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Angst-Forum Angstzustände, Panikattacken und Stress - diese Probleme berühren Millionen von Menschen täglich. Für Betroffene und ihre Angehörigen ist es wichtig darüber reden zu können. Dieses Forum will einen Raum dafür schaffen. Ein Herzliches Willkommen an Alle!
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Magali
Anmeldungsdatum: 04.07.2009 Beiträge: 33
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Verfasst am: 07.07.2009 14:15 Titel: Wo liegt die Ursache...? |
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Hallo zusammen,
wie ich hier schon berichtet habe, leide ich seit einigen Monaten an Angst- und Panikattacken. Bei mir äußert es sich so, dass ich das Gefühl habe, ohnmächtig zu werden, mir wird heiß und kalt im Wechsel, ich habe Schweißausbrüche und zittere, meine Hände werden eiskalt, habe Herzrasen und allem voran die Panik davor umzukippen und die Kontrolle über meinen Körper zu verlieren.
Was ich mich nun schon länger frage, ist, woher diese Panikattacken kommen, bzw. ob es Sinn macht, nach dem Grund zu suchen und ob man die Panikattacken loswird, wenn man sich mit dem Grund dessen auseinandersetzt?
Habt ihr damit Erfahrungen gemacht?
Bei mir ist es zum Beispiel so, dass ich diese Panikattacken habe, seit mir der Schulstress und der Stress mit einigen Leuten dort (ich wurde gemobbt, anderen Freunden habe ich wiederum den Rücken zugekehrt, weil ich das Vertrauen zu andren Menschen verloren hatte durch das Mobbing) zu viel geworden ist. Nun bin ich fertig mit der Schule, habe mit all den Leuten gar nichts mehr zu tun, aber es ist nicht besser geworden.
Ich frage mich, ob ich vielleicht gerade den Kontakt zu diesen von mir verachteten und nicht-gemochten Leuten suchen soll, ihnen sagen soll, dass sie es mir nicht leicht gemacht haben, aber dass ich ihnen verzeihe (um mit der Sache abzuschließen)? Was meint ihr dazu?
Liebe Grüße,
Magali _________________ "Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, mit der sie entstanden sind" |
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Ulli
Anmeldungsdatum: 09.03.2009 Beiträge: 54 Wohnort: Niedersachsen
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Verfasst am: 08.07.2009 08:24 Titel: |
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Hallo Magali,
Also genau sagen kann ich dir nicht wo bei mir die Ursache liegt...........bin noch am suchen!!!
Empfehlen würde ich dir eine Therapie zu machen um raus zu finden woher es bei dir kommt!!
Es tut mir leid das du gemobbt wurdest .......es kann sein das es davon kommt ....aber ich denke wenn du auf diese Leute zugehst und denen mal richtig die Meinung sagst ..........werden die dich nur auslachen...........und du fühlst dich dann wieder gemobbt und ärgerst dich.
Was hast du denn noch für Beschwerden ??
LG Ulli |
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Magali
Anmeldungsdatum: 04.07.2009 Beiträge: 33
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Verfasst am: 08.07.2009 13:06 Titel: |
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Naja, die Beschwerden, die ich während einer solchen Panikattacke habe, habe ich bereits oben geschildert. Wie gesagt, es ist hauptsächlich die Angst davor, umzukippen, und diese Angst äußert sich durch Herzrasen, Schweißausbrüchen, Kälteschauern, Zittern und was ich auch bemerkt habe, ist dass ich oft Magen-Darm-Beschwerden bekomme in einer solchen Situation (Bauchkrämpfe/Durchfall).
Ich denke wirklich es kommt durch die Schulzeit, die ich ja nun endlich abgeschlossen habe. Nur schlägt es nunmal auf die Psyche, wenn man gemobbt wird, ausgeschlossen wird und sich dann auch nicht traut sich zu wehren sondern es über sich ergehen lässt.
