| |
Angst-Forum Angstzustände, Panikattacken und Stress - diese Probleme berühren Millionen von Menschen täglich. Für Betroffene und ihre Angehörigen ist es wichtig darüber reden zu können. Dieses Forum will einen Raum dafür schaffen. Ein Herzliches Willkommen an Alle!
|
|
|
| Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen |
| Autor |
Nachricht |
Michi69
Anmeldungsdatum: 09.07.2006 Beiträge: 921 Wohnort: Nürnberg
|
Verfasst am: 15.04.2008 07:22 Titel: Nicht neu aber informativ! |
|
|
Huhu,
hab mal ein paar Dinge und Informationen zum Thema Angst zusammen gestellt.Manchesmal hilft es um runter zu kommen wenn es einem besonders mies geht,und man nur den Zusammenhang liest der einem sagt es passiert nichts.
Die Panikstörung gehört zur Gruppe der Angststörungen. Die Betroffenen leiden unter plötzlichen Angstanfällen, ohne dass objektiv gesehen eine reale Gefahr besteht. Diese Panikattacken stellen eine extreme körperliche Angstreaktion ("Bereitstellungreaktion") aus scheinbar heiterem Himmel dar, die die Betroffenen als extreme Bedrohung ihrer Gesundheit erleben. Der Körper bereitet sich blitzschnell auf eine Kampf-/Fluchtreaktion vor.
Etwa ein bis vier Prozent der Bevölkerung erkranken im Laufe ihres Lebens an einer Panikstörung. Das Alter, in dem das geschieht, ist unterschiedlich; häufig ist der Betreffende jedoch zwischen zwanzig und Mitte dreißig. Die Angst äußert sich oft in Gedanken, plötzlich zu sterben oder der Vorstellung, verrückt zu werden.
Körperliche Reaktionen bei der Panikstörung sind unter anderem Atemnot, Engegefühle in der Brust, Herzrasen oder -stolpern, gelegentlich auch Herzschmerzen, Zittern, Schweißausbrüche, Taubheitsgefühle oder Kribbeln, Übelkeit und andere Beschwerden.
Angst ist ein unangenehmer emotionaler Zustand, der durch Furcht und Angstgefühle bzw. begleitende körperliche Reaktionen beschreiben lässt.
Zunächst einmal ist Ängstlichkeit eine normale und sinnvolle Reaktion auf Druck und Stress bzw. Überforderungssituationen. Angst erfüllt also eine ganz wichtige Signalfunktion, die uns auf ein Problem oder eine ungelöste Situation aufmerksam machen soll.
Nur wenn die Angstsymptome unangemessen stark ausgeprägt sind bzw. anhaltend schwerwiegende Beeinträchtigungen in der Alltagsgestaltung verursachen selbst wenn der eigentliche Auslöser der Belastungen nicht mehr vorhanden ist, spricht man von einer Angststörung im klinischen Sinne.
Typischerweise lassen sich Angstsymptome nicht nur auf der Wahrnehmungsebene des Gefühls "ANGST" beschreiben, sondern haben verschiedene Bestandteile.
• GEDANKEN
Ich werde gleich sterben, ich halte es nicht mehr aus.
Ich werde sicher verrückt, ich verliere die Kontrolle
Ohne Hilfe eines Arztes bin ich aufgeschmissen
• Gefühle
Angst, Furcht
Panik
Hilflosigkeit, Ohnmacht
• Körperliche Reaktionen und Beschwerden
z.B. :
ungerichteter Schwindel, Benommenheit, leeres Gefühl im Kopf
Schwitzen, Roter Kopf, Kribbeln oder Verspannungen
Engegefühl im Hals oder Brustbereich
Herzrasen und Gefühl von Aussetzern
Flaues Gefühl im Bauch, Magenbeschwerden
• Verhalten
z.B. Anrufen des Notdienstes / Notarzt Vermeiden von Angstauslösern (z.B. Kaufhäuser, U-Bahnfahren)
Typisch für Angstsymptome ist nun eine Fehlbewertung oder falsche Zuordnung von körperlichen Beschwerden, die als Ausdruck oder Hinweis auf eine schwerwiegende körperliche Problematik fehlgedeutet werden. In aller Regel ist dabei bei der Entwicklung der Angstsymptomatik ein erhöhtes Stressniveau (Anspannung, Belastungen, emotionale Verunsicherung) zu verzeichnen. In dieser Situation werden dann fälschlich die eigentlich normalen körperlichen Reaktionen des Stresses als Gefahr gedeutet. z.b.
• Atemnot - drohendes Ersticken, Lungenkrebs
• Beklemmung, Engegefühl - Herzinfarkt, Herzerkrankungen, Lungenembolie
• Taubes Gefühl - Schlaganfall, Hirntumor, Blutung
• Schwindelgefühl, Benommenheit - drohende Ohnmacht
• Herzklopfen - Sterben, Herzinfarkt
• Unwirklichkeitsgefühl/ Unruhe im Kopf - Verrückt werden
• Magendruck, flaues Gefühl - Krebs, Darmverschluss
_________________
Angst ist immer unangenehm. Sie ist aber nicht immer zerstörerisch oder schädlich. Im konstruktiven Sinn hat sie die Funktion als wachsames Regulativ, Ziele eines Menschen mit seinen Handlungen in Einklang zu bringen. So gesehen ist es gelegentlich angemessen und nützlich, Angst zu haben. "Angst ist erst dann auffällig, wenn ein Mensch zuviel oder zuwenig davon besitzt."
Biologisch gesehen ist die Angst ein Stresszustand von starker Intensität als Antwort auf eine wahrgenommene Bedrohung, verbunden mit einem Gefühl körperlicher Spannung sowie starken Impulsen, der Situation zu entfliehen.
