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Angst-Forum Angstzustände, Panikattacken und Stress - diese Probleme berühren Millionen von Menschen täglich. Für Betroffene und ihre Angehörigen ist es wichtig darüber reden zu können. Dieses Forum will einen Raum dafür schaffen. Ein Herzliches Willkommen an Alle!
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marypoppins01
Anmeldungsdatum: 05.03.2007 Beiträge: 20 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 06.06.2007 21:23 Titel: Re: Und täglich grüßt das Murmeltier |
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Jo, wie gesagt, der Optimismus stellt sich bei mir aber auch nur dann ein, wenn ich ein paar angstfreie Tage habe....
Aber genauso übertrieben pessimistisch geht es zu, wenn mal wieder eine Attacke kommt, dann habe ich sofort wieder dieses denken, das ALLES schlecht ist und NICHTS klappt.....usw....
Ich finde mich sehr extrem : mal extrem gut drauf, dann extrem traurig oder wütend......es gibt irgentwie nie so ein normal oder von jedem ein Bißchen.......das fällt auch Leuten auf, die mich gut kennen.
Ja und mit den Veranstaltungen und rausgehen ist so eine Sache.
Wenn jetzt jemand kommt und sagt :" Hey, in drei Wochen ist da und da Konzert oder so....kommst du mit?" Dann ist das so weit weg für mich und so unbedrohlich, das ich dann zusage......ja näher der Tag rückt desto mulmiger wird es mir.
Habe auch schon ein paarmal kurzfristig abgesagt ( Magen-Darm-Grippe oder Migräne als Ausrede)
Deswegen sind aber auch schon Freundschaften und Bekanntschaften auseinander gegangen.
Wie gesagt, ich bin früher ein richtiges Rudeltier gewesen...jetzt eher ein Einzelkämpfer, mehr oder weniger unfreiwillig.
Wenn ich es dann aber mal schaffe, wohin zugehen, dann geht es mir wie dir : Ich bin schon Tage vorher krank....ich schlepp mich dann durch das Fest, Konzert, wie auch immer...und wenn ich es geschafft habe, bin ich froh, das es vorbei ist aber auch glücklich und Tage später, falle ich in ein richtiges Loch und bin depressiv und ausgelaugt.
Ich beneide die Menschen so, die so etwas einfach machen können und sich vorher darauf freuen und dabei Spaß haben und hinter her davon erzählen......früher war ich auch.......und heute?
Also, bei mir ist es so, das ich imme kribbeliger werde je näher der Abend rückt.....wenn ich weiß die Kids sind gleich im Bett, da suche ich mir krampfhaft Beschäftigung, damit ich richtig müde und kaputt werde und einfach einschlafe.
Also, ich kann nicht mehr sagen : So ich geh nu ins Bad und mache mich fertig und dann leg ich mich ins Bett und les noch ein Bißchen oder kucke Fernsehen.......ne, spätestens dann packt es mich..noch schlimmer ist es, wenn ich nachts mal wach werde......das ist ganz schlimm.....
Komischerweise *toi toi toi* Jetzt wo mein LG weg ist, habe ich nachts mehr Ruhe, schlaf schneller ein........
Vielleicht, weil ich den Druck nicht habe, weiter funktionieren zu müssen, einfach ich sein, für mich was tun, machen was ich will, auf niemanden achten.......??????
Wenn mich so eine Attacke packt,möchte ich in dem Moment die Sicherheit haben, das da jemand ist, den ich rufen könnte.....aber ich möchte dann nicht betüddelt werden......dann wird es eher noch schlimmer ( vielleicht, weil es mir peinlich ist,wenn mich jemand sieht, wenn es mir so schlecht geht......ich zitter und bibber oder mich übergeben muß) Ich kann echt die besorgten Blicke nicht haben, das macht mich nur noch nervöser.......
Also mein Lg weiß, das ich seit Jahren in Therapie bin......er hat auch schon gesehen, wenn es mir ganz schlecht geht ( depressiv, weinend, 2 große Panikattacken)Aber trotzdem, versuche ich es immer so gut wie es geht, vor ihm zu verbergen.......ich kann meine richtigen Gefühle nicht zeigen.......vor gar keinem, auch bei Ärzten oder dergleichen nicht.
