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Angst-Forum Angstzustände, Panikattacken und Stress - diese Probleme berühren Millionen von Menschen täglich. Für Betroffene und ihre Angehörigen ist es wichtig darüber reden zu können. Dieses Forum will einen Raum dafür schaffen. Ein Herzliches Willkommen an Alle!
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Elli
Anmeldungsdatum: 28.03.2007 Beiträge: 1248 Wohnort: Bayern
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Verfasst am: 15.07.2007 19:39 Titel: Wann nimmt das mal ein Ende???? |
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Hallo ihr Lieben,
ich weiß, mein Bericht gehört wohl nicht auf diese Seite, sorry, aber ich muß mir meine Sorgen von der Seele schreiben. Da hilft mir auch mein Tagebuch nicht mehr. Also folgendes. Seit 5 Tagen liegt mein Papa auf Intensivstation. Gut er wird im Sep. 80 Jahre, soll eine riesen Feier werden. Man könnte ja sagen, naja der ist ja alt genug. Mein Problem dabei ist das ich ihn nicht besuchen kann und nicht sprechen kann. Mein Bruder berichtet mir immer über seinen Zustand. Überall Schleuche....
ich stell mir immer vor wie er dort liegt. Nomalerweise ist er für sein Alter noch total gut drauf und fit. Ich hab mit 17 Jahren meine Mama verloren, ich hatte sie noch in der Klinik besucht, sie bekam es garnicht so mit, es hieß sie würde in 3 Tagen nach Hause kommen. Konnte ich nicht so verstehen, aber ich freute mich riesig. Dann kam ich damals von der Berufsschule nach Hause und es hieß sie wäre gestorben. Dann vor 10 Jahren erkrankte mein älterer Bruder an Lungenkrebs. Ich war mit meinem ersten Sohn schwanger. Als mein Sohn 3 Wochen alt war verstarb mein Bruder.Ich konnte ihn auch nicht mehr besuchen, mal ganz kurz telefonieren da er keine Kraft mehr hatte. Er fehlt mir total!!!
Jetzt hab ich die totale Angst das es mit mir mit meinem Papa genauso geht. Warum erlebe ich immer wieder die gleichen Situationen? Reicht denn nicht schon meine scheiß Angststörung? Wohl nicht!!!
Bitte nicht böse sein das ich mich hier mal erleichtert habe.
Liebe Grüße, Elli _________________ es ist schon schlimm genug die Erfahrung mit Angstzuständen machen zu müssen, jedoch eine große Hilfe nicht ganz allein zu sein , in dem man sich evtl. austauschen kann! Dies geht eben nur mit Betroffenen! |
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Verfasst am: Titel: Anzeige |
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joeli
Anmeldungsdatum: 17.01.2007 Beiträge: 112
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Verfasst am: 15.07.2007 20:13 Titel: |
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mensch elli. das hab ich jetzt erst gelesen was bei dir los ist... na klar rede dir hier ALLES von der seele, höre bzw lese dir gerne dabei zu..
hmm, ich versteh auch nicht warum das schicksal immer auf einer stelle haut, es tut mir total leid für dich. na klar das alter hätter er erreicht wenn man es realistisch betrachtet, doch wer tut das gern wenn es um die eigene familie geht.. ich kann dich ganz gut verstehen. ich verbinde auch nichts positives mit intensiv stationen, klar eins schon, mein sohn kam gott sei dank lebend raus obwohl keiner dran glaubte...
es ist schwer über solch ein thema zu sprechen für personen wie mich, weil man immer angst hat das falsche zu sagen.. aber ich möchte dir sagen das ich für dich da bin und du dich jederzeit melden kannst...
fühl dich ganz doll in die arme genommen ja.
liebe grüße
joeli |
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Michi69
Anmeldungsdatum: 09.07.2006 Beiträge: 921 Wohnort: Nürnberg
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Verfasst am: 16.07.2007 11:04 Titel: Re: Wann nimmt das mal ein Ende???? |
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Huhu elli,
es ist echt schlimm,und ich versteh deine Verzweiflung gut.Es ist schlimm,echt,am liebsten würd ich dich einfach nur in den arm nehmen und mal richtig mit dir weinen.
Hat sich an seinemZustand was verändert?????Informier mich bitte über sms.Ich bin für dich da das weißt du.
Obs mal aufhört?????Das frag ich mich auch täglich aber Süße das kann ich nicht beantworten.Wünschen würd ichs dir ,allen hier und mir.......
Wünsch dir viel Kraft und spätestens am Samstag ruf ich dich an da bin ich bei meinen eltern.Bis dahin.........
