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seit 10 Jahren Panikattacken

 
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jessi34



Anmeldungsdatum: 09.05.2007
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 09.05.2007 13:10    Titel: seit 10 Jahren Panikattacken Antworten mit Zitat

Hallo ,
Anmeldung geschafft , was glaub ich schon ziemlich viel Kraft kostet.Jetzt zu meinem Problem, vielleicht weiß jemand Rat.Ich bin 34 Jahre alt und leide seit 10 Jahren unter Panikattacken .Kurz meine Vorgeschichte:Ich hatte vor 15 Jahren einen schweren Autounfall und bin seit dem inkomplett Querschnittsgelähmt.Das heißt , ich kann zwar laufen, aber nicht mehr rennen und mein Problem, ich denke immer andere Menschen sehen mir an , daß mit mir was nicht stimmt, also meine Gangart . Nach dem Unfall habe ich erstmal so weitergelebt wie vorher , ich konnte alleine raus , einkaufen usw.Bis vor 10 Jahren die erste Attacke auftrat, seitdem igle ich mich immer mehr ein , die Freundschaften werden weniger und das möcht ich alles nicht . Ich habe eine Therapie hinter mir , die mir nichts gebracht hat.Jetzt bin ich bei einer Heilpraktikerin , die mich mit Bachblüten behandelt . Ich schaffe es immer wieder mich aus eigener Kraft aus dem Loch rauszuziehen, nur danach wenn wieder eine Attacke kommt wirds noch schlimmer wie vorher.
Jetzt möchte ich e eigentlich wieder mit Selbstheilung probieren und zwar möchte ich in die Situationen reingehen die mir Angst bereiten und hoffe das sie dadurch weniger werden. Nun meine Frage:Hat von euch das schon mal jemand ausprobiert .Ich hab einfach riesige Angst das ich irgendwo umfall oder kollerbier oder sowas.
Ich hoffe ich hab einigermaßen verständlich geschrieben, bin ziemlich aufgeregt.
Besten Dank für eure Hilfe.
Liebe Grüße
Jessi34
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Valeska211



Anmeldungsdatum: 07.05.2007
Beiträge: 7
Wohnort: Lüneburg

BeitragVerfasst am: 09.05.2007 14:12    Titel: hatte da so eine Eigenversuchsreihe am laufen... Antworten mit Zitat

Hey Jessi!

Das mit der selbsthilfe hab ich schon versucht. ein kleines bisschen hat es mir wirklich geholfen. aber es war die pure quälerei. allein, sich aufzuraffen hat enorm viel kraft gekostet. die situation selbst (allein in einem kaufhaus), war dann zunächst die hölle und ich hab wirklich gedacht, ich breche gleich zusammen.
passiert ist das aber nicht, denn ich habe mir bewusst gemacht, dass das, was ich da für einen ohnmachtsanfall halte in wahrheit nur angst ist. (zittern, schwitzen, schwindelgefühle usw.)
hab das ein paar mal gemacht. unangenehm ist es zwar immer noch, allein in einer menschenmenge herum zu laufen, aber ich habe längst nicht mehr soviel angst.
alles andere, die bekämpfung meiner angst vor direktem kontakt (gesprächssituation etc.) mit menschen konnte ich dadurch jedoch nicht besiegen.
es hängt also davon ab, wie stark deine angst ist und wie gut du dich im griff hast.
na ja, aber ich kann dir fast versprechen, dass du nicht umfallen wirst. dazu muss man sich schon sehr sehr stark aufregen. ich hatte bislang ne ganze menge solcher attacken und bin noch nie körperlich zusammengebrochen.
lg und alles gute valeska 211
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jessi34



Anmeldungsdatum: 09.05.2007
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 09.05.2007 14:52    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Valeska ,
vielen lieben Dank für deine Antwort .Ich hab da noch mal eine Frage : Als du geübt hast und in die Angstsituationen kammst , hattest du bestimmt das Gefühl ich muss raus hier. Bist du dann aus der Situation geflüchtet oder hast du die Angst überwunden?Wenn ja wie ?

Würd mich freuen , wenn du dich nochmal meldest.

Liebe Grüße
Jessi
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Valeska211



Anmeldungsdatum: 07.05.2007
Beiträge: 7
Wohnort: Lüneburg

BeitragVerfasst am: 09.05.2007 16:03    Titel: re Antworten mit Zitat

jessi,
klar hatte ich das gefühl, dass ich da raus muss. die ersten zwei, drei mal habe ich einfach so lange durchgehalten, wie´s eben ging und bin dann fluchtartig rausgestürmt. mich wundert bis heute, dass mich niemand für eine ladendiebin gehalten und abgefangen hat.
es wurde auch von mal zu mal schwieriger, sich der situation zu stellen.
das hab ich dann aber auch noch bekämpft, indem ich mich jedes mal aufs neue einfach dazu gezwungen habe. da muss man einfach den inneren schweinehund bekämpfen.
ähnlich wie beim joggen oder so. die ersten paar male sind die hölle und man hat eigentlich gar keine lust mehr, noch einmal anzufangen. aber man weiß halt, dass es besser, sogar gesünder ist und deswegen rafft man sich wieder auf.
wie schon erwähnt, ich habe mir klargemacht, dass diese ganzen symptome meiner angst entsprangen. dann wurden sie schwächer, verschwanden aber nicht ganz.
so konnte ich mich dann fast eine stunde lang in dem laden aufhalten, ohne, das es mir nennenswert schlecht ging. wenn du es nicht mehr aushalten kannst, zieh dich in eine ruhige Ecke zurück, bis du dich beruhigt hast. wenn du auf der straße unterwegs bist, setz dich irgendwo auf eine bank oder treppenstufe.
klar kann es sein, dass andere leute dir die sache mit der inkompletten lähmung ansehen können. aber du kannst ja nichts dafür, dass du durch den unfall so geschädigt worden bist. ich meine, du hast dir das ja nicht ausgesucht, sondern wurdest dazu gemacht. da gibt es keinen grund, sich zu schämen oder anderweitig drüber nachzudenken.
ich kann dir nur raten, besorg dir infos über angststörungen und deren symptome, z.B. auf onmeda.de.
wenn du erstmal erkannt hast, welche symptome durch die angst ausgelöst werden, wird es dir viel leichter fallen, damit umzugehen.
wenn es gar nicht besser wird, versuch doch, dich einer selbsthilfegruppe anzuschließen. dann stehst du nicht allein da. die stehen meistens sogar in der zeitung.

falls noch fragen offen sind, einfach anschreiben!!!
valeska
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