Die ersten Reaktionen auf das Mobbing, als es anfing, waren Minderwertigkeitskomplexe, die letztenendes zur Magersucht geführt haben. Das ist allerdings jetzt schon gut fünf Jahre her, nur da fing es an, dass eine "Freundin" mir immer wieder gesagt hat ich sei dick und hässlich und mich würden die Jungs nicht mögen sondern nur sie, und ich war so dämlich es ihr zu glauben...
Habt ihr noch Tipps für mich, was mir helfen könnte?
Liebe Grüße,
Magali _________________ "Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, mit der sie entstanden sind" |
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Elli
Anmeldungsdatum: 28.03.2007 Beiträge: 1248 Wohnort: Bayern
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Verfasst am: 09.07.2009 18:40 Titel: |
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Hallo Magali,
erst mal herzlichst hier im Forum. Schön das du zu uns gefunden hast Übrigens , ein total schöner Name
Tja, ich denke da wurde dir schon ganz übelst weh getan. Ganz schlimm!!!
Und was deine ,,Freundin,, da abgelassen hat finde ich ja mehr als unmöglich Hast du denn zu der noch Kontakt?
Ich kann mir sehr gut vorstellen daß das mobbing der Auslöser für deine Panikatacken war. Darf ich mal fragen in welchen Situationen diese im Moment so auftreten?
Bei mir war damals der Auslöser Streß. Allerdings lernte ich in der Therapie ( Verhaltensther.) das ich unter Verlustängsten leide.
Ich kann dir eigendlich auch nur eine Therapie empfehlen. Es gibt natürlich auch Selbsthilfeprogramme in Form von Büchern ( Angst und Panik ) allerdings ist eine Therapie viel effektiver.
Nun wünsche ich dir einen schönen Abend,
liebe Grüße, Elli  _________________ es ist schon schlimm genug die Erfahrung mit Angstzuständen machen zu müssen, jedoch eine große Hilfe nicht ganz allein zu sein , in dem man sich evtl. austauschen kann! Dies geht eben nur mit Betroffenen! |
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Magali
Anmeldungsdatum: 04.07.2009 Beiträge: 33
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Verfasst am: 10.07.2009 00:42 Titel: |
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Hallo Elli,
Danke erstmal *rotwerd*.
Zu dieser "Freundin" habe ich schon lange keinen Kontakt mehr, und generell nicht mehr zu den Leuten, die es mir so schwer gemacht haben (ich hab das ja mehrfach erlebt eigentlich).
Ich hatte etwa zur selben Zeit, als ich mit der bereits erwähnten "Freundin" befreundet war, noch eine andere Freundin, die mich auch nur hintergangen hat (hat alles weitererzählt, was ich ihr anvertraut habe, was ich wiederum von dritten erfahren habe, zudem hat sie mich ständig angelogen was auf Dauer auch nicht grad das Beste ist in einer Freundschaft). Danach habe ich mich einer Clique angeschlossen, einer reinen Mädchenclique. Es war ganz nett, allerdings eine recht oberflächliche Freundschaft. Diese Freundschaft fing an, als ich um die 14, 15 war, und endete vor einem Jahr, und zwar damit, dass ich mich in dieser lockeren, nicht grade sehr engen Freundschaft nicht dazu drängen lassen wollte, mein Privatleben auszuschütten. Es waren eben einige Mädchen, deren einziger Gesprächsinhalt über andere lästern und ihr eigenes Sexualleben war/ist. Ich war in der Hinsicht immer etwas verschwiegener, erst recht nachdem ich die Erfahrung gemacht hatte dass manche Leute, um sich wichtig zu tun, deine Geheimnisse weitersagen, und mit wem ich was tu oder lasse ist ja nun wirklich nur meine Sache oder nicht? Ich habe mich daraufhin von ihnen abgewandt, was dieser Mädchenclique scheinbar nicht so gut gefallen hatm denn da haben sie angefangen ihren Einfluss auf die andren Schüler zu nutzen um mir alle möglichen Schulfreundschaften zu vermiesen, sie haben mich überall schlecht gemacht, bei Schülern, bei Lehrern, sie haben mir sogar gedroht (das fand ich am schlimmsten!)... Das letzte Schuljahr habe ich mich wirklich nur so durchgekämpft, ich habe mir selbst immer gesagt "mein Abi lass ich mir nicht vermiesen von einem Haufen dummer Mädchen". Und jetzt bin ich soooo froh endlich fertig zu sein und den Kontakt zu denen entgültig abbrechen zu können!
