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Angst-Forum Angstzustände, Panikattacken und Stress - diese Probleme berühren Millionen von Menschen täglich. Für Betroffene und ihre Angehörigen ist es wichtig darüber reden zu können. Dieses Forum will einen Raum dafür schaffen. Ein Herzliches Willkommen an Alle!
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mikadostaebchen Gast
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Verfasst am: 14.02.2007 00:02 Titel: stationär oder ambulant?? |
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Hallo...
Ich stehe im Moment vor einer Entscheidung bei der ich ein wenig Rat und Erfahrungen von anderen Personen gebrauchen könnte...Ich schwanke zwischen stationärem Aufenthalt und ambulanter Therapie.
Es ist so: Ich leide jetzt seit einem Jahr ungefähr an Depressionen und v.a. sozialen Ängsten, also ich denke die Ängste sind das größere Problem und haben die Depressionen mit sich gebracht.
Na, auf alle Fälle wurde mir von jemandem von einer Beratungsstelle, der sich recht lange mit mir befasst hat, empfohlen, eine Psychoanalyse zu machen. Ich selbst sehe die Ursachen auch v.a. in der Vergangenheit. Zunächst konnte ich gar nichts anfangen, weil meine Ängst zu stark waren, um mich einem Therapeuten anzuvertrauen. Daher hat er mir bei noch einem Gespräch gesagt, dass ich es dann doch vielleicht stationär auch versuchen sollte.
Ich bin zwar nun schon stationär angemeldet, werde aber wahrscheinlich noch bis Anfang März warten müssen – falls ich denn hingehe.
Denn parallel habe ich nun auch schon eine ambulante Therapeutin gefunden, die mit mir anfangen würde zu arbeiten. Und mittlerweile fühle ich mich – auch dank Medikation – in der Lage auch wirklich hin zu gehen.
So entsteht für mich die Gretchenfrage, schiebe ich die stationäre Therapie zwischenrein oder konzentriere ich mich jetzt lieber darauf richtig in die ambulante einzusteigen?
Diese Frage ist mir vor allem im Hinblick auf mein Studium wichtig. Ich habe letztes Semester erst den Studiengang gewechselt, konnte aber wegen meiner Probleme gar nicht hingehen. Mein Ziel ist es nun im Oktober spätestens wieder zu beginnen und jetzt noch ein Krankensemester zu nehmen ( denn das brauch ich sicher noch). Doch wie schafft man das am besten?
Kann man sagen, dass stationäre Therapie „schneller geht“? Aber andererseits kann man keine Probleme in 8Wochen lösen, die so lange entstanden sind. Und es gibt bei mir echt ziemlich was aufzuarbeiten aus meiner Vergangenheit. Und stationär ist ja v.a. dann angedacht, wenn man sonst gar keine Therapie ambulant beginnen könnte oder die nichts bringt. Grundsätzlich würde ich schon zu ambulant tendieren, denn ich finde die Therapeutin gut und kann nun auch sicher mit ihr arbeiten. Aber andererseits habe ich Bedenken, dass mir so die Zeit davon läuft...Ach ja, Fragen über Fragen, und ich mach mir wahrscheinlich zu viele Gedanken Und ich weiß natürlich, dass ich letztlich nur allein entscheiden kann...aber über ein wenig Erfahrungen und Anregungen würde ich mich sehr freuen.
Vielen Dank schon mal J
Viele Grüße, „Mikadostaebchen“ |
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Waldemar
Anmeldungsdatum: 03.01.2006 Beiträge: 65
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Verfasst am: 14.02.2007 07:44 Titel: ich würde zu ambulant tendieren |
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hallo mikadostäbchen,
selbst habe ich zwar keine erfahrungen mit einem stationärem aufenthalt (therapie) gemacht, aber wenn ich an Deiner stelle wäre, würde ich mich für die ambulante alternative entscheiden.
