Angst-Forum
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Wie es mir geht,was ich fühle und denke!Tagebuchauszug
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Michi69



Anmeldungsdatum: 09.07.2006
Beiträge: 921
Wohnort: Nürnberg

BeitragVerfasst am: 30.05.2008 13:20    Titel: Wie es mir geht,was ich fühle und denke!Tagebuchauszug Antworten mit Zitat

Oh mein Gott,jeder Tag gleich.Morgens die Nacht wieder nicht geschlafen trotz dieser bekloppten Schlafmittel ,die nichts zu bringen scheinen außer einer Abhängigkeit......welchen Sinn macht das.Ich werd das Zeug wieder weglassen.Zähl ich halt wieder die Stichlein der Uhrzeit auf dem Radiowecker so vergeht die Nacht auch.Mit Müh und Not hab ich aufgeräumt,meinen Wohlfühllevel wieder hergestellt ,alles im Schwankschritt,mit der Angst gleich umzukippen,mich zu verletzen,tot zu sein.Ich sitze da,meine Atmung ist auch mistig,immer dieser Schwindel,er hört nicht auf und er wird immer sein.Nun war ich 4Wochen in der Klinik,ich bildete mir ein meine Angst in den Griff zu bekommen,aber selbst da waren sie Überfordert.Meine Angst wäre eine normale Reaktion weil der Schwindel krankhaft bedingt ist,zuviele Traumen dazu,für eine Therapie bin ich nicht stark genug.Klasse was nutzt mir das.Meine Angst ist in der Zwischenzeit generalisiert,ich trau mich nirgends mehr hin,vegetiere zu Hause rum,lieg fast nur noch.Der Weg in den Keller zur Waschmaschine ist die Hölle,ich trau mich den Herd nicht anzumachen,was wenn ich wieder falle nicht aufstehen kann und die Bude abfackelt,alleine Baden????Nö,ich könnte ja ersaufen.Manchesmal denk ich es müßte einen Schlag tun und weg müßte man sein,aber dann kommen mir die Gedanken in den Kopf über meine Lieben,sicherlich wären sie furchtbar traurig,also kämpfe ich weiter,Tag für Tag,Stunde für Stunde ,Minute für Minute......Wieviele würde es wohl noch sein???
Es ist halb 1Mittags,ich hab mir ein Bier aufgemacht,vielleicht beruhigt es mich,besser als xxxxxx,wobei ich mir schon überlegt hab wieder die viertelste Tablette zu nehmen,das Leben war erträglicher,aber irgendetwas sperrt sich in mir,noch zumindest.Ich frag mich wielange ich diesen Zustand noch ertrage,meine Kräfte schwinden,selbst in der Klapse wollen sie mich nicht mehr weil ich ja körperlich erkrankt bin.Wer hilft mir sonst????Eine Operation???Mir den Kopf öffnen lassen,mit der Hoffnung es geht alles gut??Weiß der Teufel wie ich da raus komme.Ich kann mich nur schwerlich mit diesem Gedanken anfreunden.Nun ich muß den Termin am 16.6 abwarten,dann seh ich weiter.18Jahre 18verdammt harte lange Jahre geht das schon.Kein Tag an dem die Welt still stand,immer dreht,schwankt,verzerrt sich etwas.....18Jahre lang.Ich bin mehr wie verzweifelt,ich bin traurig,wütend,würd am liebsten nur noch heulen.,aber ich tu es nur wenn ich alleine bin,möchte meine Lieben nicht noch zusätzlich belasten.Den Tag über bin ich alleine,am Abend reiß ich mich zusammen,in der Nacht schlafen sie....also genug Zeit zu heulen.;Manchesmal widere ich mich selbst an,weil ich so schwach gewoden bin.......aber ich denk das ist falsch,ich kann nicht anders,,,,,,als allmählig abzubauen,jeder Tag kostet mich so unendlich viel Kraft.Ich bin müde so unendlich müde,aber ich kann nicht schlafen.
