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plötzliche Angstattake und Todesangst
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medow



Anmeldungsdatum: 09.01.2007
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: 09.01.2007 08:05    Titel: plötzliche Angstattake und Todesangst Antworten mit Zitat

Hallo an alle, ich bin 24 Jahre und arbeite als einzigster Informatiker in einer Firma. Stress habe ich ständig. Vor 1.5 Jahren wurde bei mir eine anomalie der Herzarorta festgestellt und behoben. Seit 4 Wochen bin ich in Nachkontrolle und es wurde erhöhter Blutdruck festgestellt. Ich messe nun regelmäßig den Blutdruck. Gestern auf einmal wurde mir schwindlig und ich fühlte mich benommen, total erhöhte Atmung und Puls und orientierungslos sowie körperlich schwach und zitternt. Ich nahm natürlich sofort den Blutdruckmesser und siehe da, 210 zu 100 und steigend. Da der Blutdruck nun sehr hoch war und stieg, wusste ich die Symtome liegen am Blutdruck und wenn nicht bald was unternommen wird , sterbe ich, da es sich anfühlte als ob ich jeden Moment zusammenbreche und sterbe. Hab mich in extremer Todesangst zu einem Allgemeinmediziner fahren lassen, welcher calcium spritzte und mich aufklärte und sagte, das ich eine psychische Angst- Stress Situation gerade durchmache und nicht krank bzw. nicht in Lebensgefahr bin. Er erklärte mir die biologische Funktion von Angst und wie das mit den Botenstoffen im Gehirn abläuft. Er gab mir 2 Medikamente gegen Angst und Panikatacken und sagte, dass wegen meiner laufernden Untersuchungen des erhöhten Bluthochdrucks ich mich in psychatrische Behandlung begeben soll und Yoga oder andere Entspannungstechnicken machen soll. Er sagte, dass ich in dem Zustand wo ich ankam ohne Therapie und längere Einnahme von Medikamenten die Angst nicht überwinden kann.

Das komische ist nur. Ich weiß das schon seit 4 Wochen und mache mir immer Gedanken und erst jetzt hatte ich zum ersten Mal so einen Anfall. Ich muß sagen, das mit dem Herz-Bluthochdruck belastet mich sehr arg. Ich denke dauernd daran und registriere jeden unregelmäßigen Herzschlag als Katastrope.
Nun habe ich natürlich Angst meine Arbeit zu verlieren, da ich in der Arbeit sehr sehr viel Stress habe. Ich arbeite dort seit einem Jahr und es war immer stressig! Doch erst jetzt nach einem Jahr ist es passiert. Auß heiterem Himmel. Ich hoffe, das diese Attacke einmalig war, oder nicht an dem Stress in der Firma lag, sondern vielleicht an meinem Bluthochdruck und Herzproblem, das mich dauernd psychisch begleitet und mich umsorgt.

Der alte allgemeinmediziner erschien mir sehr kompetent. Er erkannte nur durch das Auge die panische Atmung (welche ich als völlig normal einstufte und registrierte) und vielleicht auch noch andere Merkmale. Er spritzte mir 2 Ampullen Calcium oder Magnesium (weiß es nicht mehr) und versuchte mich zu beruhigen. Meine Vermutung und mein Anliegen war ja dauernd. "Der Blutdruck steigt ständig, ist schon über 220, wenn nicht gleich was gespritzt wird, geht er höher und es kommt zu einem Schlaganfall oder ich sterbe" Dies war meine Befüchtung.
Was soll ich nun tun?
Ich möchte die Arbeitsstelle nicht verlieren, da Sie mir trotz dem enormen Stress viel Spaß macht!
Es wäre toll, wenn es eine Möglichkeit geben könnte normal weiterzuarbeiten. Heute bin ich noch krankgeschrieben, fühle mich aber noch ein bischen körperlich schwach und zitternd. Kann aber auch noch an dem Medikament (Euplix) liegen. Hoffe nicht, dass so ein Fall nicht mehr auftritt, obwohl es jederzeit möglich wäre. Ich hatte noch nie in meinem Leben eine solche Todes-Sterbeangst bzw. Situation und wünsche Sie auch keinem anderen.
Hat vielleicht jemand eine ähnliche, einmahlige und Plötzliche Erfahrung gemacht? Und kann mir einen Rat geben?

Bin über jede Hilfe dankbar

Gruß medow


Zuletzt bearbeitet von medow am 09.01.2007 14:10, insgesamt 2-mal bearbeitet
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anik



Anmeldungsdatum: 09.01.2007
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: 09.01.2007 11:19    Titel: Panikattacken Antworten mit Zitat

Hallo!

Nur keine Panik!! Du stibst ganz sicher nicht! Dass du dir solche Gedanken machst ist völlig normal bei einer Angststörung. Nimm dir einfach einmal eine Auszeit.
Ich hatte das gleiche problem vor drei Jahren. Ich getraute mich nicht einmal mehr aus dem Haus.
Am besten gehst du zu einem Psychiater oder Psychologen und machste eine Therapie. Wenn du krank geschrieben bist, kannst du deinen Job nicht verlieren. Auch nicht, wenn es danach noch nicht geht, dann erhälst du halt noch ein Arztzeugnis... Du wirst den Job wieder aufnehmen können, aber du musst unbedingt mit deinem Arbeitgeber reden, damit du Unterstützung bekommst. Es kann ja nicht sein, dass du dauernd gestresst wirst.