Dickes knuddelbussi von michi _________________ Ein langer Weg ein harter Kampf,egal welches Leben,alles macht Sinn,es ist halt mein Schicksal und nun bin ich wie ich bin. |
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Elli
Anmeldungsdatum: 28.03.2007 Beiträge: 1248 Wohnort: Bayern
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Verfasst am: 16.07.2007 19:59 Titel: |
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Liebe joeli, liebe Michi,
ich mach es nur ganz kurz, bitte nicht böse sein. Ich möchte mich ganz ganz herzlichst bei euch beiden bedanken für eure lieben Worte. Das gibt mir wieder etwas Kraft. Es hat sich leider nichts verändert, gleiche Situation, ich dreh noch durch, muß mich zusammen reißen wegen der Kinder.
joeli, ich hätte die Frage an dich was mit deinem Kind war?. Aber bitte nur beantworten wenn du das möchtest, ja?
Und Michi, wenn ich könnte würde ich wohl Stundenlang mit dir heulen. Freu mich auf Samstag.
Ich weiß euch geht es beiden auch nicht gut und dann müll ich euch noch mit meinen Problemen zu. Sorry! Aber ihr seid eine ganz, ganz große Hilfe für mich, herzlichsten Dank
Dickes Bussi an euch, Gruß Elli  _________________ es ist schon schlimm genug die Erfahrung mit Angstzuständen machen zu müssen, jedoch eine große Hilfe nicht ganz allein zu sein , in dem man sich evtl. austauschen kann! Dies geht eben nur mit Betroffenen! |
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joeli
Anmeldungsdatum: 17.01.2007 Beiträge: 112
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Verfasst am: 17.07.2007 08:08 Titel: |
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guten morgen elli
bitte entschuldige dich nicht ja, deine situation ist genauso ernst und wichtig wie unsere situationen... das ganze steht hier am richtigen platz, dafür sind wir alle da um etwas los zu werden, sich aufbauen oder helfen zu lassen... ich freue mich das du mir auch von deinen problemen was erzählt hast...
hm zu meinen sohh ein paar zeilen. ich war mitte 8 monat schwanger, ich stand früh morgens auf und hatte ein seltsames beängstigendes gefühl im bauch, irgendwas schien nicht zu stimmen. ich zog mich an und machte mich auf dem weg zum arzt: er sagte dann, frau .... ihr kind ist tot!! wir bringen sie in die klinik, ich haute ab, fuhr über jede rote ampel im schock selbst zu klinik, platzte schreinend in die notaufnahme rein, sie wollten mich beruhigen doch hatten sie die selben worte für mich wie der vorherige arztt... ich sollte das kind tot entbinden, die wehen sollten künstlich eingeleitet werden. NEIN! ich wehrte mich, meine schwester kam, sie solle mich beruhigen, ich verkrampfte meine arme um mir nicht diese spritzen geben zu lassen, 4 ärzte standen um mich herum, dann ein modernes ultraschall gerät um zu sehen was mit dem kind los war, sie wollten mir zeigen das es sich nicht mehr bewegt um das zu verstehen... ich tobte (was heute mein glück war) er bewegte sich, schock bei den ärzten, er hatte, also mein sohn eine herzattacke im leib. not op, mitlerweile war ein ärzte team von 12 man, von spezialisten über oberärzte, alles da... ich durfte mich nicht mehr bewegen, der bauch wurde taub und das kind über kaiserschnitt geholt, ich hörte ihn nicht schreien es war still im op, das op team verschwand mit den oberärzten in den nächsten op saal mit ihm. die schwestern streichelten mir die wange und brangen mich allein zuückgelassen in den aufwach raum..
mein sohn bekam ich nicht zu sehen, nach 10 tagen lies ich mich nicht mehr abwimmeln, ich fuhr mit den rollstuhl zur intensivstadion. da lag er, augen verbunden, klein und mit tausenden kabeln am ganzen körper überseht.. die hoffnung, der stress und die ängste begannen, jeden tag neue schreckensmeldungen... die nächte waren schlimm für die ärzte sie hatten immer um ihn gekämpft, jeden tag, jeden nacht. sein herz machte was es wollte.... keine medikamente halfen, wiederbelebt wurde er wahnsinnig oft.. frau.... ihr kind wird geistig und körperlich stark behindert, der sauerstoff fehlte sooft, dann hieß es er werde blind usw usw... der tag kam als der hubschrauber landete und er in die uniklinik rostock geflogen wurde, dort wurde er dann 3 mal operiert... ein jahr war vorüber, er lebt und darf mit nach hause... ich habe als mutter funktioniert aber nicht mehr auf mich geachtet wie es mir geht... die angststörung kam.
heute bin ich dankbar das sie mir alle geholfen haben auch wenn es fast nicht geklappt hätte. danke an rostock und für ihr tolles team..
hmm.. komische momente darüber zu schreiben, ich zitter, es war eine schlimme zeit voll ängste und sorgen.
fühl dich gedrückt.
joeli |
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