Ich lese viel darüber das Leute sterben wollen.Ich kann das nicht verstehen,wenn man doch gesund ist,dann gibt es einen Weg,auch bei einer psychischen Erkrankung kann man sich doch Hilfe holen und versuchen alles wieder in den Griff zu bekommen,ich will einfach nur Leben,das tun was andere Menschen normal tun.....ich blicke oft zum Fenster raus und denk mir,Allmächt ,ob es den Menschen wohl bewußt war das es nicht normal ist gerade laufen zu können?Ich glaub nicht,sie hatten diesen Schwindel nicht,sie wußten nicht wie das ist sich in einem Karusell bewegen zu müssen.Manchesmal ertappe ich mich dabei das ich böse wurde auf die Welt da draußen.Es ärgerte mich wenn ich Menschen sah die Lachten,die liefen,die Rad fuhren,es machte mich wütend das ich der stille Beobachter war unfähig etwas in der Art zu tun was andere als alltäglich betitelten.Ich schäm mich dafür aber so ist es nunmal.Ich mag in meinem Leben viel sein,aber eins ist gewiß,ich bin und war schon immer ehrlich.
Manchemal könnte ich mich halb tot lachen,als ich noch gesund war arbeitete ich hart,war stolz auf meinen Job,liebe die Arbeit und sparte emsig für eine Reise auf dem Kreuzfahrtschiff zum Nordcap,Norwegen,mein Traum,ich sah mich mit 40 auf einem Balkon sitzen,vor einem Holzhaus irgendwo am Meer oder an einem Fjord,die Wellen und die Vögel beobachten,,,,,,,,,,,makaber,heut bin ich 39Jahre,hab Kohle ohne Ende und schaffe es kaum in den Keller um die Waschmaschine zu füllen.Könnte ich mir doch diese Träume erfüllen,aber nein,mein Weg ist ein anderer,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,Verdammt in Angst, Panik und mit diesem verfluchten Schwindel mit all seinen furchtbaren Symptomen, dahin zu vegetieren.
Ich beschäftige mich viel mit dem Thema "Tot",warum weiß ich nicht wirklich,ist es etwa die Angst davor?oder gar das,das ich mir vielleicht erhoffe irgendwo einen Fitzel zu finden der mir garantiert,das dieses Leben nicht das einzigste war was wir hatten?Nun ich denk es ist eine Kombination aus beidem.Oft erwische ich mich dabei wie ich Seiten lang die Totesanzeigen im Net anschaute,mit dem Gedanken das diese Leute es hinter sich hatten.Die Traueranzeigen von jungen Leuten und Kindern ließen mich schaudern,und es tat mir furchtbar Leid um sie,manchesmal mußte ich auch weinen,obwohl ich deren Schicksal nicht kannte.Wer weiß, vielleicht war der Tot für diese Menschen ja eine Erlösung gewesen,keine Ahnung aber eins schien mir immer gewiss,die die zurück blieben mußten furchtbares durchmachen.
Ich sitze hier und schreibe und schreibe,beinahe komm ich mir so vor als müßte ich ein Zeugniss ablegen über mein Leben,über den Sinn und Unsinn,über die Tragik und den Witz darin,aber ich merke eins,es lenkt mich etwas ab.