Begründung:
die ambulante therapie gibt einem die möglichkeit das erlernte gleich im alltag umzusetzen; nach einem stationärem aufenthalt muß man sich erst wieder an den vertrauten ablauf gewöhnen, mit allen erinnerungen, die damit verbunden sind... hier sehe ich größeres "Rückfallpotential".
lg
waldemar |
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joeli
Anmeldungsdatum: 17.01.2007 Beiträge: 112
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Verfasst am: 14.02.2007 10:40 Titel: |
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hallo guten morgen....
ich stimme waldemar zu denn ich habe 3 stationäre therapien gemacht und hatte jedesmal nach der entlassung sehr zu kämpfen, ich hatte meine wohnung und freute mich auch drauf, doch die hilfe der ärzte war plötzlich weg, fühlte mich auf mich alleine gestellt und zog mich komplett zurück,hatte angst vor der umwelt, denn drinnen war es wie "das haus der sicherheit, der ruhe und des schutzes".. es hat mir dort auch sehr geholfen weil es viel mehr therapie möglichkeiten gab, musik- und kunsttherapie... und man beschäftigt sich jeden tag mit sich selbst, was ja oft schwer ist.
nun bin ich ambulant in therapie, einmal die woche, ich verlier den bezug zur umwelt nicht und freunden.. kann es umsetzen auch wenn es seine zeit dauert. die post bleibt nicht liegen was auch ein großer schock war und mich schnell zur überforderung brachte... leider weiß ich nicht wie schwerwiegend es bei dir ist was dann am sinnvollsten wäre.. was ist los mit dir, weißt du warum du diese ängste hast??? ich hatte auch 2 jahre schwere depressionen, denke auch das sie von meiner angst kamen. depressionen können auch ein ausdruck von versteckter wut und aggressionen sein...
liebe grüße
joeli |
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mikadostaebchen Gast
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Verfasst am: 14.02.2007 20:49 Titel: |
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Hallo
danke für eure Antworten
ich muss sagen, dass ich auch ziemlich zur ambulanten Therapie tendiert habe, nur heute morgen war ich wieder am Zweifeln, weil mich mein Psychiater sehr zu etwas Stationärem überreden wollte.
Sein Argument war vor allem, dass ich ja schnell wieder zur Uni gehen soll, was ich ja bis Oktober auch sicher schaffen möchte. Und er sagte halt, dass stationär einfach intensiver ist.
Es war mir zwar sowieso klar, dass ich sofort nach Therapie in der Klinik ambulant weiter machen möchte (von daher wäre wohl die Gefahr des Rückfalls hier nicht allzu groß, denke ich).
Doch irgendwie habe ich noch eine ziemliche Abneigung der Klinik gegenüber, kann nicht genau sagen, woran das liegt. Einerseits habe ich Angst davor, andererseits habe ich Bedenken vor dieser Funktionalität. Du gehtst jetzt dahin, damit du schnell wieder arbeiten kannst.
Mir persönlich ist halt am meisten daran gelegen, dass sich jemand mal mit mir genau anschaut, warum ich eigentlich solche sozialen Ängste habe- ich weiß nämlich leider nicht genau, woher sie kommen
Und das hatte ich mir nun von der Psychoanalytikerin erhofft. Ich habe einfach das Gefühl, dass mich noch viel Unverarbeitetes aus meiner Vergangenheit drückt und dass ich das verarbeiten muss; nicht nur "einfach" mein Verhalten ändern. Und weil ich mich dort auch wohl fühle, dachte ich: Super, jetzt kann ich endlich richtig einsteigen!
Und nu kommt der Psychiater und bringt mich wieder zum Grübeln. Ich weiß letztlich natürlich, dass ich machen kann, was ich will, aber es ist schon komisch, sich einem soclehn Rat zu widersetzen. Andererseits denke ich schon, dass es halt sein "Standarsprogramm" ist, denn er wollte mich gleich nach dem ersten Besuch erst mal wieder in die Uni und in eine Klinik schicken
Ich werde da noch mit meiner Therapeutin morgen drüber sprechen, mal sehen was die sagt. Jedenfalls auch vielen Dank nochmal für die Anregungen und Erfahrungsberichte. Wenn euch noch was zu meinem Geschreibsel hier einfallen sollte, wärs schön, wenn ihr mir das noch mal sagen würdet.
Viele liebe Grüße,
Mikadostaebchen |
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