal ich vor einiger Zeit von zu Hause ausgezogen bin. Ich weiß, dass es von mir selbst abhängt ob ich Erfolg habe oder nicht, aber ich kann mich sehr oft zu nichts aufraffen. Meiner Partnerin muss ich ein großes Kompliment machen, da sie mich unterstützen möchte wo sie nur kann, wobei sie aber auch oft genervt ist und schnell die Geduld verliert, weil sie am liebsten direkt Ergebnisse sehen möchte. Sie weiß aber auch selbst, dass das nicht geht.
Meine Hoffnung ist jetzt einfach, dass ich durch die Medikamente erst mal wieder ein wenig mehr "Kraft" schöpfe um was unternehmen und dann möglichst schnell einen Therapieplatz finde um das Problem in den Griff zu bekommen.
Vielleicht hat ja der/ die ein oder andere hier ähnliche Erfahrungen gesammelt... |
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Verfasst am: Titel: Anzeige |
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joeli
Anmeldungsdatum: 17.01.2007 Beiträge: 112
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Verfasst am: 28.07.2007 08:31 Titel: |
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hallo marco
möchte dich erstmal herzlich begrüßen....
habe es leider nich früher geschafft zu antworten. wie geht es dir heute hm??
du hast vor 2 wochen wieder mit medikamenten angefangen, warum genau wegen der ängst oder ....?? ich denke auch das wenn es gar nicht mehr geht sollte man sich von medikamenten unterstützen lassen, nur lösen tuen sie nichts.. ich versuche es immer ohne medikamente weil ich denke sie verfälschen ziemlich viel...
ich habe ein kleines bisschen von dir, ich kann mich auch nicht richtig verhalten vor anderen menschen, selbst vor meinen eigenen freunden nicht, ich überlege ständig im kopf... wie verhalte ich mich jetzt? wie ist mein lachen.. was sage ich da grade eigentlich..
doch die anderen empfinden das gar nicht so, ich fragte mein festen freundeskreis schon mal und denen fiel rein gar nichts auf. komisch oder?? das heißt alles das es nur das kopf-kino ist was ich mir selbst bereite. umso mehr ich alles richtig machen möchte und mich anstrenge umso mehr mache ich kaputt, werde nervös und alles geht nach hinten los...
ich wünsche dir einen herrlichen samstag.
bis bald joeli |
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Marco
Anmeldungsdatum: 24.07.2007 Beiträge: 7
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Verfasst am: 30.07.2007 10:34 Titel: |
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Hallo!
Danke für die Antwort!
Was die Arbeit betrifft, das ist nach wie vor ein einziger Krampf. Ich hab überhaupt keine Lust irgendetwas zu tun und bin heute auch erst sehr spät ins Büro. Sitze gerade hier und beantworte Mails, wobei ich schon darüber nachdenke gleich wieder ins traute Heim zu fahren.
Alles andere läuft ganz gut. Ich habe zwar das WE die meiste Zeit mit Rumgammeln verbracht, aber ich war auch mit meiner Partnerin kurz aus- was trinken. Leider wurde ich recht früh müde und wir sind nach 1-2 Stunden wieder nach Hause.
Das ganze Verhalten im Moment führe ich auf die Tabletten zurück, hoffe aber, dass sich das alles bald normalisiert. Ich weiß natürlich auch, dass Medikamente kein Dauerzustand sind. Ehrlich gesagt war das auch eine sehr plötzliche Entscheidung zum Arzt zu gehen. Mein Vater nimmt die gleichen Tabletten und er hat einen regelrechten Energieschub bekommen. Mir ist aber klar, dass das nur zur Unterstützung der Therapie dienen sollte. Damit scheint es allerdings schwieriger zu laufen als ich dachte. Die bisherigen Versuche einen Platz zu finden verliefen ohne Erfolg. Aber ich bleibe dran.
Was das Kopf-Kino betrifft, dessen bin ich mir mehr als bewusst. Aber leider ändert das nicht wirklich was. Auch wenn ich in der Theorie weiß woran es liegt, in der Praxis bleibt alles beim Alten. Ich hoffe mal, dass ich irgendwann einen Weg finden werde.
Im Moment ist es mir allerdings erst mal wichtig wieder normal arbeiten zu können. |
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joeli
Anmeldungsdatum: 17.01.2007 Beiträge: 112
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Verfasst am: 31.07.2007 14:03 Titel: |
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hallo marco...
na das ist doch prima das du dich das wochenende über erholen konntest, das tut auch deiner seele gut...
du hast geschrieben das dein vater auch diese medikament nimmt.. hat er das selbe probelm wie du??
das mit der therapie dauert lange, aber bleib unbedingt dran, du wirst es nicht bereuhen!! mir hat es sehr gut getan bis heute noch, die zeit möchte ich nicht missen...
bleib dran und versuch stark zu sein, den tag zu leben so wie es ist und ihn so anzunehmen..
sei lieb gegrüßt |
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Marco
Anmeldungsdatum: 24.07.2007 Beiträge: 7
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Verfasst am: 31.07.2007 14:10 Titel: |
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So langsam scheint es sich wieder zu normalisieren, zumindest löst der Gedanke an Arbeit nicht mehr dieses miese Gefühl und Abneigung bei mir aus, auch wenn ich noch weit davon entfernt bin wieder 100prozentig Gas zu geben.
Was meinen Vater betrifft, es ist wohl so, dass in unserer Familie Depressionen ständig ein Thema waren, was ich aber erst in den letzten Jahren mitbekommen habe. Durch den Selbstmord meines Bruders 1999 lief dann natürlich vieles schief und jeder von uns sah sich nun mehr als deutlich mit der Krankheit konfrontiert, wobei ich der einzige war, der eine Therapie gemacht hat. Meine Eltern haben sich geweigert und machen erst jetzt, 8 Jahre später, eine Kur.
Gerade bei meiner Mutter sehe ich, dass Medikamente keine gute und vor allem dauerhafte Lösung sind. Deswegen hab ich mich eben wieder für eine neue Therapie entschlossen.
Was genau ist eigentlich Dein Problem, wenn ich fragen darf?
Viele Grüße und danke für den Gedankenaustausch!
Marco |
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