Das war ein kleiner Auszug aus meinem Tagebuch,vielleicht findet sich der eine oder andere ein Stück weit darin wieder.Wer weiß.

Eins ist mir klar,es ist nicht das ich nichts tue,es ist der tagtägliche Kampf um das Natürlichste der Welt................."Zu Leben!"

Knuddelige Grüße von Michi
_________________
Ein langer Weg ein harter Kampf,egal welches Leben,alles macht Sinn,es ist halt mein Schicksal und nun bin ich wie ich bin.
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englein



Anmeldungsdatum: 28.01.2008
Beiträge: 311

BeitragVerfasst am: 30.05.2008 15:03    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Michi
dein auszug aus deinen TB hat mich betroffen gemacht,wenn ich könnte würde ich dir helfen. drücke beide daumen das bald erträglicher wird und du auch etwas freude hast.
ich hab dich lieb und bin in gedanken bei dir
_________________
LG-englein
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ona



Anmeldungsdatum: 29.04.2008
Beiträge: 136

BeitragVerfasst am: 30.05.2008 23:39    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo michi,

Hut ab vor Deinem Mut! Und es ist auch Mut, wenn Du denkst, Du bist verzweifelt. Jeder Atemzug von Dir ist Mut. Jeder Gedanke von Dir ist Mut, jede durchwachte Nacht ist Mut, jede Träne ist Mut, jede gelesene Todesanzeige ist Mut, jeder Traum, den Du nicht erfüllen kannst, ist Mut. Jeder Schritt, den Du gehst, ist Mut. Und genauso Leid und Verzweiflung. So schnell denke ich, wird sich niemand wirklich in Deinem Tagebuch wieder finden. Sicher, jeder leidet anders, was den einen noch nicht stört, ist für den anderen das Ende. Und Du bist Leid und Kampf und Mut und Tapferkeit und auch noch Liebe. Alle Worte dafür sind einfach zu platt. DU zum Beispiel bist ein Grund für mich, mich selbst nicht so ernst zu nehmen, besonders, wenn ich manchmal denke, ich kann nicht mehr und ehrlich gesagt, ich wollte noch nie wirklich leben. Dann habe ich einer Tochter das Leben geschenkt und nun muss ich es tun. DAS ist meine Aufgabe. Es könnte mir viel schlechter gehen. Wo nimmst Du jeden Tag, jede Stunde, jede Minute die Kraft her, weiter zu machen? Aus welcher Kraft werden Deine Träume geboren und erhalten? Wenn ich schreibe, Du bist so stark, dann wird Dich das überhaupt nicht erfreuen. Weil, es nützt Dir nichts. Du bist in einer Tretmühle und musst aus Dir heraus immer neuen Willen finden, Hoffnung und Mut. In mir entsteht dabei nur Bewunderung für Dich und es beweist mein Wissen, es gibt immer noch jemanden, dem es wesentlich schlechter geht als mir. Michi, in jedem Augenblick, in dem es für Dich nicht weiter geht, würde ich Dir gern die Hand reichen, Dir die Tränen trocknen, durch die Nacht helfen. Ich bin platt, von so viel Mut!
_________________
Liebe Grüße, ona
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Michi69



Anmeldungsdatum: 09.07.2006
Beiträge: 921
Wohnort: Nürnberg

BeitragVerfasst am: 31.05.2008 07:52    Titel: Huhu Antworten mit Zitat

Guten Morgen,
Allmächt,das wollt ich nicht englein.Wegen mir muß keiner traurig sein,das war nicht meine Absicht.Vielmehr sollte der Auszug ein bischen verständlicher machen was in einem vorgeht.
Ich hab dich auch lieb und danke.
Grüßli Michi

@ona,
Also ich glaub ich mußte deinen Bericht 3mal lesen.Wieviel Mut du daraus list.Da sieht man wieder das es im Auge des Betrachters liegt ,was man darnfindet.Ich seh da z.B Resignation.Im Moment isses wirklich schwer und ich find den Weg nach draussen nicht.Ich glaub das der Aufenthalt in der klink mich in dieses Loch gerissen hat.Ich hatte mir so viel erhofft,bin voller Zuversicht dorthin,und war mir sicher das ich ein Stück weit meine Angst wieder besser in den Griff bekommen kann,aber genau das Gegenteil war der Fall.Je härter ich an mir arbeitete desto schlimmer wurde es.Mir wurde dauerhaft gesagt das meine Angst begründet ist,das ich mich mit der Krankheit nicht auseinander gesetzt habe,sie nicht akzeptiert hätte(wie kann man das),das ich unfähig wäre Hilfe in Anspruch zu nehmen.,das ich zu streng mit mir sei......ect,,,irgendwann machte es Klick und ich dachte Gut,wenn das so ist dann brauch ich ned Kämpfen,dann ist das ja wohl normal das es mir so geht.Traurig traurig,ein kleines bischen ist der Kämpfer in mir aber nicht verloren gegangen.Ich kanns hinnehmen,es wird nicht besser ,ich kann kämpfen und erreiche nichts......aber so wirklich Aufgeben kann ich auch nicht.