Es ist mir schlichtweg peinlich, ich möchte lieber perfekt und stark sein....
In den Attacken selber war er immer sehr lieb und fürsorglich , hat sich gekümmert. Auch wenn ich depressiv war....er war/ist immer für mich da.
Trotzdem, so richtig offen darüber reden kann ich nicht.......es ist dumm, ich weiß, aber es geht irgentwie nicht.
Mein Tagesablauf : Ich steh morgens um 6 auf ( oder versuche es), wecke die Kids mache Frühstück, alles für die Schule fertig....mach schon mal ein Bißchen Haushalt.
Bringe die Kids zur Schule....fahre nach Hause...mache einkäufe, Haushalt, kümmere mich um die Kleinste....dann mache ich Büroarbeit, Behördengänge......dann Essen kochen, die Kids kommen nach Hause, essen, die Kleine macht Mittagschlaf....Hausaufgaben mit den Großen.
Danach bin ich " Taxi" für die Kids......Fußball, Freunde, usw.... ja ...nachmittags dann wieder die Kleine und Firma zusammen, ja und abends sammel ich dann alle wieder ein und bereite Abendbrot zu, danach ist baden oder duschen der Kids angesagt und Abendritual.......lesen erzählen, zu Bett gehen der Kids......danach räume ich auf.......und check nochmal e-mails oder schreibe Rechnungen........so zwischen 23 und 0 Uhr gehe ich ( meistens) ins Bett.......das wars....
So läuft es immer, Freizeit hate ich schon immer wenig und ich glaube inzwschen ist es so eingefahren, das ich mit Ruhe einfach nicht klar komme.
Das es mir deshalb dann so schlecht geht....DAS vermute ICH jetzt mal.
So, ich mache nun für heute Schluß....
Liebe Grüße und einen schönen Abend.....Danke fürs lesen und antworten |
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Verfasst am: Titel: Anzeige |
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hodapp
Anmeldungsdatum: 18.05.2007 Beiträge: 57 Wohnort: Karlsruhe
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Verfasst am: 07.06.2007 02:12 Titel: |
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Klingt ziemlich stressig! So was hält den Stresspegel auch laufend hoch wann sollst du den da Zeit zum entspannen haben?
Du scheinst das ja schon länger zu machen mich erstaunt das du das durchhälst!
Ich bin jetzt 23 und habe BWL studiert.
Vor einem Jahr sah mein Tagesablauf so aus:
6:00 Aufstehen mit der S-Bahn zum Hauptbahnhof, dann in den Schnellzug
7:01Ankunft in Frankfurt
8:05 dann mit der U-Bahn zur Uni Vorlesungsbeginn
8:15 Darauf folgen dann 6h Vorlesung 15min Mittagessen dann 4h Tutorium. 17:45 Heimfahrt mit der U-Bahn zum Hauptbahnhof in Frankfurt. Essen im Zug
19:07 Ankunft in Karlsruhe
19:20 Zuhause, dann 3-5h Tutorium vorbereiten, 1h Haushalt(Wäsche, Einkaufen etc.)
Schlafengehen ca. 1:00-2:00 Uhr am nächsten Tag das gleiche.
So sieht der "optimale" Tag aus, machmal haben die Züge ja auch noch Verspätung! Höhepunkt waren 1,5 h 20m vor dem Hbf weil einer vor den Zug gesprungen ist. Und mir ging es echt schon mies bin extra ne Stunde früher gefahren. Als ich zuhause war hatte ich 40C° Fieber und am nächsten Tag bin ich zum Arzt. Der stellte eine Lungenentzündung fest, dann war ich 2 Wochen im Bett und musste jede Menge Lernstoff nachholen.
Ich hab das 2Jahre durchgehalten dann war Ende, ich hab die Prüfungen nicht geschafft, war andauernd krank und hatte echt kein Bock mehr. Ich habe meine Freundin noch versucht aufs Abi vorzubereiten, doch hat sie die Prüfung leider nicht geschafft, und hat daraufhin extreme Ängste entwickelt. Sie hatte so sehr Angst das sie weder essen noch trinken konnte. Ich war pleite und Deutschland wurde nicht Weltmeister. Meine Freundin ging dann in eine Fachklinik, danach sind wir zusammen gezogen.