Ängstlichkeit ist dagegen eine persönliche Einstellung, bzw. Charaktereigenschaft
Angst= Emotion= ein Gefühl, ein in die Zukunft gerichtetes Warnsignal,sie schützt vor Gefahr , dient der Selbsterhaltung. Ängste können ausgelöst werden durch bedrohliche, angsteinflößende Situationen oder Erwartungen, durch Person, Aussagen, Orte oder Erinnerungen (z. B. Medienmeldungen über Lebensmittelskandale oder Katastrophen, aber auch körperliche Erkrankungen wie etwa eine Schilddrüsenfehlfunktion und seelische Störungen Dies alles kann eine Ursache von überschießenden Angstgefühlen sein.
Die körperlichen Symptome der Angst werden vom vegetativen Nervensystem gesteuert.
Reaktionen, wenn Angst auftritt:
• Erhöhte Aufmerksamkeit, Pupillen weiten sich, Seh- und Hörnerven werden empfindlicher)
• Erhöhte Muskelanspannung, Erhöhte Reaktionsgeschwindigkeit
• Erhöhte Herzfrequenz, erhöhter Blutdruck
• Flachere und schnellere Atmung
• Energiebereitstellung in Muskeln und
• Körperliche Reaktionen wie zum Beispiel Schwitzen,Zittern und Schwindelgefühl
Diese sinnvollen Reaktionen klingen nach Ende der bedrohlichen Situation relativ schnell wieder ab.
_________________
Was ist eine Panikstörung?
Welche Erklärung können immer wieder auftrende Schwindel, Herzrasen, Schwitzen und Unwohlsein haben?
Was ist eine Panikstörung mit Agoraphobie?
Antwort:
Das gelegentliche Auftreten von Panikattacken bei der Panikstörung ist ein sehr häufiges Phänomen. Man spricht auch von episodisch paroxysmaler Angst (ICD 10 F 41.0). Tritt zusätzlich eine agoraphobes Vermeidungsverhalten von bestimmten Orten oder Tätigkeiten als Folge der Angstattacken auf, wird von einer Panikstörung mit Agoraphobie (ICD 10 F 40.0) gesprochen.
Nur wenige Menschen haben jedoch eine länger anhaltende Panikstörung, die sie in ihrer Alltagsgestaltung behindern. Wenn also diese plötzlichen Angstanfälle gehäuft auftreten und die betroffene Person schon sehr viel Zeit und Energie in Hinblick auf eine mögliche neue Attacke aufwendet, dann leidet sie unter einer klinisch bedeutenden Panikstörung.
Kennzeichen dieser Erkrankung sind plötzlich und (zumeist) unvorhersehbare Anfälle mit starker Angst und / oder körperliche Reaktionen des sogeannten autonomen Nervensystems, die nicht auf eine bestimmte Situation bezogen sind. Hier liegt ein Unterschied zu den spezifischen Phobien (z.B. Angst vor einem Zahnarzt) oder Sozialen Ängsten (Angst sich in der Öffentlichkeit zu blamieren). Wiederum eine Sonderform der Angststörung stellen Generalisierte Ängste oder aber ein Angstproblematik nach einer schweren Traumatisierung (Posttraumatische Belastungsstörung) dar. Die Abgrenzung kann im Einzelfall schwierig sein, bzw. mehrere Formen der Angsterkrankung gemeinsam auftreten
Typische körperliche Reaktionen eines Panikanfalls bei der Panikstörung sind etwa:
• Schwindel- und Benommenheitsgefühl
• subjektives Gefühl von Herzunregelmässigkeiten, beschleunigter Puls
• Schwitzen
• Unwohlsein, z.T. auch Magen-Darm-Beschwerden
Typisch ist, dass die Gedanken ganz wesentlich auf das Thema Angst bzw. Angst vor einem erneuten Angstanfall eingegrenzt sind.
Besteht bereits vor dem Auftreten der Angstattacken eine depressive Störung so ist eher davon auszugehen, dass die Panikstörung als eine sekundäre Folge der Depression besteht.
_________________ _________________ Ein langer Weg ein harter Kampf,egal welches Leben,alles macht Sinn,es ist halt mein Schicksal und nun bin ich wie ich bin. |
|
| Nach oben |
|
 |
Google
|
Verfasst am: Titel: Anzeige |
|
|
|
|
| Nach oben |
|
 |
englein

Anmeldungsdatum: 28.01.2008 Beiträge: 311
|
Verfasst am: 15.04.2008 12:57 Titel: |
|
|
Danke liebe Michi für deinen bericht er war sehr aufschlußreich für mich.
einen knuddler für dich und hab einen schönen tag soweit möglich.  _________________ LG-englein
 |
|
| Nach oben |
|
 |
Michi69
Anmeldungsdatum: 09.07.2006 Beiträge: 921 Wohnort: Nürnberg
|
Verfasst am: 19.04.2008 07:42 Titel: Gugug |
|
|
Nix zu Danken vielleicht hilfts ja wem.
Knuddler michi _________________ Ein langer Weg ein harter Kampf,egal welches Leben,alles macht Sinn,es ist halt mein Schicksal und nun bin ich wie ich bin. |
|
| Nach oben |
|
 |
gajoko
Anmeldungsdatum: 16.01.2008 Beiträge: 3 Wohnort: NRW
|
Verfasst am: 19.04.2008 16:33 Titel: |
|
|
Huhu,
das ist sehr interessant, obwohl ich das auch alles schon weiss, fühl ich mich doch dauernd bedroht, wenn ein Anfall kommt
LG
Gajoko |
|
| Nach oben |
|
 |
|
|
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben. Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.
|
|