Woher den Mut weiter zumachen???Hm,ich hänge am Leben,auch wenn es ein anderes wäre.ich hab noch zuviele Wünsche und Träume,wenn ich aufgebe dann blieben es Träume,mach ich weiter kann ich mir vielleicht irgendwann einen Teil zumindest davon erfüllen.Wer weiß.Was weiß ich was in 5Jahren ist oder übermorgen?Vielleicht bin ich tot,oder gesund,vielleicht gehts mir gleich wie jetzt oder schlechter.Wollt ich darüber nachdenken würde ich glaub Kirre werden.

Schreibst du kein Tagebuch???Oder schreibst du deine Gedanken nicht auf???Ich find das sinnvoll,es macht den Kopf etwas leere,denn was da steht muß ich nicht im kopf behalten,ich kann mir das durch lesen je wieder ins Gedächtnis zurück holen.

Du wolltest noch nie Leben???Das erschrickt mich bissl.Wie schaut dein Leben denn aus??Ich bin sicher wenn du genauer hinschaust findest du ne Menge Dinge die dein lebnen lebenswert machen.Oft ist es halt so das wir so geblendet von Angst und Panik sind das wir das nicht mehr erkennen könne.Vielleicht solltest du auch mal deine Gedanken aufschreiben,einfach so wie sie dir in den Kopf kommen.Ich hab mal so ein Beispiel geschrieben für jemanden der Angst vorm Arzt hat.Das heißt im Wartezimmer.Ich find das Interessant und witzig zu gleich wieviel sich in einem Kopf abspielt.Vielleicht liest du das mal.....aus so einem Gedankentext kann ich gut meine momentanen Gefühlszustände raus lesen.... Laughing

So nun genug...uhiiiiii ist wieder ganz schön lang geworden.

Liebe knuddelige Grüße von michi
_________________
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ona



Anmeldungsdatum: 29.04.2008
Beiträge: 136

BeitragVerfasst am: 31.05.2008 12:13    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo michi,

wenn ich das so lese, dann weiß ich, ich habe Dich richtig verstanden. Jeden Tag wieder los gehen, weitermachen, ist der Mut, die Resignation, die ich mir gut vorstellen kann, zu bekämpfen. Ich hab Dich nicht falsch verstanden, ich hab es vielleicht nur anders ausgedrückt. Ich weiß, dass Du sicher auch große Abschnitte hast, wo Du wirklich nicht weißt, gehe ich noch weiter? Und bisher bist Du gegangen. Ist das kein Mut, ohne zu wissen, ja, es wird mal besser? Oje, hoffentlich hast Du Dich nicht übergangen oder unverstanden gefühlt. Nee, ich meinte das Große, das Weitermachen über eine so lange Zeit. Das Weitermachen, auch wenn alles für Aufgeben spricht. Und das tust Du doch, auch wenn Dir das alles nicht genügt, wenn alles mit großer Angst durchsetzt ist, auch wenn Du nicht wirklich ein Licht am Ende des Tunnels erkennen kannst. Du befindest Dich jetzt sogar in einem Loch, wo es noch keinen Ausweg gibt und trotzdem hältst Du es aus, behältst Deinen Lebensmut. Vielleicht willst Du das auch nicht so hören, das ist okay. Aber wie willst Du das bezeichnen, wenn jemand in Deiner Lebenssituation nicht aufgibt, mit Deinen Worten "der Kämpfer in Dir nicht verloren gegangen" ist. Kampf gegen Windmühlenflügel - was ist das anderes als Mut? Lebensmut? Glaub mir, ich versteh Dich schon, auch wenn meine Worte für Dich etwas anderes sagen. Ich kenne noch nicht viel von Dir und eigentlich hauptsächlich diesen Beitrag von Dir. Vielleicht hätte ich es anders geschrieben, aber einen anderen Sinn kann ich nicht finden. Du bist wirklich nicht zu beneiden und - auch wenn ich es nicht schrieb - mich hat das sehr berührt, Deine Zeilen zu lesen, die Traurigkeit und Verzweiflung zu sehen, wie Du die Unsinnigkeit Deiner Krankheit aushältst, jeden Tag aufs Neue mit massiver Angst, die ja existenziell ist, umgehen musst und keine wirkliche Hoffnung auf Veränderung und Hilfe hast. Du hast noch Wünsche und Träume, Du hast nicht aufgegeben - wenn das kein Mut ist? Nichts spricht dabei, dass gleichzeitig Resignation und Versinken in Angst ablaufen kann. Aber Du bleibst nicht dort, kommst immer wieder hoch, auch wenn es manchmal eine Weile eben dauert. Dagegen fühle ich mich sehr klein und das ist auch gut so.
Kannst Du ein bisschen verstehen, was ich meine? Es ist eher Bewunderung, wie Du Dein Leben meisterst mit den wirklich extremen Schwierigkeiten, für die Du nichts kannst.