Seit dem geht es Bergauf, hab jetzt einen lukrativen Job.
Aber ich habe immer noch das Problem das ich überhaupt nicht abschalten kann. Selbst wenn ich einen extrem anstrengenden 20Stunden Tag(Nacht) hintermir habe kann ich mich nicht ins Bett legen und schlafen. Ich fühle einfach keine Müdigkeit. Wenn ich mich dann überwinde ins Bett zu gehen liege ich immer noch 1-2 Stunden wach, weil mein Kopf nicht zur Ruhe kommt. Morgens will ich dagegen nie Aufstehen der Schlaf lähmt mich regelrecht, trotz aller anstrengungen gelingt es mir nicht aufzuwachen der Schlaf reißt mich immer wieder aus der Realität. Wenn ich es dann schaffe aufzustehen bin ich wieder für 20h fit??? _________________ Enthaltsamkeit kann ein Segen sein, wenn man sie in Grenzen hält. |
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Sommersonne
Anmeldungsdatum: 11.05.2007 Beiträge: 24 Wohnort: Braunschweig
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Verfasst am: 07.06.2007 10:49 Titel: Kommt mir alles sehr bekannt vor... |
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Hallo alle zusammen,
das was ihr alle beschrieben habt kommt mir sehr bekannt vor.
Seitdem ich mein Abitur geschrieben habe (Ergebnisse bekomme ich am Dienstag) bekam ich danach Panikattacken. Seit einem Monat bin ich in Therapie. Mein Therapeut ist wirklich nett und hat mir erklärt, dass es ganz natürlich ist, dass die Panikattacken jetzt gehäuft auftreten, weil der Körper nach einer langen Stressserie jetzt endlich zur Ruhe kommt.
Deshalb ist es kein Wunder wenn bei dir die Attacken kommen, wenn du nichts zu tun hast. Der Körper sucht sich ein Ventil um den Stress abzubauen.
Mein Therapeut meinte, dass es für den Körper wesentlich einfacher wäre, wenn man regelmäßig Sport betreibt. Dadurch kann der Körper den Stress schneller abbauen und man bekommt den Kopf frei.
Deshalb habe ich angefangen jeden Tag ein bisschen Sport zu treiben. Mein Therapeut meinte eine halbe Stunde richtig schwitzen wäre prima. Momentan arbeite ich noch auf die halbe Stunde hin (schaffe pro Tag gerade 15 Minuten).
Vielleicht solltest du auch mit Sport anfangen. Wenn man ausgepowert ist hört man auch auf über Dinge zu grübeln, die man eh nicht ändern kann.
Ich war bis jetzt 4 Mal bei meinem Therapeuten und jedes Mal habe ich während der Sitzung geheult. Anfangs habe ich mich dafür dolle geschämt, weil ich eigentlich auch ungern Schwäche zeige. Dann habe ich mir aber überlebt was schlimmer für mich wäre:
Entweder ich kriege meine Angst in den Griff und nehme dafür meine Schwäche in Kauf oder ich verstecke meine Gefühle und lebe weiter mit der Angst, die sicher in ein paar Monaten noch schlimmer werden würde.
Ich habe mich für ersteres entschieden.
Jeder Mensch hat seine schwachen Momente (niemandem gefällt das wirklich), aber genau das macht uns menschlich.
Vielen Menschen fällt es schwer mit fremden Personen über Gefühle zu sprechen. Noch schwieriger ist es mit Menschen zu sprechen die man liebt. Dennoch habe ich meiner ganzen Familie (meine Eltern, mein Bruder, meine Großeltern, Tanten, Onkels usw.) von meinem Problem erzählt.
Dieser Schritt war eine wichtige Stufe auf der Leiter zum Leben ohne Angst. Ich habe gemerkt, dass das Reden für mich eine Art Therapie ist.
Desweiteren habe ich mir ,auf Empfehlung meines Therapeuten, ein Buch gekauft, dass mir hilft meine Angst zu verstehen.
"Änsgte verstehen und überwinden" von Doris Wolf (kostest bei E-Bay ca. 8 Euro).
Probiert es einfach mal aus...mir hat es geholfen!