Leider bin ich natürlich jetzt ziemlich alleine, habe kaum Freude, weil natürlich in der Schule nichts mehr möglich war an Freundschaften. Aber ich denke an der Uni werde ich sicher viele nette Leute kennenlernen und Freundschaften für's Leben finden!
Momentan treten diese Angstzustände auf, wenn ich das Haus verlasse. Komischerweise nicht, wenn ich Abends mit meinen Eltern rausgehe. Ich glaube ich fühle mich sicherer, wenn ich zum einen nicht alleine bin (und den Eltern vertraut man nunmal mehr als jedem anderen), und wenn es dunkel ist, ist die Gefahr, solche "ungeliebten" Menschen, diese ehemaligen "Mobber" zu treffen, geringer. Ich glaube davor habe ich auch irgendwie Angst. Ich weiß noch dass es ganz schlimm war, als ich mich frisch zerstritten hatte mit der Clique und dann Drohungen kamen ("Sei bloß nett zu uns sonst kannst du was erleben" und Sprüche dieser Art). Da ist mir ständig schelcht geworden als ich rausmusste und ich hatte eine Heidenangst davor, eine von ihnen zu treffen (und in dem Dorf in dem ich lebe ist die Wahrscheinlichkeit, jemanden zu treffen den man kennt, recht groß... ist so ein paar-1000-Seelen-Örtchen...).
Aber momentan klappt es ganz gut, mich zu überwinden und einfach rauszugehen, und zu machen, mich zu treffen mit andren Leuten (hab ja zum Glück noch einige wenige außerschulische Freunde, auch wenn die Freundschaft nicht sooo eng ist, immerhin). War heute auch wieder weg, trotz mulmigem Gefühl - und ich hatte nichts, weder bin ich umgekippt noch hatte ich sonst Sympthome, nur ganz leicht Schwindel, aber den konnte ich mir erfolgreich ausreden ("Magali, dir ist nicht schwidelig, das bildest du dir ein! Dir geht es super! Du fühlst dich besser denn je!").
Darf ich fragen, wie man bei dir diese Verlustängste festgestellt hat, Elli?
Manchmal denke ich, dass ich auch sowas habe... Ich hänge sehr an den wneigen Leuten, die einen festen Bestandteil in meinem Leben sind. Leider wurde ich auch bereits recht früh mit dem Tod engstehender Menschen konfrontiert (was im übrigen auch in diese Mobbingphase und den Schulstress hineinfällt, knapp 2 Monate später hatte ich den Kollaps).
Habe ich auch Verlustängste?
Ich habe mir auf jeden Fall vorgenommen, es erstmal so zu versuchen, aus diesem Tief wieder rauszukommen. Auch wenn ich manchmal den Eindruck habe es geht nicht, dann habe ich doch wieder Erfolgserlebnisse die mir zeigen, dass eigentlich alles in meinen Händen liegt! Zur Not bleibt natürlich immer noch die Lösung Therapie, wofür man sich ja keineswegs schämen muss, aber ich bin eigentlich immer der Meinung, was man selbst heilen kann, sollte man auch selbst heilen. Ich geh auch nie zum Arzt wenn ich mal Grippe habe oder Mandelentzündung, Medikamente hab ich zu Hause, es gibt genügend Hausmittel, die gut helfen, also kann man sich auch selbst behandeln. Warum sollte das bei der Psyche anders sein?
Ganz, ganz liebe Grüße dir,
Magali
P.S.: Puh... hab mir ja ganz schön was von der Seele geschrieben...  _________________ "Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, mit der sie entstanden sind" |
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