Angst-Forum
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Tammy...
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tammy1977



Anmeldungsdatum: 24.06.2007
Beiträge: 5
Wohnort: Bayreuth

BeitragVerfasst am: 30.06.2007 21:30    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo erstmal, alle zusammen!
Ich bin neu hier, und weiß nicht, ob ich lachen oder weinen soll, dass ich dieses forum, welches mir aus dem herzen spricht, gefunden habe.

ich darf mich kurz vorstellen: war schon immer ein kleiner, ängstlicher, aber optimistischer Pessimist - anderes kann man es wohl nicht sagen. Bis zum plötzlichen herztod meines papa´s im Sommer 2005 kam ich aber mit mir und der welt prima klar, auch wenn ich schon immer gewisse symptome hatte, die ich aber heute als äußerst belasten empfinde. Seit besagtem vorfall habe ich die völlig unbegründete gewissheit, ebenfalls entweder durch einen herzinfarkt oder einen schlaganfall sterben zu müssen,lange, bevor ich dazu bereit bin.

seit dem reagiere ich auf die geringsten veränderungen meines körpers mit angst und panik. ich werde nervös, es schnürt mir die kehle zu, ich hyperventiliere, der brustkorb wird immer enger, ich friere und schwitze zugleich, mir wird schwindlig, mein linker arm wird so komisch kribbelig, mein rücken tut mir zwischen den schulterblättern weh und ich könnte dauern zur toilette rennen, weil mein bauch grummelt, und ich denke, dass ich mich gleich übergeben müsse. so stelle ich mir einen herzinfarkt/schlaganfall vor, und bei frauen wären das angeblich auch die entsprechenden anzeichen. nur hört es bei mir immer wieder auf - bis zum nächsten mal. manchmal habe ich das auch tagelang am stück, aber dafür nicht so heftig, oder nur einige symptome und nicht alle auf einmal.

seit anfang 2007 bin ich in therapie, medis nehmen ich keine, habe aber für den vermeintlichen notfall was homöopatisches in der tasche. die eineinhalb jahre davor bin ich von arzt zu arzt gepilgert - jedesmal mit dem ergebnis, gesund zu sein, jedoch solle ich mehr sport treiben und aufhören zu rauchen... das übliche halt. trotz aller test glaube ich, trotzdem krank zu sein, es wird ja immernoch soviel übersehen... auch konnte mir noch keiner den unterschied zwischen einem herzinfarkt und meinem befinden erklären. kann mir von euch bitte jemand helfen? ich kann doch nicht immer den notarzt rufen, was ich mir übrigens verkneife!? es heißt ja immer, lieber einmal zuviel anrufen, als zu spät...

aber da ich mich nicht traue, sehe ich mich erst recht tod in der ecke liegen, weil die zeichen falsch gedeutet wurden. ich weiß nicht mehr weiter, ich drehe mich im kreis.

entschuldigt den ewigen text, aber es tut schon mal gut, sich zumindestens einen teil von der seele zu schreiben. lg grüße und auch euch allen viel kraft, tammy
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tammy1977



Anmeldungsdatum: 24.06.2007
Beiträge: 5
Wohnort: Bayreuth

BeitragVerfasst am: 30.06.2007 21:47    Titel: Antworten mit Zitat

@ all,
sorry, ich habe gerade erst entdeckt, dass es für neue mitglieder eine vorstellungsseite gibt, sorry!! aber beim lesen eurer beiträge fühlte ich mich derart angesprochen, dass ich mich angemedet habe, damit ich hierzu meinen beitrag leisten kann. lg tammy
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hodapp



Anmeldungsdatum: 18.05.2007
Beiträge: 57
Wohnort: Karlsruhe

BeitragVerfasst am: 01.07.2007 03:09    Titel: Antworten mit Zitat

kein Problem, willkommen erstmal im Forum!
_________________
Enthaltsamkeit kann ein Segen sein, wenn man sie in Grenzen hält.
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kruemmel



Anmeldungsdatum: 26.04.2007
Beiträge: 244
Wohnort: Baden-Württemberg

BeitragVerfasst am: 01.07.2007 07:34    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Tammy,
willkommen im Club !!!

Es ist echt nicht leicht den Ärzten zu glauben, weil die Beschwerden nicht verschwinden. Und wenn man gesund ist, hätte man die Beschwerden ja nicht, stimmts.

Auch ich leide an Herzrasen und sollte unbedingt Sport treiben. Aber man geht in eine gewisse Schonhaltung. Ich habe für mich jetzt das Buch als teilweise Hilfe (ersetzt keine Therapie) gefunden. Ich lese Bücher über somatoforme Störungen und Wenn die Seele durch den Körper spricht usw. Hat mir zumindest in soweit geholfen, dass ich merke, ich bin nicht alleine und es gibt wirklich die Möglichkeit, dass meine Probleme psych. sind.

Bei Dir gibt es durch den Tod deines Vaters, ja einen akuten Auslöser für alles. Ich denke das dies meiner einer Therapie behandelt werden kann.
Bei mir suche ich noch nach einem akuten Grund. Denn eigentlich geht es mir gut.
Ich habe einen Mann, zwei Kinder, ein Haus und soviel Geld, dass es zum Leben reicht. Also keinerlei Probleme (eigentlich). Naja, zur Zeit bin ich auf der Suche nach einem Therapeuten, die letzte meinte nach 2 Sitzungen, sie könne nichts für mich tun.

Gestern hatte ich etwas komisches erlebt. Meine Kinder haben mal wieder gestritten und ich habe das schreien angefangen und gemerkt, dass mein Körper ausser Kontrolle gerät. Bin dann zusammengesackt und war für den Rest des Tages total geschwächt. Bilde mir ein "OH, Gott, jetzt haste einen Nervenzusammenbruch und must in die Psychatrie". Verrückt, oder??