Wünsche euch noch einen schönen Tag! _________________ Angst kommt...Angst geht |
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marypoppins01
Anmeldungsdatum: 05.03.2007 Beiträge: 20 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 08.06.2007 11:40 Titel: |
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Ich hatte schon mal so eine ähnliche Phase.
Zu der Zeit waren wir nicht selbtständig, sondern ich habe vollzeit im Altenheim gearbeitet ( bin gelernte Altenpflegerin) zu der Zeit war ich frisch geschieden und hatte mich dummerweise in einen Mann verguckt, der gerne eine lockere Beziehung zu mir haben wollte, aber nicht mehr und mit Kindern wollte er gar nichts zu tun haben......
Ich habe trotzdem gekämpft, da ich dachte, das es doch irgentwie gehen muß......hab die Hoffnunf nicht aufgegeben, das er mich UND meine Kinder irgentwann abgöttisch liebt.
Dazu ist es nie gekommen.
Als ich das endlich eingesehen hatte und ER die Beziehung beendet hat,kam ich nach einiger Zeit zur Ruhe.....es folgte ein Nervenzusammenbruch. Da war ich 26 Jahre alt.....
NATÜRLICH habe ich davor Angst, das genau das wieder passiert......und das es mir dann lange wieder ganz schlecht geht.
Aber trotzdem : ich schaffe es nicht mir mehr Ruhe anzutun. Auch wenn mein LG mal zu Hause ist und sich um vieles kümmert ( er versucht mich möglichst viel zu entlasten )........finde ich irgentetwas zu wurschelten : Keller aufräumen, Schränke entrümmpeln....all solche Sachen, die dann nicht nötig wären, aber bevor ich sitze? Bücher lesen? Fehlanzeige...und dabei war ich immer ein Leseratte....
Wenn ich mich dann abends endlich mal hinlege......dann bin ich oft so platt, das ich sofort einschlafe ohne es zu merken.....Komaschlaf sag ich immer......wenn ich ins grübbeln komme, geht es mir wie dir...da würde ich wach bleiben......dann kann ich wieder aufstehen...
Morgens bin ich super kaputt.....ich mache den Wecker bestimmt 6 mal aus bevor ich aufstehe ( der geht alle 9 Minuten an)
Ich war eigentlich früher so, das ich immer nach dem ersten Klingeln sofort aufgestanden bin.
Jetzt bin ich oft so groggi, das ich morgens super schlecht aus dem Bett komme......
Was machst du denn um dich mal zu entspannen? Machst du auch irgenteinen Sport oder sowas?
Liebe Grüße |
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Sommersonne
Anmeldungsdatum: 11.05.2007 Beiträge: 24 Wohnort: Braunschweig
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Verfasst am: 08.06.2007 13:47 Titel: Sport...? |
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Hallo alle zusammen,
also ich mache seit kurzer Zeit regelmäßig Sport (Fahrrad fahren oder Heimtraining auf dem Stepper). Meistens eine Stunde nach dem Aufstehen oder Abends zwei Stunden vorm zu Bett gehen.
Momentan halte ich 15 Minuten auf dem Stepper aus, aber mein Ziel sind 30 Minuten. Das Fahrrad fahren geht natürlich länger.
Danach ist man schön ausgepowert, man hat geschwitzt, ein Ziel erreicht und hat was für die Kondition getan.
Mein Therapeut meint, dass man durch Sport ein besseres Gefühl für seinen Körper bekommt und somit erkennt, dass der Körper belastbarer ist, als man in Panikattacken denkt.
Er hat recht, ich habe jetzt seltener Angstzustände, weil ich weiß, dass mein Körper mehr aushält als er in Panikattcken vorgibt.
Mein Therapeut hat mir hat mir desweiteren erzählt, dass es mal einen Versuch gab! Man hat Angstpatienten in eine Gruppe zusammengetan und hat sie zwei Mal pro Woche für eine Stunde worken lassen. Nach kurzer Zeit haben viele ihre Angstattacken in den Griff bekommen oder sind sie komplett los geworden.
Also einen Versuch ist Sport auf jeden Fall wert.
Schlimmer kann es uns eh nicht mehr gehen ! _________________ Angst kommt...Angst geht |
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