Upps, da habe ich was geschrieben, was ich gar nicht wollte - das, dass ich noch nie leben wollte. Mir gings in der Nacht nicht gut, da ist es passiert. Das stimmt zwar, ist aber nicht vorrangig in meinem Leben. Nur vor zwei Wochen ungefähr hat etwas mein mühevoll aufgebautes Kartenhaus zerstört und nun bin ich in einer Sinnkrise gelandet und damit auch bei dem kleinen Mädchen von 5 Jahren, das schon sterben wollte. Und dieses Grundgefühl ist mir geblieben, ist meist aber überdeckt. Und sicher, gibt es in meinem Leben Dinge, die lebenswert sind, eins hat zwei Beine, ist super süß, strahlt wie die liebe Sonne und kommt gerade zur Tür rein Very Happy Bisher habe ich es geschafft, sie zu einem sehr glücklichen, selbstbewussten Menschen zu machen, mehr habe ich nicht gewollt. Ich bin super fröhlich, die Mama ...(ona) für viele Teens hier in der Umgebung, die sich immer freuen und winken, wenn sie mich sehen. Ganz klar ist mir nicht, warum das so ist, aber meine Tochter ist stolz auf die coole Mama. Ich habe wohl was richtig gemacht. Ich schreibe das jetzt auch nur, damit nicht der Eindruck entsteht, ich hocke hier den ganzen Tag mit Suizidgedanken. Nee, so ist es nicht, auch wenn momentan alle meine Puzzleteilchen auseinandergeflogen sind und wider Erwarten es länger dauert, auch nur welche zu finden.

Ich kenne das gut, Tagebuch schreiben, eine Zeit lang habe ich das auch gemacht, ich habe auch immer einen Block neben meinem Bett, wenn etwas zu lange im Kopf herumturnt, dann kommt es da hin. Aber jetzt hat mich etwas stumm gemacht. Vor ein paar Tagen habe ich das erste Gedicht meines Lebens geschrieben und ich war erschrocken, als ich die Zeilen dann las - es drückte so perfekt aus, wie es mir ging, das hätten viele Seiten Tagebuch oder was auch immer nicht ausgedrückt. Ich bin noch heute völlig überrascht, wie das passiert ist, ich bin kein Dichter. Vielleicht kann man Gedichte nur schreiben, wenn man eigentlich stumm ist. Keine Ahnung, zur Zeit ist alles so neu in meinem Kopf.

Entschuldige, nun habe ich Deinen Thread benutzt, um von mir zu schreiben, ein bisschen hattest Du ja danach gefragt.

Ja, meins ist nun auch ganz schön lang geworden, vielleicht konnte Dir das jetzt etwas mehr geben, als mein letzter Beitrag. Aber es mit Mut zu bezeichnen, zeigt doch nur Deine riesige Leistung, die Du so nicht empfindest. Weil es Dir so schlecht geht.

Ich wünsch Dir einen Tag mit Augenblicken, wo es weniger Angst gibt und dass Du sie auch spüren kannst.
_________________
Liebe Grüße, ona
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