Naja, je länger die Beschwerden andauern um so schlimmer werden die psych. Gedanken. Geht es dir auch so??

Freue mich schon auf Antwort.

Wie alt bist du eigentlich?

Gruß kruemmel
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tammy1977



Anmeldungsdatum: 24.06.2007
Beiträge: 5
Wohnort: Bayreuth

BeitragVerfasst am: 01.07.2007 14:30    Titel: Antworten mit Zitat

hallo hodapp, hallo kruemmel,

ich freue mich sehr, dass so schnell jemand geantwortet hat, danke Very Happy

jaja, das berühmte herzrasen kenn ich auch nur zu gut. und wenn es dann irgendwann wieder aufhört, krieg ich auch nur wieder panik, und muß erstmal prüfen, ob ich überhaupt noch einen puls habe, oder eigentlich schon tot bin... klingt komisch, ist aber so. kennt ihr das auch?

mein papa hatte kurz hintereinander - ca. eine halbe stunde abstand, 2 herzinfarkte. der notarzt meinte, er wäre nach dem ersten bereits tot gewesen (???) weile er auch keinen puls mehr hatte und sich das ganze blut im brustkorb gesammelt hatte, weswegen er auch keine luft mehr bekam. wohlbemerkt war papa aber da noch ansprechbar. und das projiziere ich nun fataler weise auf mich.

ich frage mich, ob ich jetzt auch angst hätte, wenn mir diese ganzen details verborgen geblieben wäre. aber seit ich das alles weiß, erlebe ich dieses geschehen in meinem kopf und mit meinem körper regelmäßg immer und immer wieder. manchmal denke ich, wenn es so sein soll, dann bitte, aber jetzt sofort und auf der stelle! passieren tut natürlich nix... was mich aber auch nicht beruhigt.

aber ich bastele oft an meiner eigenen konfrontationstherapie, indem ich absichtlich nicht aus dem laden renne, wenn es anfängt, oder versuche, nicht wegzusehen, wenn etwas ist, was mir eigentlich angst macht (z.b. horrorfilme. doof oder? die meisten zahlen einen haufen geld für´s kino, um sich genauso was reinzuziehen, aber mir wird schon bei der vorstellung von soviel blut und gewalt übel) versucht ihr sowas auch, oder sollte man das besser nicht ohne hilfe machen?

Das mit der schonhaltung kenn ich auch, kruemmel, ich traue mir und meinem körper nicht mehr viel zu, und habe angst, mich zu belasten. irrerweise geht rauchen aber noch prima, was ja besonders ungesund ist.

lesen tu ich auch unheimlich viel über angst, ursachen, symptome etc. es hilft mir auch, zu verstehen, leider aber noch nicht, auch alles so zu akzeptieren. hast du einen speziellen buchtipp für mich?

ich versuche, mich echt zusammen zu reißen, denn ich habe angst, irgendwann mal eingewiesen zu werden, und bis an das ende meiner tage tüten zu kleben oder so´n zeug.

in gewisser weise habe ich wohl die neigung zur angst von meiner mama vererbt bekommen, sagt jedenfalls kein mackedoktor. dass sie selbst seit vielen jahren darunter leidet, kam erst nach dem tod von papa an´s licht. und ich hab sie so bewundert, weil mir und meiner schester nie aufgefallen ist, welche seelenqualen sie durchlebt hat. papa war halt immer ihr halt und ihre hilfe - er fehlt so...

ich mache mir auch sorgen um sie. wir wohnen knapp 200 km weg von ihr, da ist die entfernung die größte belastung. aber sie wird nicht von dort weggehen um zu uns in die nähe zu ziehen. und meine schwester wohnt auch hier.

manchmal weiß ich nicht, ob ich panik kriege, weil es wieder irgendwo ziept, oder ob es ziept, weil ich mich vor lauter angst total verkrampfe. aber du hast recht, je länger es dauert, umso unerträglicher wird es. und ein irrer gedanke jagt den nächsten, bis ich nicht mehr weiß, ob ich schon jenseits von gut und böse bin.

hab auch seit gestern schon wieder so ein unangenehmes engegefühl direkt dort, wo der hals aufhört und der brustkorb anfängt, habe das gefühl, nicht richtig durchatmen zu können und ertappe mich immer wieder dabei, wie ich gebannt die luft anhalte, so als ob gleich irgendwas kommen würde. weiß aber nicht, was oder warum, und wovor ich eigentlich angst habe.

ich versteh es manchmal selbst nicht, auch ich müßte eigentlich super happy sein, alles in meinem leben läuft wie am schnürchen, mein mann steht zu mir, er tröstet mich und holt mich aus so manchem seelischen tief wieder heraus, auch wenn er selbst nicht nachvollziehen kann, was dann in mir vorgeht. auf arbeit ist alles super, wir sind umgezogen, die neue wohnung ist ein traum, und wir sind beide - laut ärztlichen befunden - auch kerngesund. was will ich eigentlich mehr? nagut, ein baby wär nicht schlecht, immerhin werde ich diesen juli schon 30, aber streß mache ich mir hierbei eigentlich auch nicht, oder doch? unterbewußt? keine ahnung.

oje, schon wieder ein roman... ich hoffe, ihr lest so gerne, wie ich schreibe Wink

wie alt seid ihr denn?

ps: kruemmel, sag mal, was war denn das für ein therapeut, der dir sagt, er könne nichts für dich tun?!
Shocked wozu ist er/sie dann therapeut geworden??

naja, ist erstmal wieder gut, freue mich auf mehr gedankenausstausch, bis bald, lg tammy
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