Das beste was du sonst tun kannst: Ablenken, ruhig Atmen und dir zureden, es kann dir nichts passieren. Dass der Blutdruck bei Angst hoch ist, ist normal. Der geht dann auch wieder runter...

Gruss Anik
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medow



Anmeldungsdatum: 09.01.2007
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: 09.01.2007 13:20    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für deine Antwort,
ich soll nun täglich eine Tablette "Euplix" nehmen.
Bei einem neuen Anfall soll ich eine halbe Tablette "Normoc" nehmen.

Der Allgemeinmediziner, welcher mir sehr kompetent erschien, empfiehlt mir den Gang zu einem Psychologen oder Therapeuten, da Tabletten nicht alles lösen können. Ich werde dies natürlich sofort machen, da ich dieses scheiß Gefühl weg haben will und mein altes Leben zurückhaben möchte. Auch das Zittern am Mund zieht man und nerft. Soetwas hatte ich noch nie.

Für mich ist das bisher alles Neuland. Bin ich nun ernsthaft krank oder ein bischen gestört? Hatte seit 24 Jahren nie ein solches Erlebnis aber auch schon viel Angst, jedoch nie solcher Art und mit sochen körperlichen Erscheinungen (Aids Test nach einer kleiner Panne, Freundin fast schwanger, Betrieb geht pleite z.B).
Wie kann so etwas kommen einen Tag auf den anderen. Mache mir täglich , seit 4 Wochen Sorgen aber nur halt Sorgen. Das mit dem Angstanfall ist was Neues.

Bin kein Neurologe oder Psychologe, aber gewöhnlich bin ich enorm hart im Nehmen. Vielleicht lag es auch daran, dass ich zu wenig gegessen hatte an diesem Tag. Naja ich hoffe, dass dies nun wieder weg geht, wie es auch immer gekommen ist. Denn so ist es wirklich keine Lebensqualität. Ich traue mich zwar noch aus dem Haus und fühle mich nicht depressiv aber die Angst vor einer weiteren Panikattake geht mit und zwar bei jedem Atemzug und Schritt (erlich nicht übertrieben). Ich möchte nicht auf Tanzen, Kino, Freunde usw. verzichten und dieses scheiß Gefühl endlich weghaben.

Liegt dies an den Neurotransmitter oder an den zu langsamen Synapsen, dass es enorm schwer ist, sich auf etwas anderes zu konzentrieren (Selbst bei einem Spaziergang, wenn die schönste Frau vorbei läuft!). Ich nehme zwar alles um mich herum wahr, aber es ist schwer zu beschreiben. Wie so eine Art Festplatte mit 2 paralellen Scheiben. Auf der einen Scheibe Nr1 spielt die Gegenwart und allle Eindrücke /Empfindungen. Wird etwas auf der Scheibe 1 Geschrieben (tolle Frau), so wird paralell immer auch etwas negatives, bzw diese Erinnerung und Gedanken an diese Panikattake und Angst mitgeschrieben und spiegelt sich wieder in allem was ich empfinde oder tue.
Manchmal denke ich es könnte auch eine Art Sucht sein, da ich immer dran denken muß und auch schon den ganzen Tag (krank´geschrieben) mir diese passenden Artikel , Nebenwirkungen der Medikamenten und einfach alles was damit zu tun hat durchlese und mich dadurch vielleicht auch wieder ein bischen verrückt mache.

Dies ist eine ganz neue und plötzliche Erfahrung für mich ich hatte weder schon einmal eine solche Todesangst, noch ein solches Gefühl.

Also ich werde nun wieder in die Arbeit laufen. Immer in der Hoffnung, dass es nicht wieder auftritt. Mal sehen ob ich soweit komme.

Vielen Dank für eure Hilfe.
Es ist schön zu sehen, das ich nicht abnormal und alleine bin und es auch noch anderen aus heiterem Himmel passiert.
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anik



Anmeldungsdatum: 09.01.2007
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: 09.01.2007 14:11    Titel: Antworten mit Zitat

Habe nur kurz Zeit, später mehr...

Genau dasselbe Empfinden hatte ich auch. Ich will mein altes ich wieder. Das ist eine super Einstellung. Du musst einfach all die Situationen durch stehen, vor denen du Angst hast. Dann siehst du, dass es ging, ohne dass du gestorben bist und dann geht es beim nächsten mal schon etwas besser. Du musst dich also deiner Angst stellen!!!
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anik



Anmeldungsdatum: 09.01.2007
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: 09.01.2007 17:55    Titel: nicht gestört Antworten mit Zitat

so, jetzt habe ich etwas länger Zeit...

Nein, gestört bist du ganz bestimmt nicht!!! Du bist einfach krank und kannst genau so wenig dafür, wie wenn du Krebs haben würdest. Nur hast du das Glück, dass du an deiner Krankheit nicht stirbst, du musst lernen damit umzugehen und dann geht sie irgend wann von selber weg. Wann, dass kann dir niemand sagen, leider.

Hoffe du hast es bis zur Arbeit geschafft, das ist super!

Gruss Anik
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